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Das Mangalitza-Schwein

Das Mangalitza-Schwein (Sus scrofa domesticus)

Eine "in der Wolle gefärbte" Fettschweinrasse

Das Mangalitza-Schwein
© Leander Khil

Steckbrief

Verbreitung

Der Ursprung der Mangalitza liegt in Schweinerassen des Balkans wobei strittig ist welche Rassen dafür herangezogen wurden.

 

Während das Mangalitza-Schwein heute eine seltene, alte Haustierrasse darstellt die kaum über Feinschmeckerkreise hinausreicht, waren Fettschweine noch zu Kaisers Zeiten begehrt und wurden im Königreich Ungarn im großen Stil zu Millionen gezüchtet und gemästet um die Bevölkerung der Donaumonarchie zu ernähren. Als eigenständige Rasse wurden die Mangalitza aber erst 1927 offiziell anerkannt. Heute findet man das Mangalitza zum Beispiel noch in Ungarn, im deutschsprachigen Raum sowie in weiteren Ländern Osteuropas und des Balkans, jedoch auch in England und den USA. In Österreich gibt es nur wenige hundert Tiere und einige dutzend Züchter.

Lebensweise

Vor der Intensivierung der Schweinezucht- und –mast in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die robusten und genügsamen Fettschweine in extensiver Form in Weidehaltung durch Hirten gehalten die sie durch Eichenwälder, Stoppelfelder oder auch in sumpfige Gebiete trieben. Diese extensive Form der Schweine-Weidehaltung hielt sich bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts und wird in Naturschutzgebieten oder teilweise auch bei Züchtern bis heute in ähnlicher Form weitergeführt.

Aussehen

Wie alle unsere Hausschweinrassen stammt das Mangalitza-Schwein vom Wildschwein Sus scrofa ab was an den Tieren selbst auch noch recht deutlich zu erkennen ist. Man unterscheidet 3 verschiedene Mangalitza-Rassen, das schwalbenbäuchige Mangalitza-Schwein, das blonde Magalitza-Schwein und das rote Mangalitza-Schwein. Alle drei Rassen besitzen gekräuselte Borsten welche im Sommer kürzer, im Winter länger wachsen. Für den Winter bildet sich auch noch eine dichte Unterwolle auf der Schwarte der Schweine. Auch in der körperlichen Erscheinung gibt es praktisch keine Unterschiede zwischen den Rassen mit Ausnahme der Borstenfarbe die, wie der Name der einzelnen Rassen schon verrät, von Weiß und Schwarz beim Schwalbenbäuchigen Manglitza über Blond bis hin zu Rot bei den andern beiden Rassen reicht. Beim Schwalbenbäuchigen Mangalitza sind die Frischlinge, wie auch beim Wildschwein, in den ersten Lebensmonaten mit dunklen Streifen versehen.

 

Die Tiere werden 70-90cm hoch, 120-140 cm lang und können 200-300 kg schwer werden wobei die meisten das dafür notwendige Alter in der heutigen Zeit in der Regel nicht erreichen da sie früher geschlachtet werden.

Nahrung

Mangalitza sind, wie Wildschweine auch, Allesfresser. Als Nahrung in Weidehaltung würde daher alles Genießbare dienen, angefangen von Eicheln oder Bucheckern über Würmer und Engerlinge bis hin zu Pilzen oder auch Blätter und Wurzeln von Pflanzen.

 

In der Mast werden im Seewinkel vor allem Getreide, saisonal verfügbares Gemüse und Rüben verwendet.

Besonderheiten

Vor der Zeit von Schifffahrt und Eisenbahn in der Donaumonarchie wurden die Mangalitza-Schweine zu Fuß bis in die Schlachthäuser zB Wiens getrieben. Teilweise führten die Triebe sogar bis in die Schlachthöfe von Augsburg und Nürnberg.

 

Die Bezeichnung Mangalitza weist auf die Eigenschaft als Fettschwein hin. „Mangalica“ bedeutet so viel wie „walzenförmig“, das aus dem serbo-kroatischen stammdende „Mangulica“ oder „Mangulac“ bedeutet „leicht fett werdend“ bzw. das rumänische „mancare“ heißt einfach „essen“.

Wobei durch die Verbreitung der Mangalitza verschiedenste Bezeichnungen geläufig sind. So wird es auch noch Wollschwein, Wollhaariges Schwein, Kraushaariges Schwein oder im englischen als Hungarian Curly Coat bezeichnet um nur einige davon zu nennnen.

 

Das Mangalitza-Schwein
© Leander Khil
Das St. Martins Rangerteam

Safari Status

Das Mangalitza-Schwein kann man ganzjährig sehen und besuchen. Da das Schwein auch als Glücksbringer gilt, werden die Mangalitza rund um den Jahreswechsel bei der Glücksbringersafari besonders detailliert vorgestellt.

Unsere aktuellen Safari-Angebote finden Sie hier:
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