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Der Feldhase

Der Feldhase (Lepus europaeus)

"Der Portraitierte"
oder: was Albrecht Dürer noch nicht wusste...

Der Feldhase (Lepus europaeus)
2 Feldhasen beim "Boxkampf" in der Brunft-Zeit.

Steckbrief

Verbreitung und Lebensraum

Ursprünglich erstreckte sich das Verbreitungsgebiet von Spanien bis zur Mongolei und von Dänemark und Südfinnland bis Italien und Griechenland, weiter im Südosten bis in den Iran. Durch Einbürgerung aus jagdlichen Gründen leben Feldhasen heute in weiten Teilen Europas (England, Irland, Schweden) und auf anderen Erdteilen (Australien, Nordamerika, Südamerika).

Merkmale

Das Fell ist oberseits graubeige, ähnelt oft der Farbe von vertrocknetem Gras. Individuelle Farbanpassungen an den Lebensraum sind häufig. Die Unterseite ist weiß. Feldhasen erreichen ein Gewicht bis zu 5,5 kg.

Feldhasen haben einen schlanken, muskulösen Körper mit schlanken Vorderbeinen und längeren, muskulösen Hinterbeinen. Diese und die sehr elastische Wirbelsäule ermöglichen kraftvolle Sprünge, das sogenannte „Hakenschlagen“ und schnelle Flucht mit bis zu 80 km/h.

Der sehr hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Skelettmuskulatur macht den Feldhasen zu einem der schnellsten Säugetiere überhaupt.

Nahrung

Feldhasen sind reine Pflanzenfresser, sie nutzen Kräuter, Gräser, Kulturpflanzen, Früchte, Beeren als auch Knospen, Triebe, Blätter und Rinde von Bäumen. Lebenswichtiger Nahrungsbestandteil ist der durch Darmbakterien aufbereitete weiche, sehr vitamin- und eiweißreiche Blinddarmkot.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit reicht von Jänner bis Juli, ihren Höhepunkt hat sie im März. Häsinnen und Rammler (männliche Hasen) versammeln sich auf Brunftplätzen und es erfolgen zu Beginn ziemlich heftige Auseinandersetzungen, z.B. Schlagen mit den Vorderpfoten wie beim Boxkampf zwischen rivalisierenden Männchen. Geschieht dies zwischen Männchen und Weibchen, werden wechselseitig Individualduftstoffe übertragen und so die Paarungsbereitschaft herbeigeführt.

Häsinnen können während der Tragezeit ab dem 36. Tag erneut trächtig werden, es können sich in der Gebärmutter Embryonen unterschiedlichen Alters befinden und so kann sich auch die Vermehrungsrate steigern.

Junghasen werden nach einer Tragzeit von ca. 6 Wochen geboren, sind vollständig behaart, sinnestüchtig und zur Flucht fähig. Aufgrund der sehr fettreichen Hasenmilch werden sie nur einmal am Tag gesäugt und sind mit gut einem Monat auf sich allein gestellt.

„Märzhasen“ gehören zu den ersten Jungtieren im Jahr. Hasen und Kaninchen gelten allgemein als Symbole für Fruchtbarkeit.

Gefährdung

Feldhasen kommen aus der Steppe. Ähnliche Lebensräume in Europa sind seit einem halben Jahrhundert massiven Veränderungen unterworfen. Die Intensivierung der Landwirtschaft, das Verschwinden von kräuterreichen Wiesen, Feldrainen, Gehölzen und Hecken, ein dichtes Straßennetz und teils intensive Bejagung sind die Hauptgründe für den Rückgang des Feldhasen.

 

Der Feldhase (Lepus europaeus)
Feldhasen-Jungtier im schützenden Gras.
Das St. Martins Rangerteam

Safari Status

Feldhasen lassen sich das ganze Jahr über gut beobachten. Am besten sehen kann man sie in den Wintermonaten bis hin zum Vorfrühling – einfach solange die Vegetationsdecke niedrig ist und somit vieles an Deckung wegfällt.

 

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