Wetter
Bildergalerien
Videos

Der Goldschakal

Der Goldschakal (Canis aureus)

Ein heimlicher Zuwanderer

Goldschakale sind ab den späten 1980igern immer wieder auch nach Österreich eingewandert. Die ersten beiden Belege in Österreich stammen vom 05.12.1987 aus der Steiermark aus Tobisegg und dem 15.01.1988 aus Ziernreith im nördlichen Niederösterreich. Auf Grund seiner heimlichen Lebensweise ist es auch schwer Populationsdaten zu erheben. Aufschluss geben gelegentliche Fotos aus Fotofallen, aber auch Straßenopfer. Für Österreich gibt es nur vereinzelt Nachweise. Die ersten Jungtiere wurden 2007 im Nationalpark Neusiedler See gesichtet.

Der Goldschakal (Canis aureus)
© Minuzig by Wikimedia Commons

Steckbrief

Verbreitung

Goldschakale kommen heute in Zentral-, Ost- und Südeuropa und über ausgedehnte Gebiete Asiens bis nach Nordafrika vor. Nach neueren Erkenntnissen der Forschung, nach denen der afrikanische Goldschakal dem Wolf genetisch näher steht als den eurasischen Goldschakalen, wird aber eine Aufspaltung in 2 verschiedene Arten diskutiert.

Lebensweise

Goldschakale leben sehr heimlich, sind aber in der Lebensraum- als auch der Nahrungswahl recht flexibel. Sowohl Ackerlandschaften mit ausreichend Versteckmöglichkeiten, Augebiete als auch strukturierte Offenlandschaften werden genutzt.

Aussehen

Der Goldschakal ähnelt vom Erscheinungsbild dem Rotfuchs. Mit bis zu 15 kg Körpergewicht, einer Schulterhöhe bis ca. 50 cm und rund 1 Meter Körperlänge ist er aber deutlich größer und auch hochläufiger als dieser. Das Fell erscheint gelblich-grau und am Schädel stechen weiße Fellpartien um Maul und Hals hervor. Die Rute ist dafür verhältnismäßig kurz und reicht bis zum Kniegelenk. Ein Trittsiegel (Pfotenabdruck) des Goldschakals erkennt man am Mittelballen, der im unteren Teil verwachsen ist.

Nahrung

Als Nahrung dienen Goldschakalen vor allem Kleinsäuger, Amphibien oder Reptilien aber auch Fische oder Insekten. Aas wird ebenso gerne verzehrt, wie auch menschliche Abfälle. Selbst pflanzliches Material wird angenommen. Als Generalist ist die tatsächliche Nahrungszusammensetzung jedoch stark vom vorhandenen Lebensraum und den dort vorhandenen Nahrungsressourcen abhängig.

Fortpflanzung

In Europa liegt die Ranzzeit des Goldschakals im Jänner und Februar. Die Tragzeit beträgt ca. 61 bis 62 Tage. Das Weibchen (die Fähe) wirft vier bis fünf Jungtiere. Goldschakale bleiben in der Regel ein Leben lang zusammen. Sie bewohnen ein gemeinsames Territorium, das markiert wird und in dem sie auf Jagd gehen. Bei der Aufzucht der Jungen hilft ein so genanntes Helfertier, ein einjähriges Junges, das bei den Eltern bleibt und bei der Aufzucht hilft. Die erste in Österreich nachgewiesene Reproduktion stammt aus dem Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel wo 2007 ein Beweis durch eine Fotofalle gelang.

 

Der Goldschakal (Canis aureus)
© Vyh Pohmann by Wikimedia Commons
Das St. Martins Rangerteam

Safari Status

Goldschakale sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie leben sehr heimlich. Auf den Safaris kommt man zwar in den Lebensraum der Goldschakale, zu Gesicht bekommt man ihn aber wahrscheinlich nicht. Es gibt aber die Chance ihn vielleicht zu hören! Im Zuge eines Goldschakal-Specials werden am 04. Jänner 2018, passendes Wetter vorausgesetzt, im Zuge einer St. Martins-Safari Daten für ein laufendes Goldschakal-Projekt erhoben. Wer einmal in eine wissenschaftliche Datenerhebung hineinschnuppern will, Gäste sind herzlich willkommen!

 

Unsere aktuellen Safari-Angebote finden Sie hier:
Safari-Angebot

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie weiter auf dieser Website navigieren, stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weiterlesen …