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Der Igel

Der Igel (Erinaceus sp.)

Ein stacheliger Gartenfreund

Igel
Ein Igel unterwegs.

Steckbrief

Verbreitung

Igel gibt es, mit Ausnahme der nördlichen Gebiete Skandinaviens und Russlands, in fast ganz Europa. Allerdings handelt es sich um zweit unterschiedliche Igel-Arten, den nördliche Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus) und den Braunbrustigel (Erinaceus europaeus), die jedoch sehr ähnlich aussehen. Ersterer findet sich vor allem in Nord- und Osteuropa und weit in Richtung Osten Eurasiens, der Braunbrustigel in Westeuropa inklusive Großbritannien und Irland bis nach Südskandinavien, den baltischen Raum und Teilen West-Russlands. Hier in Österreich sind beide Igelarten zu finden da sich das Verbreitungsgebiet auf österreichischem Staatsgebiet überlappt. Aufgrund der unterschiedlichen Verbreitungsgebiete wird manchmal auch vom West- bzw. Ostigel gesprochen.

Aussehen

Beide Igelarten zeigen sich mit einem Stachelkleid welches beinahe den gesamten Körper bedeckt. Nur die Körperunterseite ist lediglich behaart. Der Weißbrustigel hat ein etwas helleres Haarkleid als der Braunbrustigel wobei die Arten manchmal sogar nur von Spezialisten unterscheidbar sind.

Lebensweise

Beide Arten sind dämmerungs- und nachtaktiv und nutzen besonders gerne Grünfächen, Gärten und nicht verbaute Flächen von Siedlungsgebieten. Als Winterschläfer sucht er im Herbst (Oktober/November) sichere und warme Schlafplätze, wie etwa Laubhaufen im Garten, auf um dort bis März oder April zu überwintern. Normalerweise haben erwachsene Igel ein Gewicht von etwa 400-800 Gramm, können vor dem Winterschlaf aber über 1,5 kg erreichen! Jungtiere benötigen mindestens 500 Gramm Anfang November um den Winter überleben zu können. Ein großer Teil der Jungtiere stirbt allerdings während ihres ersten Winterschlafs. Um Igel beim Winterschlaf zu unterstützen sollten Laubhaufen oder ähnliches in Gärten nicht vor April entfernt werden!

Nahrung

Die Igel ernähren sich hauptsächlich von tierischer Nahrung wie Würmer, Schnecken oder Insekten. Auch herumstehende Tiernahrung, zB Katzenfutter, wird nicht verschmäht genauso wie manchmal Eier oder auch kleinere Wirbeltiere am Speiseplan stehen.

Besonderheiten

Bei Gefahr rollt sich der Igel zu einer stacheligen Kugel zusammen und muss dann kaum noch Gefahr fürchten. Lediglich Uhus oder Dachse sind in der Lage den kleinen „Panzer“ zu überwältigen. Füchse sind gegen gesunde, ausgewachsene Igel eher auf verlorenem Posten. Leider wird Igeln dieses Verhalten im Straßenverkehr immer wieder zum Verhängnis da sie sich auf der Fahrbahn vor sich nähernden Fahrzeugen zusammenrollen und überrollt werden. Alle Stacheln, welche aus Horn bestehen, haben übrigens einen eigenen Muskel mit dem sie separat bewegt werden können.

 

Sollte man verwaiste Jungtiere, verletzte oder schwache Tiere auffinden sollte unbedingt Kontakt mit einem Tierarzt oder einer Igelauffangstation aufgenommen werden. Es ist verboten geschützte Wildtiere einzufangen. Spezialisten sollten beurteilen, ob Hilfeleistung durch den Menschen notwendig ist. Als Erstmaßnahme ist es aber nie verkehrt dem Igel Wasser und als Nahrung etwas Katzenfutter, gegartes Faschiertes oder harte Eier anzubieten.

Igel fressen gerne Katzenfutter.
Igel fressen gerne Katzenfutter.

Safari Status

Aufgrund der dämmerungs- und nachtaktiven Lebensweise sehen wir den Igel bei unseren Safaris nur sporadisch.

Unsere aktuellen Safari-Angebote finden Sie hier:
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