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Der Löffler

Der Löffler (Platalea leucorodia)

Der Loeffler (Platalea leucorodia)
Ein Löffler im Flug.

Steckbrief

Verbreitung

Das Brutgebiet des Löfflers erstreckt sich von Westeuropa & Westafrika bis nach Ostsibirien und Indien. Der Löffler ist ein Zugvogel, der sein Winterquartier vom Mittelmeerraum bis in die Sahelzone, Sudan und Äthiopien hat.

 

In Gebieten mit Sümpfen und Verlandungszonen mit Schilfbestand fühlt er sich wohl. Der Neusiedler See ist daher ein ideales Brutgebiet. Durch den charakteristischen, niedrigen Wasserstand des Steppensees findet er hier ausgezeichnete Bedingungen für die Nahrungssuche vor. Obwohl der Brutbestand 1990/91 vorübergehend durch stark schwankende Wasserstände erloschen war, verzeichnen wir heute wieder stabile Brutpaarzahlen (2016: 90 Paare).

Lebensweise

Der Löffler ist ein tag- und dämmerungsaktiver Vogel. Er schätzt Gesellschaft und ist somit ein klassischer Koloniebrüter, der auch gemeinsam mit anderen Arten (z.B. Silberreiher, Kormoran, Zwergscharbe) sein Brutgebiet teilt. Im Seewinkel bevorzugt er den südlichen Teil des Neusiedler Sees, die Kernzone des Nationalparks. Dort findet er ausreichend Altschilfbestände um sein Nest darauf zu errichten. Der Löffler weiß die Nachbarschaft anderer Vögel zu schätzen, so kommt es immer wieder dazu, dass Eindringlinge gemeinsam vertrieben werden. Die Brutpaare bleiben nur für eine Brutsaison zusammen, jedoch ist er auch abseits der Brutzeit gesellig.

 

Wer den Löffler einmal hören möchte muss sich in Geduld üben. Er ist wenig ruffreudig und lässt nur in Erregung ein tiefes „tschock“ ertönen.

Aussehen

Ein etwa reihergroßer, weißer Vogel mit langem an der Spitze löffelförmig verbreitetem Schnabel. Seine Beine sind kräftig und schwarz gefärbt. Im Prachtkleid hat er einen kurz herabhängenden Nackenschopf, einen orangegelben Brustlatz und Kehlfleck, rein weiße Schwingen und einen schwarzen Schnabel mit gelber Spitze. Das Schlichtkleid ähnelt im Erscheinungsbild dem Prachtkleid, jedoch fehlen Schopf und Brustlatz. Die Jungtiere besitzen eine fleischfarbene Bein- und Schnabelfärbung und weisen an den Handschwingen schwarze Spitzen auf. Das Gefieder von Männchen und Weibchen unterscheidet sich nicht in der Färbung.

Nahrung

Bei der Nahrungssuche taucht der Löffler seinen leicht geöffneten Schnabel ins Wasser und führt eine charakteristische Pendelbewegung des Kopfes aus. Mit dieser Technik filtert er seine Nahrung aus dem Flachwasser. Neben kleinen Fischen und Amphibien zählen auch Mollusken, Wasserinsekten und Krebstieren zu seiner Beute. Um ihre Jungen zu füttern, bringen die Elterntiere die Nahrung in ihrem Kehlsack zum Nest und würgen sie wieder aus. Dabei kann man beobachten wie die Jungen nach Futter betteln und mit ihrem Schnabel dabei gegen den orangegelben Fleck unterhalb der Kehle ihrer Eltern stupsen.

Besonderheiten

Man könnte meinen alle Löffler sehen gleich aus, doch da irrt man. Jeder Löffler weist ein ganz individuelles Wiedererkennungsmerkmal auf. Betrachtet man seine gelbe Schnabelspitze genau und vergleicht sie mit anderen Individuen erkennt man, dass jedes Tier eine etwas andere Zeichnung besitzt.

 

Verschiedenste Pigmente sind mitverantwortlich für die Färbung von Vogelfedern. So sind Carotinoide der Grund weshalb es bei einigen Arten zu orangen, roten, gelben oder purpurfarbenen Federn kommt. Carotinoide können jedoch vom Tier nicht selbst erzeugt werden. Die Vögel nehmen sie über ihre Nahrung auf und lagern sie in ihren Federn ein. Bei Löfflern gibt es eine Gelbfärbung im Hals- und Kopfbereich. Von Rosaflamingos ist bekannt, dass sie die Carotinoide, die ihr Federklein rosa färben aus kleinen Krebsen beziehen.

 

Der Loeffler (Platalea leucorodia)
Ausgewachsener Löffler im Flachwasser.
Das St. Martins Rangerteam

Safari Status

Bei der herbstlichen Genuss Safari dreht sich alles ums Thema „Fressen“. Und auch der Löffler ist mit etwas Glück bei der Nahrungsaufnahme zu beobachten! 

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