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Der Raubwürger

Der Raubwürger (Lanius excubitor)

Ein maskierter Wintergast

Der Raubwuerger (Lanius excubitor)
Ein Raubwürger auf der Lauer.

Steckbrief

Verbreitung

Der Raubwürger brütet in insgesamt sieben Unterarten von Nordafrika über das nördliche Mittel- und Westeuropa, mit Ausnahme Großbritanniens und Irlands, bis hinauf in den nördlichen skandinavischen und russischen Raum. Ursprünglich war der Raubwürger in weiten Teilen Mitteleuropas, mit Ausnahme Ungarns, als Brutvogel vorhanden, ist hier durch Lebensraumverlust heutzutage allerdings nur noch vereinzelt anzutreffen. Im Seewinkel trifft man den Raubwürger ausschließlich als Durchzügler oder Wintergast. In Österreich ist er als Brutvogel nahezu ausgestorben.

Lebensweise

Raubwürger sind tagaktiv. Häufig sitzen sie an exponierten Stellen, von wo aus sie Ausschau halten und jagen. Auch der Rüttelflug wird bei der Jagd angewandt. Während der Brutzeit legt der Raubwürger Nahrungsvorräte in der Nähe des Nestes an. Wirbeltiere werden durch Genickbiss getötet. Die Vögel sind ganzjährig territorial. Neben Brutrevieren besitzen sie auch Winterreviere.

Während der Balzzeit sind die Männchen sehr aggressiv, es kommt oft zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Geschlechtern, wobei die männlichen Vögel die dominanten sind. Dieses vor allem vor der Brut gezeigte Verhalten dient vermutlich der Vaterschaftssicherung – ein Fremdgehen der Saisonpartnerin soll damit verhindert werden. Während der Brut wird das auf den Eiern sitzende Weibchen dann vom Partner gefüttert.

Aussehen

Wie alle seine Verwandten aus der Familie der Würger, welche zu den Sperlingsvögeln gehören, hat auch der Raubwürger einen Hakenschnabel, welcher auf seine räuberische Lebensweise hinweist. Männchen wie Weibchen zeichnen sich durch weiß-graues Gefieder am Körper und schwarz-weiß kontrastierten Federn auf Flügeln und Schwanz aus, wobei die männlichen Tiere etwas kontrastreicher gefärbt sind. Besonders auffällig ist die schwarze Augenmaske, welche die Raubwürger tragen, genauso wie bei seinem im Sommer im Seewinkel zu beobachtenden Verwandten, dem etwas kleineren Neuntöter.

Nahrung

Insekten (Käfer/Heuschrecken/Grillen/Hautflügler/Schmetterlinge), aber auch häufig kleine Wirbeltiere (Frösche/Eidechsen/Kleinvögel/Kleinsäuger). In Mitteleuropa hauptsächlich Wühlmäuse und Singvögel (letztere in erster Linie bei Schneelage). Er hat damit das breiteste Nahrungsspektrum unter den europäischen Würgerarten.

Besonderheiten

Der Raubwürger zeigt ein für die Familie der Würger typisches Verhalten: Zwecks Speicherung bzw. Fixierung zur leichteren Zerteilbarkeit wird größere Beute (z. B. Mäuse) auf Dornen aufgespießt oder in Astgabeln eingeklemmt.

 

Der Raubwuerger (Lanius excorbitus)
Ein Raubwürger mit Beute.
Das St. Martins Rangerteam

Safari Status

Der Raubwürger ist besonders bei unseren herbst- und winterlichen Birdwatching-Safars ein regelmäßig beobachteter Vogel. Wenn man ihn sieht, dann sieht man ihn meist auch sehr gut, da er oft recht exponiert auf Hochspannungsleitungen, Baumwipfeln oder Sträuchern sitzt und lange an derselben Stelle verharrt.

 

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