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Die Klebrige Nachtnelke

Die Klebrige Nachtnelke (Silene viscosa)

Klebrige Nachtnelke oder Klebriges Leimkraut 

Die Klebrige Nachtnelke kommt auf trockenen sandigen aber nährstoffreichen Standorten vor und ist leicht salzverträglich. Ab Mai fallen ihre saftig grünen Blütenstände auf den Steppen und Hutweiden des Seewinkels besonders auf. Auch wenn diese Blütenstände so saftig wirken, werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Grund ist, dass die gesamte Pflanze von drüsigen Haaren besetzt ist, die ein klebriges Sekret absondern. So hält sich die Pflanze unliebsame kleine wie große Pflanzenfresser vom Leibe. Der Name Nachtnelke leitet sich von den sich nachts öffnenden Blüten ab. Der Name Leimkraut bezieht sich auf die Absonderung von klebrigen Sekreten am Stängel, die für einige Vertreter der Gattung Leimkraut typisch sind.

Die Klebrige Nachtnelke (Silene viscosa)
Klebriges Leimkraut (Nahaufnahme) von Franz Xaver © Wikimedia Commons

Steckbrief

Aussehen

Die Klebrige Nachtnelke wird bis zu 60 cm hoch. Bis auf die weißen Kronblätter ist die gesamte Pflanze dicht mit drüsigen Haaren besetzt. Die Laubblätter stehen dicht beisammen, sind gegenständig angeordnet und sitzen direkt am Stängel. Die Blattfläche ist schmal lanzettlich und der Blattrand ganzrandig und gewellt. Die 5-zähligen Blüten sitzen auf mehrblütigen kurzästigen Teilblütenständen am straff aufrechten Stängel. Die grünen Kelchblätter sind miteinander verwachsen, die weißen Kronblätter jedoch frei. Die Früchte sind urnenförmige Kapseln, die sich oben öffnen.

Verbreitung

Die Klebrige Nachtnelke ist von Europa über den Kaukasus bis Iran, Pakistan und Indien verbreitet. In Österreich ist sie nur in Niederösterreich und im Burgenland zu finden, wobei die Seewinkler Hutweidelandschaft einen wichtigen Teil des österreichischen Verbreitungsgebiets darstellt. Zerstreute Vorkommen befinden sich auch in Norddeutschland und Dänemark in küstennahen Bereichen. Es wird vermutet, dass Vögel die Pflanze in die nordeuropäischen Küstenbereiche verfrachtet haben.

Lebensweise

Die Klebrige Nachtnelke ist einjährig. Bereits im Herbst bilden sich Blattrosetten aus denen im Frühling die Blütenstände wachsen. Die Hauptblütezeit liegt im Mai und Juni. Die weißen Blüten öffnen sich nachts und strömen einen intensiven Duft aus. Dadurch werden Schwärmer angelockt, die wie Kolibris vor der Blüte in der Luft stehen, Nektar saugen und dadurch die Blüten bestäuben. Am Morgen schließen sich die bestäubten Blüten und am nächsten Abend öffnen sich neue Blütenknospen.

Besonderheiten

Die Pflanze ist dicht mit Drüsenhaaren besetzt, die eine klebrige Substanz absondern. Berührt man sie, kann man das klebrige Sekret spüren. Vorteil davon ist, dass sowohl die großen wie kleine Pflanzenfresser ferngehalten werden. Die großen Pflanzenfresser vermeiden klebrige Substanzen im Maul und die kleinen bleiben einfach kleben und verenden. So können sie nicht mehr an den Blättern fressen oder den Pflanzensaft saugen. Die Insekten werden allerdings nicht verdaut, sondern eben nur getötet. Gegen Ende der Blütezeit ist die Pflanze oft über und über mit toten Insekten aber und auch Staub überzogen. Am intensivsten kleben die Stängel vor bzw. während der Blütezeit, während hingegen nach der Blüte die Stängel langsam ihre Klebkraft verlieren und austrocknen.

Gefährdung

Die Klebrige Nachtnelke ist laut Roter Liste Österreich stark gefährdet.

 

Die Klebrige Nachtnelke (Silene viscosa)
Klebrige Nachtnelke in voller Pracht. (Foto © Alexander Mrkvicka)
Das St. Martins Rangerteam

Safari Status

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