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Die Knoblauchkröte

Die Knoblauchkröte (Pelobates fuscus)

Die Kröte mit dem ganz speziellen Aroma

Knoblauchkröte
© Leander Khil

Steckbrief

Verbreitung und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet der Knoblauchkröte erstreckt sich vom Osten Frankreichs bis Kasachstan. Die nördlichsten Bestände ziehen sich von Dänemark bis etwa zum Baltikum, im Süden ist die Knoblauchkröte in der Po-Ebene, im fast gesamten Ungarn, Südrumänien, Ukraine bis hin zum nördlichen Kaspischen Meer verbreitet. In Österreich beschränken sich die Vorkommen auf die Beckenlagen im Norden und Osten des Landes. Hier bildet der Raum Neusiedler See einen der wichtigsten Verbreitungsschwerpunkte.

 

Knoblauchkröten bevorzugen Landschaften mit lockeren, sandig-lehmigen Böden, wo sie sich leicht eingraben können. Als Laichbiotope benötigen die Tiere stehende, nicht allzu sauerstoffreiche Gewässer, die eine Tiefe von zumindest 30 cm aufweisen sollten. Gerne werden aber auch extensiv bewirtschaftete Kiesgruben mit etwas Ufervegetation oder Fischteiche besiedelt.

Aussehen

Knoblauchkröten gehören zur Familie der Schaufelfußkröten mit typischen Grabschwielen an den Hinterbeinen. Sie sind eher klein – erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von maximal 8 cm, wobei die Weibchen deutlich größer werden als die Männchen. Die Farbe variiert je nach Verbreitungsgebiet, Lebensraum und Geschlecht. Typisch sind dunkle olivbraune, wie scharf abgegrenzte Farbinseln wirkende Flecken auf hellgrauem Hintergrund sowie auch ziegelrote Punkte. Dabei zeigt jedes Exemplar ein individuelles Muster. Dazu kommen die für Kröten typischen Warzen. Der Bauch ist schmutzig-weiß bis hellgrau mit dunklen Sprenkeln. Markant sind auch die gelblichen „Katzenaugen“ mit schwarzer, senkrecht verlaufender Pupille.

Lebensweise

Außerhalb der Laichzeit halten sich Knoblauchkröten vorwiegend an Land auf. Tagsüber befinden sie sich in ihren Erdlöchern, die mit Einbruch der Dämmerung verlassen werden, um an der Oberfläche nach Nahrung zu suchen. Hauptnahrungsquellen sind Insekten, kleine Schnecken und Würmer. Längere Trockenphasen, aber auch die Winterzeit werden in den Erdlöchern überdauert, wobei der Körper nur die lebensnotwendigsten Funktionen aufrechterhält (Trocken- oder Winterstarre).

Fortpflanzung

Zur Laichzeit im April und Mai kann man im nächtlichen Amphibienkonzert manchmal auch den, meist nicht besonders lauten, unter Wasser abgegebenen, Paarungsruf der Knoblauchkröte heraushören. Mit Glück hörte man den Ruf auch tagsüber ganz schwach. Laichschnüre von Knoblauchkröten können bis rund 20 cm lang werden und enthalten rund 1.000, in seltenen Fällen sogar bis zu 3.000 unregelmäßig angeordnete Eier. Die außerordentlich großen Kaulquappen können unglaubliche 19 cm lang werden und schrumpfen bei der Metamorphose wieder zur Adultgröße.

Besonderheiten und Gefährdung

Bei großer Gefahr, beispielsweise wenn sie von einem Storch aufgeschnappt werden, können Knoblauchkröten ein nach Knoblauch riechendes Drüsensekret absondern. Im Idealfall wird die Kröte dann wieder ausgespuckt. Auch bei Berührung durch den Menschen wird oftmals das unangenehme Sekret abgegeben. Zusätzlich verfügt diese Amphibienart über weitere aktive & passive Abwehrmechanismen.

 

Der heimische Knoblauchkrötenbestand ist besonders durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden gefährdet. In Österreich ist die Art als „stark gefährdet“ eingestuft und europaweit streng geschützt.

Knoblauchkröte auf Nahrungssuche
© Elke Schmelzer
Knoblauchkröte im Seewinkel
© Ulrike Hodits

Safari Status

Im Frühjahr, besonders April und Mai, hört man manchmal die Rufe der Knoblauchkröte. Gelegentlich, besonders bei Dämmerungs- und Nachtsafaris, bekommt man die Tiere auch zu sehen. Einen kleinen Knoblauchkrötenbestand gibt es auch um die St. Martins Therme & Lodge.

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