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Die Laubholz-Mistel

Die Laubholz-Mistel (Viscum album)

Die Pflanze des ewigen Lebens

Laubholz-Mistel
Laubholz-Misteln mit Beeren.

Steckbrief

Vorkommen

Die Laubholz-Mistel ist in wintermilden Regionen Europas von Südskandinavien bis Mittel- und Südeuropa verbreitet. In Österreich ist sie die häufigste Mistel-Art. Auch im Seewinkel ist sie regelmäßig zu entdecken. Besonders gerne wächst sie auf Pappeln, Weiden, Apfelbäumen und Robinien. Eichen werden hingegen nur sehr selten besiedelt. Rotbuchen sind resistent gegen Laubholz-Misteln und werden gar nicht besiedelt.

Aussehen

Die Laubholz-Mistel besitzt einen gelbgrünlichen Stamm. Ihre elliptischen Blätter sind immergrün und ledrig. Die Blattnerven verlaufen parallel in Längsrichtung. Die grünlich gelben Blüten sind winzig klein und unauffällig. Sie stehen in den oberen Blattachseln als dichte Knäuel zusammen. Misteln sind zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Ältere Mistelpflanzen können einen Gesamtdurchmesser von bis zu einem Meter erreichen. Die weißen beerenähnlichen Früchte sind einsamig und enthalten keinen durch eine Samenschale geschützten Samen, sondern einen flachgedrückten Embryo. Das durchscheinende Fleisch ist schleimig, zäh und klebrig und enthält Viscin. Viscin ist auch dafür verantwortlich, dass die Masse klebrige Fäden zieht und nicht so leicht abreißt.

Bestäubung & Samenausbreitung

Die unauffälligen Mistelblüten öffnen sich zwischen Jänner und März. Auch wenn sie in der kalten Jahreszeit blühen, werden sie dennoch von Insekten bestäubt. Sobald es Plusgrade hat, werden auch einige Insektenarten aktiv und besuchen die Blüten. Bei Misteln duften männliche Blüten stärker als weibliche. Wichtige Bestäuber der Misteln sind verschiedene Fliegen-Arten. Hummeln, die auch bei geringeren Temperaturen fliegen, spielen eine sehr geringe Rolle. Misteln wachsen hoch in den Baumkronen, aber wie gelangen sie dort hin? Dabei helfen Vögel, die die Früchte der Misteln gerne fressen. Nach der Darmpassage wird dann der Embryo der Mistel wieder ausgeschieden. Mit etwas Glück landet der Vogelkot mit den Mistelsamen wieder auf einem Ast. Die schleimigen Fäden, die ebenfalls die Verdauung überstehen, dienen als Klebstoff und halten die Samen auf den Ästen. Wichtige Verbreiter sind Drosseln. Mönchsgrasmücken hingegen lösen den Embryo aus und fressen nur das Fleisch. Der Embryo wird abgestreift und klebt dann an den Ästen.

 

Bei der Keimung krümmt sich der unterste Abschnitt der Sprossachse Richtung Rinde. Dort wächst er zu einem Saugorgan aus und dockt an das Wasserleitungssystem des Baumes an. Im Laufe der Zeit bildet sich daraus eine Primärwurzel, die mit dem Dickenwachstum der Äste immer weiter in die Leitungsbahnen der Bäume hineinwächst. So kann die Mistel auch ohne Bodenkontakt Wasser und Nährsalze aus dem Boden aufnehmen. Sie nutzt das Wasserleitsystem des Baumes. Mit Hilfe des Chlorophylls stellt sie die benötigten organischen Kohlenstoffverbindungen aber selbst her und schädigt den Baum nicht wesentlich. Erst wenn Äste sehr stark von Misteln befallen sind, kann es zum Absterben der Äste auf Grund von Wassermangel kommen.

Besonderheiten

In den Kronen der Laubbäume gibt es nicht das ganze Jahr über optimale Bedingungen. Im Sommer tragen die Baumkronen Blätter und nur wenig Licht kommt zu den Mistelpflanzen. Ihre Wachstumsphase liegt daher in der kalten Jahreszeit während frostfreier Perioden. Sie nutzen hier das Licht, das in die Baumkronen dringt, wenn die Bäume kahl sind, bzw. das Blätterdach noch nicht vollständig entfaltet ist. Misteln blühen zwischen Jänner und April. Die Früchte reifen allerdings erst nach ca. 9 Monaten im Dezember.

Mythologie

Um Misteln ranken sich viele Mythen. Die immergrüne Pflanze hat die Menschen schon immer fasziniert. Sie wurde deshalb zum Symbol des ewigen Lebens und auch der Fruchtbarkeit. So ist es teils heute noch Brauch sich unter dem Mistelzweig zu küssen, wenn man sich darunter trifft. Misteln werden auch gern als Weihnachtsdekoration verwendet..

Misteln sind uralte Zauber- und Heilpflanzen.
Misteln sind uralte Zauber- und Heilpflanzen.

Safari Status

Laubholz-Misteln sind überall im Seewinkel häufig zu sehen. Gerade jetzt, wenn die Laubbäume ihre Blätter verlieren, kann man bei einer geführten Seewinkel-Safari einen guten Blick auf die Misteln erhaschen.

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