Wechselkröte

Bufotes viridis
Wechselkröte

Wechselkröte

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker!

Hallo, ich bin es die Wechselkröte. Ich bin das Amphib des Jahres 2022 und bei mir ist der Name Programm. Ich bin zwar leicht an meiner typischen Färbung zu erkennen, aber ich kann mich an meine Umgebung anpassen und je nach Untergrund bin ich dann etwas heller oder dunkler gefärbt. Vielleicht kennst du mich aber auch unter dem Namen „Grüne Kröte“.

Einst war ich in den trockenwarmen und sandigen Gebieten des Seewinkels eine häufig anzutreffende Art aber Lebensraumverluste und extreme Trockenperioden haben mir in den letzten Jahren stark zugesetzt. Wie zahlreiche andere Amphibien bin ich mittlerweile in Österreich auf der Roten Liste und werde europaweit als streng zu schützende Art eingestuft.

Lesen Sie einfach weiter um mehr über mich zu erfahren!
Ihre Wechselkröte Bufotes viridis

Aussehen

Mit ihrem Fleckenmuster ist die Wechselkröte unverkennbar. Weibchen werden bis zu 10 cm groß während die kleineren Männchen nur eine Größe von etwa 8 cm erreichen. Die Grundfarbe ist hellgrau, weißlich bis hellbraun. Davon hebt sich auf der Oberseite ein dunkelgrünes Fleckenmuster sowie rötlich gefärbte Warzen deutlich ab. Der Bauch ist hellgrau mit kleinen dunkleren Flecken. Je nach Untergrund, Licht und Temperatur kann die Wechselkröte ihre Grundfarbe insoweit ändern, dass ein hellerer oder dunklerer Gesamteindruck entsteht und die Kröte so weniger leicht entdeckt werden kann. Oft sind die Weibchen kontrastreicher gezeichnet als die Männchen.

Die Haut ist, typisch für Kröten, trocken und warzig, parallel hinter den Augen verlaufen längliche Ohrdrüsen. Die zitronengelbe bis grünliche Iris ist schwarz gesprenkelt und spannt eine waagerechte, elliptische Pupille auf. Die Männchen haben eine einzelne Kehl-Schallblase.

Die Kaulquappen werden bis 45 mm lang, sind grau-olivbraun mit dunklen Sprenkeln. Sie werden mit der Zeit allerdings, im Gegensatz zu anderen Kröten-Kaulquappen, immer heller.

Lebensweise

Im März bis April beginnt die Laichzeit und damit die Wanderung aus den Winterquartieren zu den Laichgewässern. Wechselkröten gelten als sehr wanderfreudig und können mehrere Kilometer entfernt vom Laichgewässer überwintern.

Außerhalb der Paarungszeit leben Wechselkröten an Land. Im Frühling und Sommer ist die Wechselkröte überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und versteckt sich tagsüber gerne unter Brettern, Steinen oder gräbt sich ein.

Nach der Laichzeit verlassen die Kröten die Gewässer sehr schnell. Den Sommer verbringen sie in Feuchtwiesen und lichten, extensiv genutzten Laubwälder, die auch mehrere Kilometer von ihrem Laichgewässer liegen können.

Zum Überwintern von Oktober bis März gräbt sich die Wechselkröte frostsicher im Boden ein oder versteckt sich unter „Schilfmandln“ oder Ansammlungen von Material wie Steinhaufen, Laub, oder Totholz. Die Nahrung besteht aus Spinnen, Insekten, Würmer und Weichtieren.

Fortpflanzung

Ab April beginnen die Männchen angenehm, melodisch trillernd zu rufen. Der Ruf wird ständig lauter und erinnert an Vogelgezwitscher oder auch das Zirpen einer Maulwurfsgrille. Weibchen kommen nur für kurze Zeit zur Eiablage ans Wasser. Insgesamt legt jedes Weibchen zwischen 5.000 und 15.000 Eiern. Die schwarzbraunen Eier befinden sich in einer Laichschnur, die zwei bis fünf Meter lang werden kann. Nach drei bis fünf Tagen schlüpfen die Kaulquappen und je nach Wassertemperatur entwickeln sich die Bräunlich-grünen Kaulquappen in 6-12 Wochen zu Jungkröten, die sofort an Land gehen.

Die Lebenserwartung liegt bei etwa 10 Jahren. Die älteste, bekannte (in Gefangenschaft lebende) Wechselkröte wurde 28 Jahre alt.

Lebensraum

Als wärmeliebende Art bevorzugt die Wechselkröte offene, besonnte und trockene Ruderalflächen, Brachen, Wiesen und Äcker. Während des heißen Sommers vergraben sich die Kröten untertags in der Erde und bevorzugen daher lockeres, sandiges Substrat. Wechselkröten gehen ausschließlich zur Laichzeit ins Wasser. Als Laichgewässer dienen seichte, stehende, vegetationsarme Gewässer wie größere Pfützen, Teiche oder Überschwemmungsflächen. Selbst gegenüber höherem Salzgehalt sind sie unempfindlich, weshalb sie sich auch in den Seewinkler Salzlacken entwickeln können.

Durch die zunehmende Zerstörung ihrer ursprünglichen Lebensräume weichen Wechselkröten immer mehr auf sogenannte sekundäre Lebensräume wie Tageabbaustätten, Kies- und Sandgruben oder Steinbrüche aus. Diese stehen aber nur so lange zur Verfügung, wie sie vom Menschen genutzt werden. Immer öfter werden daher Maßnahmen gesetzt um bestehende Lebensräume für Wechselkröten und andere Amphibien zu schützen bzw. neue entstehen zu lassen.

Da Wechselkröten jedes Jahr mehrere Kilometer auf Wanderschaft sind, sind Vernetzungen der einzelnen Lebensräume, wie Laichgewässer, Feuchtwiesen oder Winterquartier, durch Korridore für sie besonders wichtig.

Verbreitung

Die Wechselkröte kommt von Mittel- und Südosteuropa bis nach Zentralasien vor. Auch in Nordafrika und den großen Inseln im Mittelmeer ist sie anzutreffen. Dabei bewohnt sie vor allem das Flachland und ist in Höhenlage über 400m nur selten anzutreffen. Im Norden dringt die Wechselkröte bis an die Ostsee vor, wo sie in flachen, fischfreien Tümpeln mit Brackwasser laicht.

In Österreich liegt der Verbreitungsschwerpunkt in den östlichen Tieflagen. Von hier zieht er sich über die Steiermark bis ins Klagenfurter Becken und ins Donautal Oberösterreichs.

Wann und Wo?

Die Wechselkröte ist die häufigste Kröte im Seewinkel. Sie lassen sich vor allem im März und April bei höheren Wasserständen gut an den Rändern der größeren und kleineren Seewinkler Lacken beobachten. Mit etwas Glück entdeckt man die wunderschönen Tiere auf einer Kleinen oder Großen Entdeckertour oder einer der Familien-Safaris einfach zufällig bei einem Stopp an einer Lacke.

Eine Verwechslungsgefahr würde übrigens hier in Österreich lediglich mit der Kreuzkröte bestehen, die hat allerdings eine helle, gelbe Linie am Rücken.  Weiters ist die Kreuzkröte in Österreich extrem selten, fehlt im Seewinkel generell und kommt österreichweit überhaupt nur im nördlichsten Waldviertel an der Lainsitz und im Tiroler Lechtal vor. Die deutlich größere Erdkröte, die im gesamten Österreich verbreitet ist, zeichnet sich durch einen plumperen Körper aus und ist eine einfarbig braune bis olivgrüne Kröte. Die Erdkröte bewegt sich auch langsamer und wirkt weniger agil als die Wechselkröte.

Safari-Status

Da die Wechselkröte im Seewinkel die häufigste Kröte ist, kann man im Frühling den Ruf der Männchen in feuchten Jahren an vielen Stellen hören. Dann kann man einem dieser hübschen Tiere fast überall begegnen, wenn sie sich auf ihren Wanderungen zu oder von den Laichgewässern machen.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie Videos mit besonderen Inhalten zum Raubwürger.

Rufendes Männchen

Erdkröte vers. Wechselkröte

St. Martins Therme & Lodge

Auch auf dem Gelände der St. Martins Therme & Lodge findet sie geeignete Lebensräume z.B. an der renaturierten Pimetzlacke. Während der Balz im Frühling kann man in der Dämmerung immer wieder den melodisch trillernden Ruf der Wechselkrötenmännchen hören, und das sogar im Ententeich des hauseigenden Ökopädagogischen Stalls und auch in den kleinen Tümpeln vor dem Eingang zur Therme. Auch rund ums Haus sieht man in den Abendstunden gelegentlich wandernde Wechselkröten, die sich auf den Weg zu einem Laichgewässer gemacht haben.

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 31. März 2022. . Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Wie alt können Wechselkröten im Allgemeinen werden?*
Warum können Wechselkröten auch in den Seewinkler Lacken ablaichen?*
Wie lang werden die Laichschnüre?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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