Zander - Sander lucioperca

Aktuelle Entdeckung
Aktuelle Entdeckung
  • Safari
  • Aktuelle Entdeckungen

Zander

Filtern

Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker,

wenn ich mich vorstellen darf. Ich bin der Zander, oder auch Fogosch, und bin der größte Barsch in europäischen Süßgewässern. Dass ich zu den Barschen gehöre, kann man auch gleich an meiner zweigeteilten Rückenflosse erkennen.

Im Osten Österreichs, vor allem rund um den Neusiedler See, aber auch an der Donau, bin ich wahrlich in aller Munde. Einige von Ihnen werden einen meiner Artgenossen vielleicht schon gegessen haben. Gegrillt oder gebraten sind wir besonders beliebt. Ursprünglich war ich nur in den nördlichen und östlichen Regionen Europas beheimatet, aber durch Zucht und Besatz bin ich inzwischen fast überall in Europa verbreitet. Ich bevorzuge stehende oder ruhig fließende Süßgewässer, bin aber auch in den brackigen Regionen der Ostsee, den sogenannten „Haffen” und „Bodden” zu finden. Es stört mich auch gar nicht, wenn das Wasser etwas trüb ist, denn ich kann auch dort ausgezeichnet sehen. So bin ich auch im Neusiedler See eine häufig vorkommende Fischart.

Mehr spannende Informationen über mich erfahren sie hier.

Ihr Zander (Sander lucioperca)

  • Körperlänge: 40 - 50 cm, in seltenen Fällen kann er bis 130 cm lang werden
  • Gewicht: bis zu 19 kg (wobei Männchen etwas schneller wachsen als Weibchen)
  • Fortpflanzug: April-Juni
  • Alter: bis zu 20 Jahre
Aussehen

Der Körper ist langgestreckt und spindelförmig. Der Rücken erscheint grünlich-grau, der Bauch ist hell. Dazu kommen Querbänder, die von oben nach unten heller werden und verblassen. Wie alle Barschartigen hat der Zander eine zweigeteilte Rückenflosse, die zum Teil transparent ist.

Der Kopf ist zugespitzt und endet in einer tiefen Maulspalte, die bis hinter das Auge reicht. Das Maul ist unregelmäßig mit extrem spitzen Fangzähnen bezahnt. Die Brustflossen sind transparent und bauchständig. Die große Schwanzflosse ist symmetrisch.

Mit einer Körperlänge von bis zu einem halben Meter ist der Zander der größte Barsch in europäischen Süßgewässern. Obwohl er in einigen Gegenden auch „Hechtbarsch” genannt wird, hat er verwandtschaftlich nichts mit dem Hecht zu tun. Auch Kreuzungen dieser Arten gibt es nicht.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung erfolgt im April und Mai (ev. bis Juni) bei Wassertemperaturen von 10 – 12°C. Zander werden mit 2 - 5 Jahren mit einer Körpergröße von 30 - 40 cm geschlechtsreif. Das Männchen legt in Ufernähe in ca 1,5 m Wassertiefe eine Laichmulde im Kies am Boden an. Dazu reinigt es den Untergrund von Schlamm und Pflanzenresten. Diese Laichgruben haben einen Durchmesser von etwa 50 cm und können 5 - 10 cm tief sein.

Das Weibchen legt anschließend die klebrigen Eier in Form von Klumpen in die vom Männchen angelegte Laichmulde. Dort werden diese vom Männchen besamt. Die Befruchtung erfolgt im freien Wasser. Ein Weibchen legt etwa 150.000 bis 200.000 Eier je Kilogramm Körpergewicht ab. Nach etwa 7 Tagen schlüpfen die Jungfische. In dieser Zeit bewacht das Männchen das Nest und fächert mit seiner Schwanzflosse frisches Wasser zu. Dabei nimmt es selbst keine Nahrung auf.

Nahrung

Nach dem Schlüpfen ernähren sich die Fischlarven zuerst von ihrem Dottersack. Ist dieser aufgebraucht, beginnen die Jungfische Zooplankton (z.B.: kleine Krebse, Insektenlarven) und auch Fischbrut zu fressen. Der Zander ist ein Raubfisch, der Jagd auf andere Fische macht. Beliebte Beutefische sind kleine karpfenartige Fische wie Rotaugen, Rotfedern aber auch andere Barschartige. Da Zander eine für ihre Körpergröße relativ enge Maulspalte haben, fressen sie eher kleine Beutefische bis zu einer Größe von ca. 10cm.

Der Zander ist ein Fisch des freien Wassers und daher in ufernahen Flachwasserzonen nur selten zu finden. Lichtscheu sucht er tagsüber tiefere Bereiche auf und beginnt erst mit der Dämmerung alleine oder in kleinen Trupps mit der Jagd. Dank einer reflektierenden Pigmentschicht im Auge kann der Zander nachts hervorragend sehen und findet seine Beute auch bei sehr schwachem Licht. Er nutzt aber nicht nur seine scharfes Sehvermögen, sondern auch sein sehr gutes Gehör

Vorkommen & Lebensraum

Ursprünglich erstreckte sich der Lebensraum des Zanders von der Elbe ostwärts bis zum Aralsee. Durch Besatzmaßnahmen ist er aber in den letzten 100 Jahren auch in Westeuropa heimisch geworden.

Der Zander bevorzugt durch Plankton getrübte Seen, Teiche und ruhige Fließgewässer mit festem Boden. Obwohl er eigentlich ein Süßwasserfisch ist, verträgt er auch einen leichten Gehalt an gelöstem Salz im Wasser und man findet ihn so auch in den brackigen Flußmündungen der Ostsee.

Junge Zander sind häufig in kleinen Gruppen unterwegs, während große Exemplare eher Einzelgänger sind, die sich auch in deutlich tieferen Regionen des Freiwassers aufhalten. Kapitale Zander meiden Uferbereiche und zu dicht bewachsene Teile der Gewässer.

Befischung

In manchen Binnengewässern und auch in der Ostsee wird Zander viel gefischt. In der Ostsee sind die Fangmengen aber stark zurückgegangen. Von vielen Gewässern gibt es keine ausreichenden Daten aber man nimmt an, dass ohne regelmäßige künstliche Besatzmaßnahmen eine Aufrechterhaltung der Zanderbestände vermutlich dort nicht möglich wäre.

Da der Zander ein Raubfisch ist und somit an der Spitze der Nahrungskette steht, führt sowohl die kontinuierliche Entnahme als auch der Besatz mit Zander mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Veränderungen der Lebensgemeinschaften.

Auch in Österreich ist der Zander ein beliebter Fang bei den Sportfischern. In Wien darf er allerdings vom 1. April bis 31. Mai nicht gefangen werden. Im Burgenland dauert die Schonzeit von 1. April bis 30. April. Wenn der gefangene Fisch unter 45 cm misst (=Brittelmaß) muss er, auch außerhalb der Schonzeit, möglichst schonend wieder ins Wasser entlassen werden

Da der Zander ein dämmerungs- und nachtaktiver Fisch ist, ist er in freier Natur nur selten zu beobachten. Tagsüber hält er sich in tieferen Wasserschichten auf. Meist ist das Wasser aber so und so zu trüb, um diesen Fisch überhaupt sehen zu können. Mit etwas Glück kann man aber junge Zander in kleinen Gruppen zwischen den Pflanzen der ufernahen Flachwasserzone zu Gesicht bekommen.

Unsere Individuelle Wassererlebnissafari bietet Ihnen eine wunderbare Gelegenheit mehr über den Zander, aber auch die anderen Fischarten des Neusiedler Sees zu erfahren. Bei dieser Safari tauchen Sie buchstäblich in die Geheimnisse der Seewinkler Gewässer und auch des Neusiedler Sees ein und können anhand von kleinen Versuchen die besonderen Eigenschaften dieser Gewässer kennen lernen. Eine entspannte Bootsfahrt am Neusiedler See rundet diese 3,5-stündige Safari zum Thema Wasser ab.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie Videos mit besonderen Inhalten zum Zander.

Männlicher Zander beim Bewachen der Laichmulde:

Zander am Gewässergrund:

Zander und Hecht beim Jagen:

Lebensraum St. Martins Therme & Lodge

Der See der St. Martins Therme & Lodge ist mehrere Meter tief. Da Zander nachtaktiv sind, entziehen sie sich meist unseren Blicken. Bei einem Spaziergang am Entdeckerpfad kann man aber gelegentlich junge Zander sehen, die in den Wasserpflanzenbeständen der Uferzone Jagd auf Jungfische machen. Am häufigsten zeigen sich an unserem See die Karpfen, die sowohl von der Terrasse der Darwins Bar als auch von den Restaurantterrassen gut zu beobachten sind. Mit etwas Glück besteht aber dennoch die Chance in der Dämmerung dort auch einen Blick auf einen Zander zu erhaschen. Auf der Terrasse der Darwins Bar informieren Sie überdies Tafeln über den Zander und auch die anderen im St. Martins See vorkommenden Fischarten.

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 31. Juli 2021. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Wie alt kann ein Zander werden? Bis zu*
Was zählt zum typischen Nahrungsspektrum des adulten Zanders?*
Wie viele Eier legt ein Weibchen während der Laichzeit?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
+
x

Thermenauslastung

FREIE KAPAZITÄT
Um Ihren Platz zu garantieren, empfehlen wir eine RESERVIERUNG 

x

UNBESCHWERTER URLAUB, MAXIMALE SICHERHEIT

Ab sofort OHNE Maske!
TROTZDEM VOLLER SCHUTZ