Die Große Salzmelde - Suaeda pannonica

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Eine salzige Schönheit

Die Große Salzmelde ist ein wahrer Spezialist. Während andere Pflanzen bei zu hohem Salzgehalt das Wasser ausgeht, können Salzmelden ohne Salz gar nicht erst wachsen. In der Wissenschaft spricht man von obligaten Halophyten. Wenn die Lacken austrocknen, wachsen sie in den salzhaltigen Lackenböden. Im Seewinkel gibt es zwei Arten von Salzmelden. Die Große Salzmelde (Suaeda pannonica) ist die häufigere Art.

Aussehen

Die Große Salzmelde ist einjährig. Sie verzweigt sich vom Grund auf und kann bis zu 40 cm hoch werden. Der Stängel ist zur Fruchtreife oft rotbraun verfärbt. Die Laubblätter sind im Durchschnitt von 20–30mm lang und 1,5–2 mm breit, sukkulent, walzenförmig und gebogen bis fast sichelförmig, wobei sie oberseits konkav und unterseits konvex sind. Die Blätter sind fleischig und zu Beginn meist rötlich zur Furchtreife aber grünlich grau gefärbt. Die Blüten sitzen in den Achseln der oberen Blätter und stehen in Knäueln aus drei bis sieben Blüten zusammen, die wiederum in scheinährigen Blütenständen zusammensitzen.

Lebensweise

Salzmelden werden meist durch den Wind bestäubt, können sich aber auch selbst bestäuben. Die Blütezeit der Großen Salzmelde reicht von Juli bis September (Oktober), die Fruchtreife reicht von September bis Oktober. Salzmelden sind einjährig. Wenn die Lacken mit Wasser gefüllt sind, dann überdauern die Samen im Schlamm am Grund der Lacke. Sie können mehrere Jahre „warten“, bis die Lacke wieder austrocknet. Erst dann ist eine Keimung möglich.

Verbreitung

Die Große Salzmelde ist ein Vertreter der pontisch-pannonischen Florenregion – sie erstreckt sich von Ostösterreich über die ungarische Tiefebene, Siebenbürgen, die Vojvodina und die Ukraine bis nach Südsibirien. In Österreich kommt sie nur im Seewinkel vor und ist als gefährdet eingestuft. Neben der Großen Salzmelde kommt auch noch die viel seltenere Kleine Salzmelde (Suaeda prostrata) vor.

Besonderheiten

Zu hoher Salzgehalt im Boden führt bei den meisten Pflanzen unweigerlich zum Absterben. Das große Problem ist, dass das Wasser fehlt. Es kann nicht aus dem Boden aufgenommen werden, bzw. strömt aus der Pflanze in den Boden, da die Konzentration an Ionen im Boden höher ist als im Pflanzenkörper selbst. Die Folge ist das Austrocknen der Zellen und somit der Tod der Pflanze.

Die Große Salzmelde, als obligater Halophyt, schafft es auf teils stark salzhaltigen Böden zu wachsen, wo sonst nur noch wenige andere Pflanzen in der Lage sind, zu gedeihen. Bei zu hohem Salzgehalt fällt aber auch sie aus. Das Wachstum der Salzmelden wird durch moderate Salzgehalte sogar gefördert. Die Salz-Melde nimmt, um das Salz zu verdünnen, gegen das Konzentrationsgefälle, Wasser aus dem Boden auf und lagert es in den Pflanzenkörper ein. Als Speicherort dienen die Blätter, die dadurch im Laufe des kurzen Lebens immer fleischiger werden.

Safari Infos

Gerade im September beeindrucken Salzmelden an vielen Lacken durch ihre teils flächendeckenden weinroten Bestände. Mehr über die besonderen Lebensräume der Seewinkler Sodalacken und ihre spezielle Pflanzen- und Tierwelt erfahren Sie bei der Herbst-Special-Safari „Salzlacken und ihre Bewohner“, wo Sie auch die Salzmelden und andere typische Salzpflanzen kennen lernen können.

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