Der Feldsperling - Passer montanus

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Ein Allerweltsvogel auf dem Rückzug

Der „Feldsperling“ ist ein Singvogel aus der Familie der Sperlingsvögel. Er zählt zu den häufigsten Vogelarten Europas, gilt bei uns aktuell noch als „nicht gefährdet“, wobei vor allem in Mittel- und Westeuropa Bestandsrückgänge zu verzeichnen sind.

Aussehen

Auf den ersten Blick als typischer „Spatz“ erkennbar, unterscheidet er sich vom Haussperling durch die etwas geringere Größe, den kleineren Schnabel und den isolierten dunklen Wangenfleck. Ein weiterer, grundsätzlicher Unterschied zu seinem etwas größerem Verwandten ist, dass beim Feldsperling die Geschlechter ident aussehen, während es beim Haussperling deutliche Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt. Feldspatzen erreichen eine Länge von maximal 14 cm, eine Flügelspannweite von 20-22 cm und ein Gewicht von etwa 20-30 g.

Verbreitung

Den Feldsperling mit seinen insgesamt 10 Unterarten gibt es fast in ganz Europa außer in Island, dem Großteil Irlands und den nördlichsten Abschnitten Skandinaviens und Sibiriens. Insgesamt ist der Feldsperling fast über die gesamte eurasische Landmasse bis Japan, die Philippinen und Indonesien verbreitet. In Indien und dem arabischen Raum fehlt er weitgehend, mit Ausnahme kleiner, inselhafter Vorkommen.

Lebensraum & Nahrung

Feldspatzen sind anspruchslos: Es reichen schon kleine Flächen offenen Kulturlandes mit einigen Hecken oder Bäumen, man findet sie in Obst- und Weingärten, Parks, Gärten und am Rande von Dörfern und Städten. In dicht besiedelten Gebieten ist er, im Gegensatz zum Haussperling, kaum anzutreffen.

Auch bei der Nahrung zeigt sich der Feldsperling unkompliziert. Das Nahrungsspektrum reicht von Insekten und Spinnen im Sommerhalbjahr, bis zu verschiedenster pflanzlicher Nahrung (v.a. Sämereien) im Winterhalbjahr. Zivilisationsabfälle gehören dort zu seiner Nahrung, wo er in unmittelbarer Nähe zum Menschen lebt.

Fortpflanzung

Als Höhlenbrüter bevorzugt der Feldsperling Baumhöhlen, Mauerlöcher, Dachnischen und gerne auch Nistkästen. Er nutzt sogar den Unterbau großer Greifvogel-, Storchen- oder Reihernester, wo er zwischen den Zweigen nistet. Selten und nur in sehr dichten Gebüschen brüten Feldsperlinge auch in freistehenden Nestern. Brutbeginn ist meist Ende März, bis zu 3 Jahresbruten sind möglich. Ein Gelege besteht aus durchschnittlich 5 Eiern, nach knapp 2 Wochen schlüpfen die Jungen, die nach 16-18 Tagen das Nest verlassen. Meist leben Feldsperlingspaare in monogamen Dauerehen.

Gefährdung

Trotz seiner Häufigkeit ist der Bestand des Feldsperlings in manchen Gebieten rückläufig. Hauptgründe sind Lebensraum- und Nahrungsverlust durch intensive Landwirtschaft und Flächenverbauung, Rodung von Feldgehölzen sowie der Einsatz von Pestiziden und der damit einhergehende Mangel an Insekten. Wegen gezielter Verfolgung, z.B. in China (wo er mitunter als Ackerschädling gesehen wird) steht der Vogel in einigen Regionen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Feldsperlings-Patenschaft

Da Feldsperlinge um die St. Martins Therme & Lodge noch sehr häufig sind, widmen wir dem Spatzen und seiner Lebensweise ein eigenes Forschungsprojekt. Wir wollen Fragen zu Ausbreitung, Populationsschwankungen und Reproduktionsrate dieser Art beantworten. An unserer Beringungsstation werden Feldsperlinge daher zusätzlich mit einem gelben Farbring markiert, der mit dem Fernglas abgelesen werden kann. Sie können die Patenschaft für einen markierten Feldsperling übernehmen und damit das Projekt unterstützen. Der Reinerlös Ihrer Spende von € 50,- geht zudem an BirdLife Österreich. Bei Interesse oder für weitere Informationen sind die St. Martins Ranger unter 02172/20500-671 bzw. naturerlebnis@stmartins.at gerne für Sie da.

Safari Infos

Speziell an der Vogelberingungsstation ergibt sich häufig die Gelegenheit, den Feldsperling zu sehen. Die Unterschiede zum Haussperling lassen sich am Besten bei einer Birdwatching-Safari thematisieren.

Besonders an den Ortsrändern sind beide oft gemeinsam anzutreffen und gut zu vergleichen.

Safari Gewinnspiel

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