Die Rotbauchunke - Bombina bombina

Aktuelle Entdeckung
Aktuelle Entdeckung
  • Safari
  • Aktuelle Entdeckungen

Eine heimischer Rufer

Die Rotbauchunke ist in den östlichen Niederungen Österreichs beheimatet. Die Männchen fallen schon von Weitem durch ihre lauten Rufe auf, aber dennoch sind sie schwer zu sehen. Versucht man den Rufen zu folgen, verstummen sie oft und sind durch ihre Tarnfarbe unsichtbar. Bei Gefahr gehen Unken in die sogenannte ‚Kahnstellung‘, in der sie sich flach machen, den Rücken durchdrücken und Arme und Beine nach oben verdrehen, um die Warnfarben der Unterseite zu präsentieren.

Aussehen

Kleiner, bis 5 cm großer, krötenähnlicher Froschlurch, flacher Körper; Haut auf Oberseite warzig und hell- bis dunkelgrau oder braun, selten auch grünlich, Bauchseite glatt mit leuchtend orangefarbenen bis roten Flecken und vielen weißen Punkten in dunkler, fast schwarzer Grundfarbe und herzförmigen Pupillen.

Nahrung

Mückenlarven, Käfer, Wanzen, Ameisen, Springschwänze, Wasserasseln, Spinnentiere und Schnecken.

Lebensweise

Stark wassergebundene, wärmeliebende Art; Im Frühling Besiedlung der Laich- und Wohngewässer (April-September); Paarungs- und Laichzeit von Anfang April bis Ende Juli. Sogar bis August weithin hörbare Chöre der rufenden Männchen (melancholisch aber melodisches Uhh…uhh…uh…); Ein Weibchen kann sich mehrmals pro Jahr verpaaren und Eier legen. Während der Paarung kann das Männchen das Weibchen stunden- bis sogar tagelang umklammern. Das Weibchen legt im seichten Wasser in etwa 10 bis 20 cm Tiefe 60 bis 200 stark klebrige Eier einzeln oder in Klumpen an Wasserpflanzen ab. Nach 5 bis 9 Tagen schlüpfen Kaulquappen, die nach ein paar Tagen schwimmen und zu fressen beginnen. Entwicklung der Kaulquappen zu Unken im Sommer (Juli-September); Von August bis September leben erwachsene Unken sehr versteckt und sind dämmerungsaktiv. Ab September Winterruhe frostgeschützt an Land, im Boden eingegraben oder z.B. unter Ablagerungen von Material, z.B. auch „Schilfmandln“.

Lebensraum

Von der Osthälfte Europas bis zum Ural; Bewohner des Tieflandes im östlichen Österreich (W, NÖ, B, Stmk ) meist unterhalb von 200-300 m . ü. M. Sonnenexponierte stehende Gewässer wie Altarme, Wassergräben, Tümpel und Überschwemmungsflächen.

Besonderheiten

Unken stoßen bei Gefahr ein giftiges Sekret über die Haut ab und nehmen eine tellerförmige Warnhaltung ein (Unkenreflex). Trotz dieser Abwehrreaktion werden die Unken von Ringelnattern, Störchen, Reihern und auch Eulen gefressen.

Gefährdung

Die Zerstörung oder Beeinträchtigung von Kleingewässern durch Zuschüttung, Grundwasserabsenkung oder Eintrag von Müll, Dünger und Umweltgiften gefährden die Rotbauchunke. Insbesondere während der Wanderungen, etwa vom Winterquartier zum Laichgewässer, erfahren Rotbauchunken und andere Amphibien häufig Verluste durch den Straßenverkehr.  

Safari Infos

Die Rotbauchunke ist im Seewinkel bei hohen Wasserständen durchaus häufig anzutreffen. Ab April sind die rufenden Chöre der Männchen vor allem an den Lacken und Gewässern des Seewinkels kaum zu überhören. Mehr über die Lautäußerung der Unken und auch anderer Bewohner des Gebiets können Sie bei der Tierstimmen-Safari erfahren.

Aktuelle Termine finden Sie beim Safari-Wochenprogramm auf unserer Homepage.

Safari Gewinnspiel

Melden Sie sich jetzt zu unserem Newsletter an und lernen Sie jeden Monat ein neues Natur-Highlight aus dem Seewinkel kennen. Neben abenteuerlichen Entdeckungen von unseren St. Martins Rangern, haben Sie  jeden Monat die Möglichkeit an unserem Safari-Gewinnspiel teilzunehmen. Zu gewinnen gibt es jeweils eine exklusive Safari für zwei Personen durch den Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel.

Diese Website setzt anonymisierte Cookies ein, um die Webseite bestmöglich an die Bedürfnisse unserer Besucher anpassen zu können. Indem Sie weiter auf dieser Website navigieren, stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Sie können sich jederzeit auf dieser Seite austragen: Datenschutz
Ich stimme zu. Benachrichtigung schließen.