Der Feldhamster & die Ziesel

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Feldhamster & Ziesel

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker!

Schauen Sie uns beide doch mal genau an! Können Sie Gemeinsamkeiten entdecken? Auch wenn wir auf den ersten Blick unterschiedlich aussehen, zählen wir beide zu der großen Gruppe der Nagetiere. Unser wohl bekanntestes Merkmal sind die markanten Nagezähne, jeweils zwei oben und zwei unten, die ein Leben lang wachsen und durch das Nagen, z.B. an hartem Futter, ständig abgenutzt werden und so in der Länge konstant bleiben. Grade im Osten Österreichs sind wir beide schon lange eure Wegbegleiter, wir waren aber nicht immer gern gesehene Gäste und wurden durchaus früher als Schädlinge verfolgt. Heute ist das freilich anders.

Beide Arten, Ziesel und Feldhamster sind in der Roten Liste Österreichs zu finden und sind somit geschützt. Heute stellt der Verlust der Lebensräume eine große Gefahr dar. Wir sind, um zu überleben, auf den Erhalt unserer letzten noch vorhandenen Flächen angewiesen.

Aber nun genug geredet, das St. Martins Outdoor-Team hat alles Wissenswerte rund um uns in kompakter Form aufbereitet. Informieren Sie sich, testen Sie ihr Wissen über uns bei einem kniffeligen Quiz, bei dem Sie mit etwas Glück einen Aufenthalt in der St. Martins Therme & Lodge gewinnen können.

Liebe Grüße,
Euer Ziesel (Spermophilus citellus) und euer Feldhamster (Cricetus cricetus)

Zwei unterirdische Nager

Ziesel und Feldhamster legen unterirdische Bauten an. Diese nutzen sie als Versteck, als Ort zur Aufzucht der Jungen und als Platz zum Überwintern. Während das Ziesel ein echter Winterschläfer ist, welches seine körpereigenen Fettreserven von braunem Fett im Sommer und Herbst auffüllt und diese während des Winterschlafes wieder abbaut, also in Körperwärme umwandelt, zeigt der Feldhamster während des Winters auch Wachphasen, wo er sich von seinen im Herbst eingelagerten Körnerreserven ernährt.

Das Ziesel

Ordnung: Nagetiere, Rodentia

Familie: Hörnchen, Sciuridae

Gattung: Erdhörnchen, Spermophilus

Art: Europäisches Ziesel, Spermophilus citellus

Der Feld
Hamster

Ordnung: Nagetiera, Rodentia

Familie: Wühler, Cricetidae

Gattung: Hamster, Cricetus

Art: Feldhamster, Cricetus cricetus

Steckbrief Ziesel

Aussehen

Die Kopf-Rumpflänge des Ziesels beträgt im Durchschnitt 200 mm. Der Schwanz ist etwa 62 mm lang. Die Ohren sind klein und unscheinbar. Das Gewicht beträgt im Durchschnitt 225 g. Die Fellfärbung ist braun – gelblich/beige. Gerade diese Färbung ist für die Tarnung an der Erdoberfläche sehr gut geeignet.

Verbreitung

Das Ziesel ist ein Europäisches Element der Tierwelt und ist in Österreich im vom pannonischen Klima beeinflussten Nordosten des Bundesgebietes (Teile von Niederösterreich, Wien und dem Burgenland) verbreitet.

Lebensweise

Das Ziesel ist tagaktiv. Es ist ein echter Winterschläfer. Jedes erwachsene Tier hat seinen eigenen Wohnbau. Ziesel leben in Kolonien, d.h. im Idealfall befinden sich mehrere Baue in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Zahl der Mitglieder einer solchen Kolonie kann einige wenige Exemplare bis mehrere hundert Tiere betragen. Die Baue werden selbst gegraben und reichen bis über einen Meter unter die Erde. Wohnbaue werden während der Nacht, bei Schlechtwetter, zur Aufzucht der Jungen und zum Winterschlaf benützt. Einfache im Umkreis angelegte Fallröhren dienen als Zuflucht vor Feinden. Die Mündungen der Gänge an der Erdoberfläche sind charakteristische kreisrunde ( = 5,8 cm) bis hoch-ovale ( = 5,5 x 6,7 cm) Löcher („Ziesellöcher“). Vor allem von Wohnbauen ausgehend sind im Gras ganz charakteristische Laufwege ausgetreten, die zu Fluchtbauen und Nahrungsgründen führen. Adulte Männchen halten von Anfang September bis (Februar) März Winterschlaf, Männchen des Vorjahrs erwachen etwas später, die Weibchen schlafen von Ende August/Anfang September bis Anfang April, die Jungen desselben Jahres beginnen ihren ersten Winterschlaf erst Ende September bis Oktober.

Nahrung

Ziesel sind in erster Linie Pflanzenfresser und ernähren sich von grünen, oft auch trockenen Pflanzenteilen, Kräutern, Getreidekörnern, Sämereien. Als Ergänzung nehmen sie aber auch Käfer, Raupen, Heuschrecken etc. an.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit liegt im April. Die Tragzeit dauert rund 26 Tage. Im Juni erscheinen die Jungen erstmals an der Erdoberfläche. Ein Ziesel bekommt ca. zwei bis acht Junge Die Lebenserwartung beträgt bei Männchen bis vier Jahre und bei Weibchen bis 6 Jahre.

Steckbrief Feldhamster

Aussehen

Die Kopf-Rumpflänge des Feldhamsters beträgt im Durchschnitt 229 mm, die Schwanzlänge etwa 51 mm. Das Gewicht beträgt im Durchschnitt 320 g, wobei die Männchen oft deutlich schwerer sind als die Weibchen. Die Fellfärbung ist auffallend bunt. Der Rücken ist rötlich-braun, an den Schultern, Hals, Backen, Ohren, Pfoten und Schnauze befinden sich helle Partien, Bauch und Kehle sind tiefschwarz gefärbt. Diese Inversfärbung macht den Hamster zu einem der buntesten heimischen Säugetierarten. Stellt sich ein Hamster auf, dann ist die dunkelschwarze Unterseite zu sehen. Die vier hellen Beine wirken wie Zähne. Angreifern wird die Illusion vorgetäuscht, wie würden in ein aufgerissenes Maul blicken.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Feldhamsters reicht von Nordwestchina bis Deutschland, Niederlande, Belgien und Frankreich, sowie von Rumänien und Bulgarien bis Ungarn, Tschechien und Österreich; in Österreich ist er auf den Nordosten des Bundesgebietes auf Gebiete unter 400 m Seehöhe mit pannonischem Klimaeinfluss beschränkt.

Lebensweise

Feldhamster zeigen überwiegend bimodale Aktivitätsmuster. Das heißt sie sind nacht- und dämmerungsaktiv, aber auch regelmäßig bei Tageslicht zu beobachten. Sie leben solitär. Die Männchen suchen die Weibchen nur zur Paarung auf. Das Tunnelsystem besteht aus verschiedenen Kammern und mehreren Ausgängen reichen bis zu 2 m tief in die Erde. Die Eingänge an der Erdoberfläche messen meist rund 6 bis 10 cm im Durchmesser.

Das Winterhalbjahr – September/Oktober bis März/ April – verbringt der Hamster in seinem Bau, der für die Überwinterung verschlossen wird. Neben seinen Fettreserven stehen dem Hamster zwischen den Winterschlafphasen die eingetragenen Vorräte als Energiequelle zur Verfügung. Aktive Tiere haben eine Körpertemperatur von 36°C bis 38°C. Während des physiologischen Zustands des Winterschlafs senkt sich die Körpertemperatur auf 2,6°C bis 3,5°C. Bei den gelegentlichen Wachphasen frisst der Hamster von seinen Vorräten. Je nach Alter und Geschlecht der Tiere variiert die Dauer der Überwinterung. Einzelne erwachsene Männchen verschwinden schon im August von der Oberfläche.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung erfolgt im April bis August. Die Tragzeit dauert rund 20 Tage, mit 14 Tagen öffnen die Jungen die Augen und mit etwa 17 Tagen erscheinen sie zum ersten Mal an der Oberfläche. Die Anzahl der Jungen beträgt 3–15 Junge pro Wurf, 1–3 Würfe pro Jahr sind möglich.

Nahrung

Feldhamster ernähren sich von grünen, oft auch trockene Pflanzenteilen, Getreidekörnern, Sämereien, Kartoffeln, als Ergänzung auch Käfer, Raupen, Heuschrecken bis hin zu Aas. Die durchschnittliche Vorratsmenge liegt bei etwa 2,25 kg pro Tier.

Richtig Beobachten

Ziesel lassen sich von Frühjahr ((Februar) März/April) bis Herbst (September/Oktober) leicht beobachten. Die Tagesaktivität an der Oberfläche beginnt deutlich nach Sonnenaufgang und endet meist einige Zeit vor dem Sonnenuntergang. Die Tiere sind bei Schönwetter aktiv und meiden Regenwetter, doch an sehr heißen Tagen sind sie über die Mittagszeit im kühlenden Bau. Um Ziesel bestmöglich zu beobachten und auch zu fotografieren, ist es am besten einfach geduldig und ruhig am Rande einer Zieselwiese auszuharren. Nach einem anfänglichen Zurückziehen in den Bau, zeigen sie sich schnell wieder. Bei Annäherung von Menschen oder Tieren machen die Ziesel Männchen, stoßen Warnlaute („Pfiffe“) aus und/oder flüchten in einen Bau. Sie kehren aber nach einiger Zeit dann wieder an die Oberfläche zurück. Bei vielen Safaris sind die Ziesel ein Fixpunkt.

Bei Feldhamstern wird es in der Regel schon schwieriger, sie zu beobachten. Auch bei den Safaris sind sie eher selten zu sehen, da sie meist in der Dämmerung oder nachts aktiv sind. Wenn dann kreuzen sie spontan mal den Weg. Gerade von April bis August, wenn die Männchen auf der Suche nach Weibchen sind, dann kann es aber überall im Freiland zu solchen Begegnungen kommen, vor allem wenn die Hamster dann die Straßen queren.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie eine Auswahl an weiterführenden Informationen zum Feldhamster sowie zur Ziesel. Filme, Audiodateien, Weblinks, etc.

 

Feldhamster verteidigt sich

Ziesel bei der Nahrungsaufnahme

Lebensraum rund um die St. Martins Therme & Lodge

Die Ziesel vom Bootshaus

Das Grundstück um das St. Martins Bootshaus am Zicksee in St. Andrä ist auch Lebensraum für Ziesel. Einige haben sich grade dort am Rande ihren Bau angelegt. Die Population in St. Andrä zählt zu den größten und stabilsten Populationen im Seewinkel. Da die Ziesel auf diesen Flächen an den Menschen gewöhnt sind, sind sie auch leicht zu beobachten. Ziesel bevorzugen Bereiche mit kurzer Vegetation. Diese erreicht man entweder durch Beweidung, aber auch durch den Einsatz von Rasenmähern. Die Zieselkolonie in St. Andrä profitiert grade davon, dass der Rasen dort regelmäßig gemäht wird. Ist der laute Mäher im Anmarsch, dann verstecken sich die Ziesel im Bau und warten den Einsatz des Mähers unter der Erde ab.

Der Hamster am Entdeckerpfad

Gelegentlich sind am Gelände der St. Martins Lodge auch Hamster zu sehen. Oft tauchen sie auch überraschend auf. Eine unvergessliche Begegnung hatte einer unserer Ranger eines Tages beim Zurückholen der Esel. So kam es dazu, dass sich ein Feldhamster dem Kollegen in den Weg stellte, auf sein Beim sprang und sich an der Hose festbiss. Charakteristisch ist dabei auch das fauchende Geräusch, dass der Hamster zur Abschreckung von sich gibt. Da bei diesem Vorfall keine Kamera dabei war, gibt es ein exemplarisches Video unter dem Punkt „Multimedia“ zu sehen.

Kleine Namenskunde

Im Burgenland sind die beiden Kleinsäugerarten Ziesel, mundartl. „Zeisel“, und Hamster, mundartl. „Krietsch“, schon Jahrhunderte Wegbegleiter des Menschen. Riednamen wie „Zeiselfeld“, „Zeiselberg“ und möglicherweise „Gritschenberg“ zeugen davon und zeigen, dass diese Tiere eng mit der Kulturgeschichte der Region verbunden sind.

Der Name „Ziesel“, dürfte über den Pelzhandel aus dem Alttschechischen ins Deutsche gelangt sein. Das tschechische sysel, russische ϲyϲлuк (suslik) und polnische suseł gehen vermutlich alle auf ein slawisches Verb, wie das kirchenslawische „sysati“, das so viel wie zischen oder pfeifen bedeutet zurück. Der wissenschaftliche Gattungsname Spermophilus bedeutet so viel wie „Samenfreund“ und gibt Aufschluss über die Nahrungsgewohnheiten der Tiere.

Der Name „Hamster“– althochdeutsch „hamastro“ – ist ursprünglich eine Bezeichnung für den „Kornwurm“, das heißt, es waren damit schädliche Insekten in lagerndem Getreide gemeint. Erst ab dem 13. Jhdt. wurde mit „Hamster“ das Nagetier bezeichnet. 1800 wurden weitere zahlreiche Namen für den Hamster wie z.B. Kornwolf, Kornratze, Hamstermaus oder Grentsch genannt. Im Burgenland hat sich bis heute die Bezeichnung „Krietsch“ für den Feldhamster gehalten.

Testen Sie Ihr Wissen!

Wenn Sie alle Fragen richtig beantworten können, haben Sie die Möglichkeit an unserem Gewinnspiel teilzunehmen.

Die Gewinne

1 Preis: Aufenthalt für 3 Tage/2 Nächte für 2 Personen

2 Preis: Relax Tagesurlaub für 2 Personen

3 Preis: Thermensafari Kombiticket für 2 Personen

Da unserer Resort derzeit geschlossen hat, kann dieser Gewinn erst nach Wiedereröffnung ausgespielt werden. Bis dahin erwartet Sie jede Woche eine neue Entdeckung mit einem neuen Quiz. Mit jeder Teilnahme an einer der Quiz-Runden, steigern Sie somit Ihre Chance auf einen Gewinn! 

Wie heißt der Feldhamster im Burgenland im Volksmund?*
Woher leitet sich der Name Ziesel ab?*
Wann sind Ziesel am besten zu beobachten*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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