Feldhase - Lepus europaeus

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Feldhase

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker!

Hallo, ich bin’s der Feldhase. Ich melde mich grade in einer Zeit, in der ich so und so in aller Munde bin und auch so allgegenwärtig, dass man mich kaum übersehen kann. Aber genau diese Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen, um ein bisschen über mein Leben abseits des Osterrummels zu erzählen. Apropos Osterrummel - in der St. Martins Therme & Lodge herrscht ja grade jetzt eine äußerst ungewöhnliche Ruhe. Und genau diese Zeit nutzen nicht nur wir Feldhasen um auf dem weitläufigen Gelände herumzutollen, nein, auch unser Cousin, der Osterhase, hat sich eine exklusive Auszeit in der St. Martins Therme & Lodge gegönnt und dabei das gesamte Resort erkundet. Mehr dazu sehen Sie in diesem Video. Über das wahre Leben von uns Feldhasen und über unseren Weg zum Symbol für das Osterfest erfahren Sie im neuen Newsletter.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Osterfest

Ihr Feldhase

Verbreitung und Lebensraum

Die ursprüngliche Verbreitung des Feldhasen erstreckt sich bis auf wenige Gebiete über fast den gesamten europäischen Kontinent. Lediglich im Norden Schwedens und Finnlands, in großen Teilen Irlands und der Iberischen Halbinsel und auf einigen größeren Inseln fehlt der Feldhase. Die Einbürgerung des Feldhasen aus jagdlichen Gründen in anderen Gebieten Europas und auch weltweit, hat im Laufe der Zeit zu einer viel weiteren Verbreitung beigetragen. So leben Feldhasen nun auch auf anderen Erdteilen, wie z.B. Australien, Nordamerika und Südamerika.

Feldhasen sind ursprüngliche Bewohner von Steppen und lichten Waldsteppenlandschaften. Sie bevorzugen Gegenden mit trockenen Böden und regenarmen Klima. Mit der Rodung der Wälder während der Jungsteinzeit bis in das Mittelalter und der Ausdehnung der Landwirtschaft, konnten sich Feldhasen auch in die neu entstandenen offenen Wiesen- und Ackerlandschaften Mittel- und Nordeuropas ausbreiten.

Lebensweise

Feldhasen sind reine Oberflächenbewohner und haben keine unterirdischen Bauten. Außerhalb der Paarungszeit sind sie Einzelgänger. Sie sind sowohl tag- als auch nachtaktiv.

Merkmale

Das Fell ist oberseits graubeige, ähnelt oft der Farbe von vertrocknetem Gras. Individuelle Farbanpassungen an den Lebensraum sind häufig. Die Unterseite ist weiß. Feldhasen erreichen ein Gewicht bis zu 5,5 kg. Die Ohren, Löffel genannt, haben an der Spitze einen schwarzen Punkt. Der kurze Schwanz ist oberseits schwarz und unterseits weiß.

Feldhasen haben einen schlanken, muskulösen Körper mit schlanken Vorderbeinen und längeren, muskulösen Hinterbeinen. Diese und die sehr elastische Wirbelsäule ermöglichen kraftvolle Sprünge, das sogenannte „Hakenschlagen“ und schnelle Flucht mit bis zu 80 km/h. Der sehr hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Skelettmuskulatur macht den Feldhasen zu einem der schnellsten Säugetiere überhaupt.

Nahrung

Feldhasen sind reine Pflanzenfresser, sie nutzen Kräuter, Gräser, Kulturpflanzen, Früchte, Beeren als auch Knospen, Triebe, Blätter und Rinde von Bäumen. Lebenswichtiger Nahrungsbestandteil ist auch der durch Darmbakterien aufbereitete weiche, sehr vitamin- und eiweißreiche Blinddarmkot, der aus in Schleim eingehüllten weicheren und hellere Kugeln besteht. Dieser wird während der Ruhephasen ausgeschieden und sofort unzerkaut wieder aufgenommen. Dieser vorverdaute Kot dient dazu, Vitamine, Aminosäuren, aber auch Bakterien zuzuführen, die helfen schwer verdauliches Material besser aufzuschließen.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit reicht von Jänner bis Juli, ihren Höhepunkt hat sie im März. Häsinnen und Rammler (männliche Hasen) versammeln sich auf Brunftplätzen und es erfolgen zu Beginn ziemlich heftige Auseinandersetzungen, z.B. Schlagen mit den Vorderpfoten wie beim Boxkampf zwischen rivalisierenden Männchen. Geschieht dies zwischen Männchen und Weibchen, werden wechselseitig Individualduftstoffe übertragen und so die Paarungsbereitschaft herbeigeführt.

Häsinnen können während der Tragezeit ab dem 36. Tag erneut trächtig werden, es können sich in der Gebärmutter Embryonen unterschiedlichen Alters befinden und so kann sich auch die Vermehrungsrate steigern.

Junghasen werden nach einer Tragzeit von ca. 6 Wochen geboren, sind vollständig behaart, haben offene Augen, sind sinnestüchtig und somit von Beginn an zur Flucht fähig. Somit sind die jungen Hasen bestens an das Leben an der Oberfläche angepasst. Feldhasen besitzen kein Wurfnest. Die jungen Häschen werden bei der Geburt von der Häsin jeweils einzeln und allein in unterschiedlichen Verstecken abgelegt und werden nur einmal am Tag besucht bzw. von der Mutter gesäugt. Dennoch wachsen sie, aufgrund der fettreichen Hasenmilch, schnell heran und sind bereits nach einem Monat so kräftig, dass sie auf sich allein gestellt überleben können. Die Geschlechtsreife wird nach einem Jahr erreicht.

„Märzhasen“ gehören zu den ersten Jungtieren im Jahr. In Mitteleuropa werfen Häsinnen je nach Wetter drei bis vier Mal im Jahr. Die Größe der Würfe liegt im Durchschnitt bei zwei bis vier Jungen, manchmal auch fünf. Aus diesem Grund gelten Feldhasen allgemein als Symbol für Fruchtbarkeit.

Symbolik

Bereits aus der Antike stammt die Deutung des Hasen als Sinnbild von Lebenskraft, Wiedergeburt und Auferstehung. Auf Grund der hohen Fortpflanzungsfähigkeit, hat sich der Feldhase auch zu einem Symbol für Fruchtbarkeit und des Lebens im Allgemeinen entwickelt. Ungeklärt bleibt bisweilen aber die Tatsache, warum sich der Hase zum Überbringer der geliebten bunten Ostereier entwickelt hat. Eine Verknüpfung besteht dabei zumindest, dass auch das Ei ein Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit darstellt.

Gefährdung

Feldhasen lieben strukturreiche offene weite Steppen bzw. weite Kulturlandschaften. Ähnliche Lebensräume in Europa sind seit einem halben Jahrhundert massiven Veränderungen unterworfen. Die Intensivierung der Landwirtschaft, das Verschwinden von kräuterreichen Wiesen, Feldrainen, Gehölzen und Hecken, ein dichtes Straßennetz und teils intensive Bejagung sind die Hauptgründe für den Rückgang des Feldhasen. Vor allem während der Fortpflanzungszeit ist der Feldhase auf zahlreiche Versteckmöglichkeiten angewiesen, wo die Jungen abgelegt werden können. Fehlen diese schwindet auch die Überlebenschance der Jungtiere.

Wichtig ist, dass junge Feldhasen von Beginn an alleine sind. Sollten Sie einen „einsamen“ jungen Feldhasen bemerken, bzw. irgendwo auffinden, dann belassen Sie diesen bitte an seinem Platz und berühren Sie in nicht. Nur so ist die Chance seines Überlebens am höchsten.

Feldhasen sind das ganze Jahr über regelmäßige Begleiter bei unseren Safaris, denn der Seewinkel bietet derzeit immer noch ausreichend Lebensraum für eine stabile Feldhasenpopulation. Feldhasen lassen sich immer wieder auch während der Fahrt sehr gut beobachten. Vor allem im Frühling, am Höhepunkt der Paarungszeit, sind Feldhasen oft in größeren Gruppen zu sehen. Spektakuläre Kämpfe und Verfolgungsjagden werden geboten und können des Öfteren beobachtet werden. Während der Sommermonate verlagert sich die Aktivität dann eher in die kühleren Morgenstunden, bzw. den Abend und die Nacht.

Manchmal ist es wichtig auch sehr genau zu schauen. Die perfekte Tarnung lässt Feldhasen vor allem während der weniger aktiven Herbstzeit auf den abgeernteten Ackerflächen buchstäblich vollständig verschwinden. Im Vorbeifahren, ja selbst bei einem nur flüchtigen Blick, sind sie Erdschollen oder Steinen gleich und können leicht übersehen werden.

Wägen sich Feldhasen in Sicherheit, dann verharren sie regungslos am Platz. Oft flüchten sie erst, wenn man buchstäblich auf sie draufsteigt. Da sie sehr schnell flüchten können, wird ein unnötiges Aufschrecken vermieden, denn jede unnötige Flucht kostet auch unnötig Energie.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie Videos mit besonderen Inhalten zum Feldhasen.

Hasenkampf während der Brunftzeit

Unterschiede Feldhase & Wildkaninchen

Lebensraum St. Martins Therme & Lodge

Feldhasen sind auch am Gelände der St. Martins Therme & Lodge immer wieder zu entdecken. Ein Spaziergang am Entdeckerpfad oder entlang der Laufrouten reicht meist aus, um einem Feldhasen zu begegnen. Unmittelbar um die Lodge allerdings, vor allem am Parkplatz, der Wiese um den Stall und den Badestränden leben die nahen Verwandten des Feldhasen, die Wildkaninchen. Das Fell der Kaninchen ist weniger stark marmoriert. Im Vergleich zum Feldhasen ist das Fell des Wildkaninchens eher einheitlich grau, die Augen sind schwarze kleine Knopfaugen ohne gelbe Iris und die Extremitäten sind kürzer (siehe Foto).

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 30. April 2021. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Wie schnell laufen Feldhasen bei der Flucht?*
Wo werden junge Feldhasen bei der Geburt abgelegt?*
Wann kommen die ersten Junghasen in Mitteleuropa zur Welt?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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Voraussichtlich wieder ab 13.12. für Sie da!