Die Honigbiene - Apis mellifera

Aktuelle Entdeckung
Aktuelle Entdeckung

Ein fleißiges Lieschen

Honigbienen gehören zur Ordnung der Hautflügler und zur Familie der echten Bienen. Sie sind schon lange Zeit vom Menschen kultiviert. Neben Wildbienen tragen auch sie wesentlich zur Blütenbestäubung bei und natürlich auch die Honigproduktion machen sie zu einer für den Menschen wichtigen Tierart. Viele wichtige Kulturpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Es wird vermutet, dass der Mensch die Biene schon seit über 6 000 Jahren als Honiglieferant nutzt. Im alten Ägypten galt Honig als die Speise der Götter.

Aussehen

Von den Honigbienen gibt es 25 Unterarten (Rassen), die sich vor allem hinsichtlich Farbe, Körperbau und auch Temperament voneinander unterscheiden. Wie alle Insekten besteht die Honigbiene aus Kopf, Brust (Thorax) und dem Hinterleib (Abdomen). Flügel und Beine befinden sich am Thorax. Königinnen können 18-22 mm, Drohnen 13-16 mm und Arbeiterinnen 11-13 mm lang werden. Vom Gewicht her übertrifft die Königin ihre „gewöhnlichen“ Artgenossen bei weitem. Sie ist mit 250-300 mg fast 5mal schwerer. Die Drohnen, also die männlichen Bienen, sind nicht nur etwas größer und gedrungener als die Arbeiterinnen, sondern haben auch größere und leistungsfähigere Augen.

Nahrung

Bienen ernähren sich von Nektar, Honigtau, Pollen und Wasser. Nektar ist ein Saft, der von Pflanzen produziert wird um Insekten anzulocken. Dieser Nektar ist zuckerhaltig und daraus produzieren die Bienen den Honig. Honigtau wird von Insekten (z.B. Blattläusen) ausgeschieden. Die Honigbiene sammelt diese zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukte und stellt auch daraus Honig her. Im Handel wird dieser Honig unter dem Namen „Waldhonig“ verkauft. Mit den Pollen blühender Pflanzen werden vor allem die Larven gefüttert. Pollen sind die wichtigste Eiweißquelle für Bienen.

Verbreitung & Lebensraum

Ursprünglich war die Honigbiene in Europa Afrika und Vorderasien verbreitet, wo sie als Waldbewohnerin ihre Staaten in Baumhöhlen oder Felsnischen baute. Als Honigproduzentin wurde die Honigbiene vom Menschen inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet.

Fortpflanzung

Ein Honigbienen-Staat besteht aus einer Königin, die Eier legt und unfruchtbaren Arbeiterinnen. Drohnen (männliche Bienen) sind nicht das ganze Jahr über im Staat. Die Königin kann bestimmen, ob sie fruchtbare oder unfruchtbare Eier legt. Aus unbefruchteten Eiern entwickeln sich Drohnen, aus befruchteten Arbeiterinnen und Königinnen. Einzige Aufgabe der Drohnen ist es, die Königin zu begatten. Nach dem Geschlechtsakt stirbt der Drohn. Nach dem Ende der Paarungszeit werden überflüssige Drohnen aus dem Bienenstock verstoßen und verhungern. In den Eiern entstehen Larven, die sich später verpuppen. Aus jeder Larve, die aus einem befruchteten Ei schlüpft, kann sich eine Arbeiterin oder eine Königin entwickeln. Das hängt davon ab, welche Nahrung die Larve bekommt.

Larven, aus der eine Königin werden soll, erhalten ausschließlich Gelèe Royal, ein Sekret aus der Futterdrüse der Arbeiterinnen. Alle anderen Larven werden nur in den ersten 3 Tagen mit Gelèe Royal gefüttert und erhalten danach Pollen.

Je nachdem ob es sich um eine Königin, eine Arbeiterin oder einen Drohn handelt, beträgt die Entwicklungszeit vom Ei über Larve und Puppe bis hin zur fertigen Biene 16, 21 oder 24 Tage.

Besonderheiten

Honigbienen sind neben Wildbienen als Bestäuber für die Landwirtschaft von immenser Bedeutung. Die meisten Nutzpflanzen sind auf sie angewiesen. Das macht den Honig zum zwar fein schmeckenden aber vergleichsweise unbedeutenderen Nebenprodukt.

Gefährdung

Insektizide, monotone Landwirtschaft und Zersiedelung sind für Honigbienen genauso problematisch wie für Wildbienen und auch alle anderen Insekten. Um Bienen und Insekten zu fördern, sollte auch in den Hausgärten generell auf den Einsatz von Giften verzichtet werden. Honigbienen sind auch von der Varroamilbe gefährdet. Diese Milbe ist 1-2 mm groß und stammt ursprünglich aus Asien, daher ist die europäische Honigbiene (Apis mellifera) auch anfälliger als asiatische Arten. Sie saugt den Arbeiterinnen Blut ab und legt ihre Eier in die Brut der Bienen.

Safari Infos

Ab etwa 10°C fliegen die ersten Bienen im Frühling auf Nektarsuche aus und können dabei auch während der Safaris an verschiedenen Wildkräutern immer wieder beobachtet werden. Auch in St. Martins leben einige Bienenvölker. Bei einem Spaziergang um den Entdeckerpfad können Besucher die fleißigen Tiere entdecken.

Aktuelle Termine finden Sie beim Safari-Wochenprogramm auf unserer Homepage.

Safari Gewinnspiel

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