Kornweihe – Circus cyaneus

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Kornweihe

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker,

hallo, ich bin es, die Kornweihe. Grade jetzt könnt Ihr mich finden, denn ich komme gerne als Wintergast zu euch in den Seewinkel und in die Ungarische Tiefebene und lass es mir dort gut gehen. Im Vergleich zu meinem nördlichen Brutgebiet ist das ja ein wahres Schlaraffenland, denn der Seewinkel ist größtenteils auch im Winter schneefrei und ein umfangreiches Mäusebuffet wartet da auf mich und hilft mir über den Winter zu kommen. Manchmal genieße ich meinen Seewinkel-Urlaub sogar bis in den April hinein. Den Sommer verbringe ich allerdings bei mir zu Hause in weiter nördlich liegenden Gefilden.

Eure Kornweihe!

    • Flügelspannweite: 100-120 cm
    • Eier: 2-7
    • Brutzeit/- dauer: April-August/ 29-31 Tage
    • Max. Lebenserwartung: 17 Jahre
Aussehen

Männchen und Weibchen sind nicht nur anhand ihrer Größe leicht voneinander zu unterscheiden, sondern auch an ihrem Gefieder. Das Männchen ist von seinem Grundton überwiegend blaugrau. Ausnahmen sind die schwarzen Spitzen der Flügel sowie die weiße Unterseite mit den dunkelbraunen Endbinden der Arm- und der inneren Handschwinge. Die Oberseite des Federkleides vom Weibchen ist eher braun, während die Unterseite eher gelblich-braun gestrichelt ist. Die Schwingen sind oberseits schwärzlich gebändert. Sowohl das Männchen als auch das Weibchen tragen einen weißen Bürzel, womit sie auf jeden Fall schon einmal eindeutig von der Rohrweihe unterschieden werden können.

Verbreitung

Die Kornweihe gehört weltweit zu jenen Weihenarten, die das größte Verbreitungsgebiet aufweisen. Ihr Vorkommen reicht von Ost- über Nordeuropa bis hin zum Pazifik. Als südlichste Grenze gilt Nordspanien und als westlichste die britischen Inseln. Bis im 19. Jahrhundert gab es sogar vereinzelt Bruten im Osten Österreichs.

Lebensraum & Ernährung

Kornweihen sind klassische Offenlandbewohner. Was ihren Lebensraum betrifft, sind sie ziemlich anpassungsfähig. Bevorzugt werden vor allem Heide-, Feucht- und Steppengebiete. Auf der Suche nach Nahrung werden aber auch unbefestigte Feldwege, Wegränder, Äcker und Wiesen als Jagdbiotope aufgesucht. Auf der Jagd nach Nahrung halten sie in einem niedrigen Suchflug Ausschau nach Beute. Genauso wie Eulen haben auch Weihen einen Gesichtsschleier. Dieser ist neben den Augen ein weiteres wichtiges Jagdinstrument, womit die Schallwellen der Beute direkt in die Ohren der Kornweihe transportiert werden und somit ein präziser Angriffsflug gestartet werden kann.

Im Beutespektrum stehen vor allem Vögel und Kleinsäuger. Wenn allerdings größere Limikolen, wie Kiebitz oder Rotschenkel, sich von der Kornweihe bedroht fühlen, greifen diese sofort an und verjagen sie.

Sozialverhalten und Brutbiologie

Kornweihen gehen überwiegend monogame Saisonehen ein. Polygamie ist aber dort, wo es einen Überschuss an Weibchen gibt, keine Seltenheit. Mit spektakulären Balzflügen des Männchens, bei denen es unter anderem zu Loopings und Sturzflügen kommt, beginnt die Brutsaison. Während das Männchen für die Auswahl des Revieres zuständig ist, entscheidet das Weibchen über den Standort des Nestplatzes. Kornweihen gehören zu den Bodenbrütern und bauen ihr Nest aus trockenem Pflanzenmaterial, gut versteckt in dichter Vegetation. Die Brutzeit dauert von April bis August. In dieser Zeit werden die 2 bis 7 weißlichen Eier überwiegend vom Weibchen ausgebrütet, während das Männchen für die Nahrungsversorgung zuständig ist.

Gefährdung

Während die Kornweihe zwar weltweit betrachtet ungefährdet ist, gehört sie in Europa zu den stark gefährdeten Vogelarten und steht daher unter dem besonderen Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie. In manchen europäischen Ländern, u. a. in Deutschland, wo sie als Brutvogel vorkommt, steht sie auf der Roten Liste, als eine vom Aussterben bedrohte Art. In Österreich gibt es aktuell keinen belegten Brutnachweis.

Ursachen dafür sind die Veränderungen und der Verlust ihrer Lebensräume. Dazu zählen die Zerstörung bzw. die Veränderung von Moor- und Heidegebieten durch Entwässerung und Aufforstungen, sowie die Intensivierung der Landwirtschaft. Ein weiteres Problem stellt die illegale Jagd in einigen europäischen Ländern dar.

Auch wenn es immer wieder einzelne Kornweihen-Meldungen im Sommer gibt, gilt sie jedoch in Österreich als Brutvogel offiziell als ausgestorben und steht daher auch hier auf der Roten Liste.

Wann zu beobachten

Kornweihen sind von Oktober bis März verstärkt im Seewinkel anzutreffen. Am besten kann man sie bei ihrer Jagd nach Nahrung beobachten. Während ihres langsamen, bodennahen Suchflugs über die Steppenlandschaft, Schilfflächen oder Wiesen, lassen sie sich gut mit einem Fernglas oder einem Spektiv aus der Ferne beobachten.

Wenn ihr mehr über die Kornweihe erfahren wollt, dann ist unsere Tour „Waldohreule und Mäusebussard“, welche in den Wintermonaten stattfindet, genau das Richtige für euch. Neben der Kornweihe wird euch einer unserer fachkundigen St. Martins-Ranger noch weitere Greifvögel, welche sich im Winter gut beobachten lassen, zeigen. Denn nicht nur für die Kornweihe bietet der Seewinkel in der Winterzeit eine ideale Speisekammer.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie Videos mit besonderen Inhalten zur Kornweihe.

Kornweihe

Lebensraum St. Martins Therme & Lodge

Mit ein bisschen Glück könnt ihr schon direkt am Gelände bzw. auf den Weidenfläche der St. Martins Therme & Lodge die Kornweihen bei ihrer Jagd sehen. Ansonsten bieten sich auch die Wiesenflächen um St. Martins ideal für Beobachtungen an. Es lohnt sich also, die Augen bei euren Spaziergängen in jede Richtung offen zu halten.

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 31. Dezember 2021. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Wann sieht man im Seewinkel normalerweise keine Kornweihe?*
Welches Geschlecht ist bei der Kornweihe größer?*
Wo bauen Kornweihen ihr Nest?*
Was fressen Kornweihen?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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Voraussichtlich wieder ab 13.12. für Sie da!