Mehl- und Rauchschwalbe

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Mehl- und Rauchschwalbe

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker,

ihr habt uns am Gelände der St. Martins Therme & Lodge bestimmt schon entdeckt. Wir sind die quirligen Gesellen, die in den Sommermonaten vor eurem Auto herumfliegen, wenn ihr entlang des St. Martins Gebäudes einen Parkplatz sucht.
Die Rede ist von uns Mehl- und Rauchschwalben. In Mitteleuropa und damit auch in Österreich kommen insgesamt vier Schwalbenarten vor: Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Uferschwalbe und Felsenschwalbe.
Einst galten wir für Häuser, an denen wir unsere Nester errichteten, als Glücksbringer. Heute gelten wir als große Sorgenkinder der Vogelwelt.
Warum das so ist und wie ihr uns helfen könnt, das erzählen wir euch im neuen August-Newsletter.

Wir wünschen euch schöne letzte Sommerferientage. Für uns sind es, hier im schönen Seewinkel, auch die letzten Sommertage. Bald geht es wieder in unser Winterquartier, nach Afrika!

Die
Mehl
schwalbe

Lateinische Bezeichnung: Delichon urbicum

Größe: ca. 14 cm

Gewicht: ca. 14 g

Farbe der Kehle: weiß

Schwanz: kurz, wenig gegabelt

Nest: geschlossene Lehmnester an Außenwänden von Gebäuden

Brutzeit: ca. 14 Tage

Zugvogelart: Langstreckenzieher

Überwinterungsland: Afrika

Die
Rauch
schwalbe

Lateinische Bezeichnung: Hirundo rustica

Größe: ca. 18 cm

Gewicht: ca. 19 g

Farbe der Kehle: rostbraun

Schwanz: lang, tief gegabelt

Nest: halboffene Lehmnester in Ställen

Brutzeit: ca. 14 Tage

Zugvogelart: Langstreckenzieher

Überwinterungsland: Afrika

Aussehen

Oft werden Mehl- und Rauchschwalbe verwechselt. Es gibt jedoch eindeutige Unterscheidungsmöglichkeiten, die helfen, diese Schwalbenarten auseinanderzuhalten: Die etwas kleinere Mehlschwalbe weist einen kurzen, breit gegabelten Schwanz auf. Die Oberseite der Flügel sowie des Schwanzes ist schwarz, wobei Kopf und Rücken metallisch blau glänzen. Die Unterseite sowie ihre Kehle leuchten weiß. Charakteristisch ist auch, dass Beine und Füße ebenso weiß befiedert sind. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist auch der weiße Bürzel der Mehlschwalbe.
Die Rauchschwalbe ist hingegen etwas größer und weist einen langen, tief gegabelten Schwanz auf. Im Gegensatz zur Mehlschwalbe besitzt die Rauchschwalbe eine rostbraune Kehle und Stirn sowie ein blauschwarzes Kropfband. Ihr Gefieder ist oberseits glänzend blauschwarz und unterseits weiß. Anhand des kurzen, spitzen Schnabels erkennt man, dass Mehl- und Rauchschwalbe Insektenfresser sind.

Biologie von Mehl- und Rauchschwalbe

Beide Schwalbenarten sind in Mitteleuropa Sommervögel und verbringen als Langstreckenzieher den Winter in Afrika. Mehl- und Rauchschwalbe kehren im April nach Mitteleuropa zurück, wobei die Rauchschwalbe vor der Mehlschwalbe in Mitteleuropa eintrifft und nach ihr ins Überwinterungsgebiet fliegt.
Den Sommer verbringen die Tiere in ihren Brutgebieten. Beide Arten sind ausgesprochene Kulturfolger und besiedeln eine offene Kulturlandschaft mit Gebäuden (Bauernhöfe), Wiesen, Feldern und Gewässern. Wichtige Voraussetzung für ihr Vorkommen sind ausreichende Nahrung (Fluginsekten) sowie Nistmaterial und -möglichkeiten. Gebaut werden die Nester aus Lehmklümpchen, weshalb Lehmpfützen für den Nestbau eine Voraussetzung sind. Die Nester von den beiden Schwalbenarten lassen sich leicht unterscheiden. Das Nest der Mehlschwalbe ist bis auf ein kleines Loch komplett geschlossen und wird vornehmlich an den Außenwänden von Gebäuden (z.B.: Toreinfahrten, Dachrändern, etc.) errichtet. Es besteht aus bis zu 1.500 gesammelten Lehmkügelchen. Weiters brütet die Mehlschwalbe gerne in Kolonien.
Das Nest der Rauchschwalbe ist hingegen halb offen und wird innerhalb von Gebäuden (Ställen, etc.) errichtet. Weiters verwendet die Rauchschwalbe nicht nur Lehm für den Nestbau, sondern benötigt auch Stroh/Heu und andere Materialien.
Das Gelege besteht aus ca. 4-5 Eiern, wobei die Eier der Mehlschwalbe reinweiß, die der Rauchschwalbe braunrot gefleckt sind. Nach einer Brutdauer von ca. 15 Tagen schlüpfen die Jungen und werden von beiden Elterntieren versorgt. Ausgeflogene Jungvögel werden noch einige Zeit von den Elternvögel gefüttert.
Ende August bzw. Anfang September setzt das Zugverhalten ein und größere Gruppen von Mehl- bzw. Rauchschwalben sammeln sich meist auf Stromleitungen oder Dächern.

Gefährdung

Es gibt einige Faktoren, die sich negativ auf die Bestände von Mehl- und Rauchschwalbe auswirken. Zum einen führt die immer intensiver werdende Landwirtschaft mit Monokulturen und dem Einsatz von Pestiziden zu einem drastischen Rückgang an Insekten.

Zum anderen werden immer mehr Bereiche im Siedlungsgebiet versiegelt, wodurch nicht mehr genügend Lehmpfützen für den Nestbau zur Verfügung stehen. Die Schwalben müssen immer weitere Strecken zurücklegen, um an geeignetes Nistmaterial zu gelangen. Außerdem wirken sich die Änderung im Siedlungsbereich auch negativ auf die Schwalben aus. Glatte Fassaden sind für den Nestbau ungeeignet, da das Nistmaterial daran nicht haften bleibt. Im Gegensatz zu früher, als Schwalben als Glücksbringer für Haus und Hof galten und man sich über jedes Nest freute, werden die Nester heutzutage leider oft von Gebäuden entfernt.

Wie kann man helfen?

Trotz dieser vielen Herausforderungen ist es ziemlich einfach unseren zwei häufigsten Schwalbenarten zu helfen. Einerseits gibt es künstliche Schwalbennester, die an entsprechenden Orten, wo Schwalben noch vorkommen, montiert werden können. Das Anbringen sogenannter Kotbretter unterhalb von Kunst- bzw. Naturnestern hilft, dass die Fassade nicht verschmutzt wird. Ebenso kann das Errichten von einem Schwalbenhaus dazu beitragen, dass sich eine ganze Kolonie an Mehlschwalben ansiedelt.
Lehmpfützen können künstlich angelegt werden, sodass Nistmaterial wieder zur Verfügung steht und sich die Schwalben ihre eigenen Nester bauen können.

Die Verwandtschaft von Mehl- und Rauchschwalbe sowie weitere Verwechslungs
möglichkeiten

Ihr Verbreitungsgebiet teilen sich Mehl- und Rauchschwalbe mit der Ufer- und der Felsenschwalbe sowie mit dem Mauersegler.

Bei der Uferschwalbe (Riparia riparia) handelt es sich um die kleinste europäische Schwalbenart mit einer einfärbigen mattbraunen Oberseite, einem braunen Brustband sowie einem nur wenig gegabelten Schwanz. Die Körperunterseite ist weiß. Sie baut ihre Bruthöhlen in vegetationsfreie Bereiche an Steilwänden, meist an Gewässern, wo solche Geländeformen noch natürlich vorkommen.

Die Felsenschwalbe (Ptyonoprogne rupestris) zeichnet sich, wie die Uferschwalbe, durch ein weitgehend bräunliches Gefieder auf der Oberseite aus. Die Unterseite ist hingegen jedoch einheitlich gräulich-weiß ohne einem Brustband. Auffällig sind bei der Felsenschwalbe die weißen Einsprengsel am Schwanz sowie ihre dunklen, deutlich kontrastreichen Unterarmdecken.

Das Gefieder des Mauerseglers (Apus apus), der nicht zur Familie der Schwalben gehört, ist überwiegend dunkelbraun. Lediglich seine Kehle ist weiß. Seine Flügel sind sichelförmig und sein Schwanz kurz, jedoch tiefer gegabelt als der der Mehlschwalbe. Charakteristisch ist auch sein lauter schriller Ruf.

Wann zu beobachten

Mehl- und Rauchschwalbe können von April bis September sowohl im ländlichen Raum als auch in urbaneren Gebieten sehr gut beobachtet werden. Wie oben bereits erwähnt, ist das ausreichende Vorhandensein von Insekten, Nistmaterial und -möglichkeiten Voraussetzung für das Vorkommen der beiden Schwalbenarten.

Der Seewinkel bietet durch seine ländlichen Strukturen optimale Bedingungen, Schwalben zu beobachten. Ob innerhalb der Dörfer oder außerhalb auf den weiten Feldern, überall besteht die Möglichkeit Schwalben zu erblicken. Selbst über den Salzlacken können die Tiere beobachtet werden, wenn sie über die Wasserflächen gleiten.

Richtig Beobachten

Da Mehl- und Rauchschwalbe ihre Nester oft in geringen Höhen in- und außerhalb von Gebäuden errichten, lassen sie sich oft sogar aus nächster Nähe beobachten. Der Blick aus der Entfernung vermeidet jedoch unnötige Störung. Genießen Sie lieber den Anblick mit ausreichender Distanz oder fotografieren Sie durch die entsprechende Optik, als zu versuchen, immer näher an die Vögel bzw. Nester heranzukommen.

Gerade während der Brutzeit und der Versorgung der Jungvögel ist es absolut wichtig keine Störung zu verursachen. Es kann durchaus vorkommen, dass Schwalben bei Störung die Brut aufgeben.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie eine Auswahl an weiterführenden Informationen zur Mehl- und Rauchschwalbe.

Mehl- und Rauchschwalbe

Einblick in die Mehlschwalben-Kolonie an der St. Martins Therme & Lodge

Lebensraum St. Martins Therme & Lodge

Da es entlang der vorbeiführenden Straße noch ausreichend Lehmpfützen gibt, wo Schwalben Nistmaterial sammeln können und die Umgebung der St. Martins Therme & Lodge mit ihren Weideflächen und Seen auch ausreichend Nahrung in Form von Insekten bietet, haben sich am Gelände sowohl Mehl- als auch Rauchschwalben angesiedelt. Sie sind während der Sommermonate leicht zu beobachten. Zahlreiche Mehlschwalben brüten an der nordöstlichen Fassade des Gebäudes. Die Rauchschwalben hingegen nisten gerne im St. Martins Stall. Es ergibt sich somit um die St. Martins Therme & Lodge eine einzigartige Gelegenheit die Schwalben beim Nestbau zu beobachten, bzw. das gesamte Brutgeschehen von der Ankunft aus dem Winterquartier über den Nestbau, die Jungenaufzucht, das Flügge werden bis hin zum spätsommerlichen Abziehen zu verfolgen. Bitte halten Sie die Geschwindigkeitsbegrenzung an der vorbeiführenden Straße ein, damit die Schwalben und auch unsere freilaufenden Tiere nicht gefährdet werden.

Die an der St. Martins Therme & Lodge brütende Mehlschwalbenkolonie ist zudem eine der größten Kolonien des Nord-Burgenlandes. Da die Zahl der Mehl- und Rauchschwalben in den letzten Jahren stetig zurückgeht und für das gesamte Burgenland nur noch ca. 3.500 Rauchschwalbenpaare und 2.000 Mehlschwalbenpaare gezählt wurden, hat das Land Burgenland in Zusammenarbeit mit Birdlife Österreich eine Aktion gestartet, wo jede Burgenländerin/jeder Burgenländer dazu aufgerufen ist, Schwalben zu melden. Weitere Infos dazu finden Sie hier.

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 31. August 2021. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Aus zirka wie vielen gesammelten Lehmkügelchen besteht das Nest der Mehlschwalbe?*
Zu den einheimischen Schwalbenarten zählen Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Uferschwalbe und…?*
Wo verbringen Schwalben den Winter?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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