Raubwürger – Lanius excubitor

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Raubwürger

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker!

ich bin es, der Raubwürger. Vielleicht haben Sie mich schon einmal gesehen. Vielleicht aber auch nicht, denn ich bin nur im Winterhalbjahr im Seewinkel zu bewundern. Ich bin ein Singvogel, der sich aber räuberisch von Großinsekten aber auch Kleinsäugern ernährt. Ich brüte in Mitteleuropa nur noch ganz selten, hauptsächlich in Nordeuropa und Russland. Deshalb bin hier zu Lande nur in den Wintermonaten zu beobachten. In Österreich ist der Seewinkel für mich ein sehr beliebtes Überwinterungsgebiet und so sind die Chancen, mich auf einer Safari im Winter zu erspähen besonders groß. Man findet mich oft auf einer Ansitzwarte auf Beute lauernd. Im Gebiet nutze ich dazu gerne kleinere Bäume, Büsche und auch Stromleitungen.

So, jetzt aber genug geredet! Das St. Martins Outdoor-Team hat viel Wissenswertes rund um mich in kompakter Form aufbereitet.

Viel Spaß beim Lesen!

Alles Liebe, Ihr Raubwürger

Wissenswertes
  • Flügelspannweite: 30-34 cm
  • Gewicht: ca. 48-81 g
  • Nest: in Bäumen oder Sträuchern
  • Eier: 3-9 Eier
  • Brutzeit: Ende April bis Juli
  • Alter: bis zu 6 Jahre
Aussehen

Der Raubwürger ist ist ein amselgroßer, überwiegend grau wirkender, langschwänziger Vogel. Ein sehr auffallendes Merkmal ist die schwarze Augenmaske. Der hakenförmige Schnabel ist verhältnismäßig recht kräftig und schwarz gefärbt. Auch das ausgeprägte weiße Flügelfeld ist charakteristisch für diese Art. Das Jugendkleid unterscheidet sich nur wenig vom Kleid der adulten Vögel. Beim Jungvogel ist der Hals-, Brust- und Flankenbereich leicht gesperbert.

Fortpflanzung

Die Brutzeit ist von Ende April bis Anfang Juli und es wird nur einmal pro Jahr gebrütet. Raubwürger führen eine monogame Saisonehe. Das Nest wird meist in Bäumen oder höheren Büschen angelegt, es wird mit Tierhaaren, Federn sowie weichen Pflanzenteilen ausgekleidet und beinhaltet in der Regel vier bis sieben Eier. Die Brutdauer beträgt zwischen 15 und 17 Tagen. Die Jungen sind nach durchschnittlich 19 Tagen flügge, sie werden noch mindestens weitere vier Wochen von den Eltern betreut, bevor sich der Familienverband nach und nach auflöst.

Nahrung

Der Raubwürger ist großteils ein Wartenjäger, der von meist exponierten Ansitzen den umliegenden Boden nach potenzieller Beute absucht. Weiters zeigt er des Öfteren einen gekonnten Rüttelflug. Es werden hauptsächlich Kleinsäuger (Wühlmäuse), Großinsekten (besonders gern Käfer) sowie Kleinvögel erbeutet. Das Beutetier wird durch kräftige Schnabelhiebe oder durch einen Nackenbiss getötet und häufig auch auf Dornen aufgespießt oder in einer Astgabel eingeklemmt, was sowohl der Aufbewahrung und Vorratshaltung als auch der Fixierung der Beute dient, um sie einfacher stückchenweise zu zerlegen. Diese Verhaltensweisen wurden auch bei der wissenschaftlichen Namensgebung berücksichtigt: „Lanius (lateinisch – Fleischer/Metzger) „excubitor“ (lateinisch – Wächter).

Stimme

Der Gesang des Raubwürgers besteht aus kurzen Strophen, die sehr variabel sind und in die häufig Imitationen anderer Vogelgesänge und Rufe eingebettet werden. Weiters sind darin oft trillernde, metallische sowie knirschende Kurzlaute eingebaut. Der Gesang ist bei uns im Überwinterungsgebiet aber so gut wie nie zu hören.

Verbreitung

Der Raubwürger ist je nach Lage des Brutgebiets sowohl Standvogel als auch ein Zugvogel, der im Winter in den Süden zieht. Vor allem die nordöstlichen Populationen ziehen im Winter oft große Strecken nach Süden. Der Lebensraum des Raubwürges liegt in der eurasischen borealen Zone. Verbreitungsschwerpunkte stellen Nordosteuropa und der nordwestliche Teil Russlands dar. Auch in Mitteleuropa war die Art einst als Brutvogel nicht selten, ist hier aber ab Ende des 20. Jahrhunderts aus vielen Gebieten als Brutvogel verschwunden. In Österreich zählt der Raubwürger aktuell zu den seltensten Brutvögeln und ist akut vom Aussterben bedroht. Der Seewinkel zählt und zählte auch damals nicht zu seinen Brutgebieten. Einzelne Brutpaare gibt es aktuell nur noch im nördlichen Waldviertel und nordöstlichen Weinviertel. Der Seewinkel und die Ungarische Tiefebene sind deshalb als Überwinterungsgebiet für den Raubwürger interessant, weil das Gebiet schneearm ist und somit die im Winter bevorzugte Beute, die Mäuse, leichter zu entdecken sind.

Gefährdung

Der weltweite Gesamtbestand des Raubwürgers ist derzeit nicht gefährdet. In Zentraleuropa ist er allerdings als Brutvogel extrem selten geworden, Hauptgründe dafür sind die großräumige Intensivierung der Landwirtschaft, das Insektensterben und aber auch klimatische Veränderungen durch den Klimawandel in den ehemaligen Brutgebieten. In Österreich wird der Raubwürger aktuell in der Roten Liste in der höchsten Gefährdungskategorie als „vom Aussterben bedroht“ geführt.

Wann und Wo?

Im Seewinkel bieten sich die besten Beobachtungsbedingungen im Spätherbst und vor allem im Winter, wenn Raubwürger im Seewinkel durchziehen oder überwintern.

Bei einzelnen Büschen oder auch Stromleitungen lohnt es sich immer genau hinzusehen und nach einem Raubwürger, der solche Landschaftselemente gerne als Ansitzwarte nutzt, Ausschau zu halten. Dabei lassen sich Raubwürger oft gut mit einem Fernglas oder einem Spektiv aus der Ferne beobachten. Mit etwas Geduld lässt sich dann vielleicht auch noch der beeindruckende Rüttelflug beobachten.

Safari

Gute Chancen einen Raubwürger zu beobachten, hat man vor allem bei einem winterlichen Birdwatching. Neben dem Raubwürger wird euch einer unserer fachkundigen St. Martins Ranger noch weitere Vogelarten, die im Winter im Seewinkel zu Gast sind, zeigen. Denn nicht nur für den Raubwürger stellt der Seewinkel ein ideales Überwinterungsgebiet dar.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie Videos mit besonderen Inhalten zum Raubwürger.

St. Martins Therme & Lodge

Mit ein bisschen Glück könnt ihr schon direkt am weitläufigen Gelände bzw. auf den Weideflächen der St. Martins Therme & Lodge einen Raubwürger auf seiner Ansitzwarte erspähen. Ansonsten bietet sich auch der Weg zum Sankt Andräer Zicksee ideal für Beobachtungen an. Es lohnt sich also, die Augen bei euren Spaziergängen in jede Richtung offen zu halten.

Auf dem Gelände der St. Martins Therme & Lodge findet auch regelmäßig eine Vogelberingung statt. Leider konnten wir in den vielen Jahren noch keinen Raubwürger beringen. Ein direkter Verwandter von ihm hat uns die Ehre allerdings bereits gemacht. Der nur im Sommerhalbjahr im Gebiet anzutreffende Neuntöter konnte von uns schon beringt werden. Auf dem Foto ist ein Neuntöter-Männchen zu sehen.

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 28. Februar 2022. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Zu welcher Jahreszeit kann man den Raubwürger normalerweise nicht im Seewinkel beobachten?*
Was bedeutet der wissenschaftliche Name des Raubwürger „Lanius excubitor“?*
Wo befinden sich das Nest des Raubwürgers?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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