Die Ringelnatter - Natrix natrix

Aktuelle Entdeckung
Aktuelle Entdeckung

Eine scheue Froschjägerin

Die Ringelnatter ist harmlos und ungiftig. Sie ist eine von 6 noch vorkommenden heimischen Schlangenarten in Österreich und auch eine der größeren. Durch ihre vielfach aquatische Lebensweise kann sie uns auch schwimmend in naturbelassenen bzw. naturnahen Gewässern begegnen.

Aussehen

Relativ große, kräftige Natter mit ovalem Kopf und runden Pupillen. Länge der Männchen ca. 60-80 cm, Länge der Weibchen 80-150 cm. Oberseite graugrün bis graubraun, am Hinterkopf 2 gelbe oder gelborange Halbmondflecken mit anschließendem breiten, schwarzen Fleck. Gelegentlich auch komplett schwarze Exemplare. Die Schuppen der Ringelnatter sind deutlich gekielt.

Lebensraum

Fast ganz Europa (ausgenommen Kreta, Malta und Balearen), NW-Afrika, Vorderasien, im Osten bis zum Baikalsee. Selten bis 2000 m, in Österreich häufigste Schlangenart, ebenfalls im Gebiet des Neusiedler Sees. Bewohnt Feuchtlebensräume wie Moore, Auwälder, Seen, Teiche aber auch zeitweise Landhabitate wie Wälder, Gärten und Parks.

Lebensweise

Bodenlebende, ungiftige, tag- und dämmerungsaktive, sehr gut schwimmende und tauchende Wassernatter- in sehr heißen Sommern auch nachts jagend; relativ scheu, zu sehr schnellen Fluchtbewegungen imstande. Ringelnattern sind, wie alle Reptilien, wechselwarm, ihre Körpertemperatur steigt und sinkt mit der Außentemperatur. Gerne wärmt sich die Ringelnatter auf Straßen auf, da sich der schwarze Asphalt schneller aufheizt und sie so ihren Körper schneller auf Betriebstemperatur bekommen. Leider findet man sie deshalb auch oftmals tot auf den Straßen.

Nahrung

Ringelnattern ernähren sich vor allem von Fröschen und Kröten. Molche und Kaulquappen werden ebenso gerne gefressen; auch kleinere Fische stehen auf dem Speiseplan. Als Gelegenheitsnahrung dienen beispielsweise Mäuse und Schnecken. Da Amphibien die wichtigste Nahrungsgrundlage stellen, sind Ringelnattern oft in deren Nähe zu finden

Fortpflanzung

Paarungen erfolgen ab April, mitunter große Paarungsgemeinschaften aus über 50 Tieren bei denen viele Männchen um wenige Weibchen buhlen. Zwischen Juni und August Ablage von 30-50 Eiern pro Gelege in vermoderndes Totholz, Komposthaufen; es wurden auch schon Gemeinschaftsgelege von bis zu 3000 Eiern gefunden. Die Embryonalentwicklung dauert ca. 4 Wochen. Jungschlangen schlüpfen von Ende Juli bis Ende September. Winterruhe in frostgeschützten Verstecken.

Besonderheiten

Bei einer Bedrohung beißen Ringelnattern in der Regel nicht, sondern sie entleeren eine stinkende Flüssigkeit aus der Kloake. Bei großer Gefahr, zB durch Fressfeinde, setzen sie auch den so genannten Totstell-Reflex ein bei dem sie wie ein totes Tier völlig erschlaffen und die Zunge aus dem Maul hängen. Das kann dazu führen, dass der Fressfeind das Interesse verliert und die Schlange sich danach schnell aus dem Staub machen kann.

Safari Infos

In der warmen Jahreszeit begegnet uns die Ringelnatter gelegentlich bei Spaziergängen. Durch ihre Scheu ist sie aber oft verschwunden bevor man sie bemerkt und so sieht man meist nur noch die Schwanzspitze die im Dickicht verschwindet. Bei der Wassererlebnis-Safari können Sie mehr über die Ringelnatter und andere im Wasser lebende Tiere erfahren und diese Schlange eventuell auch beim Schwimmen beobachten.

Safari Gewinnspiel

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