Der Schwalbenschwanz - Papilia machaon

Aktuelle Entdeckung
Aktuelle Entdeckung

Ein seltener Flugkünstler

Der Schwalbenschwanz ist ein Schmetterling aus der Familie der Ritterfalter, deren Vertreter zu den farbenprächtigsten und auch größten Tagfaltern überhaupt gehören. Er zählt wohl zu den schönsten Schmetterlingen Europas. Seinen Namen hat der edle Tagfalter aufgrund seines an den Vogel erinnernden Fortsatzes der gelb-schwarzen Hinterflügel.

Aussehen

Durch sein schwarz-gelbes Muster und seine beachtliche Spannweite von bis zu 75 mm gehört der Schwalbenschwanz zu den auffälligsten heimischen Schmetterlingen. Bei genauerer Betrachtung bemerkt man die dezent blaue Zeichnung auf den Hinterflügeln und die roten Augenflecken. Ein weiteres Merkmal sind die beiden eher kurzen Schwanzspieße. Die Raupen des Schwalbenschwanzes zeigen ein kräftiges, kontrastreiches Hellgrün-Schwarz mit orangeroten Punkten. Sie sind glatt, völlig unbehaart und können bis zu 45 mm lang werden.

Nahrung

Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener Pflanzen, vorwiegend aus der Familie der Doldenblütler. Im Seewinkel kommt dabei der Wilden Möhre (Daucus carota subsp. carota) besondere Bedeutung zu, welche hier ihre mit Abstand wichtigste Nahrungspflanze darstellt. Die Imagines, d. h. die ausgewachsenen Falter, ernähren sich von Nektar verschiedenartigster Blütenpflanzen.

Verbreitung & Lebensraum

Der Schwalbenschwanz und seine Unterarten sind – entsprechende Lebensräume vorausgesetzt – über weite Teile der nördlichen Erdhalbkugel verbreitet. Schwalbenschwänze bevorzugen offenes Gelände mit sonnenbeschienenen Trocken- oder Halbtrockenrasen. Vor allem bei längen Warmwetterperioden findet man sie, bei geeigneter Bepflanzung, durchaus auch in Gärten. Aber sogar im Gebirge auf bis zu 2.000 Metern Höhe wurden einzelne Exemplare bereits nachgewiesen.

Fortpflanzung

In Mitteleuropa fliegt der Schwalbenschwanz üblicherweise in zwei Generationen von Ende April bis August. Beide Generationen unterscheiden sich hinsichtlich Farbe und Muster leicht voneinander. In wärmeren Gebieten mit längerer Vegetationsperiode können sich durchaus auch drei Generationen bilden. Die Eier werden in niedriger Höhe auf die Blätter der Wirtspflanzen gelegt, nach etwa einem Monat schlüpfen die Raupen, die sich in einem Alter von etwa 30 Tagen verpuppen. 14-21 Tage später schlüpfen die fertigen Falter. Die Puppen der letzten Generation überdauern den Winter.

Besonderheiten

Die Raupen reagieren sehr empfindlich auf Berührungen. Dabei verströmen sie einen äußerst unangenehmen Geruch, der über eine sich plötzlich hervorstülpende gelbe „Nackengabel“ abgegeben wird.

Charakteristisch für den Schwalbenschwanz ist auch sein spezielles Flugverhalten. Der wanderfreudige Schmetterling nutzt seine verhältnismäßig großen Flügel auf besondere Art und Weise, indem er mit faszinierenden flatternden und segelnden Flugeinlagen begeistert. Besonders die Kombination aus Flugverhalten und Farbgestaltung der Flügel wirkt eindrucksvoll auf Beobachter.

Gefährdung

Der Schwalbenschwanz ist in den meisten österreichischen Bundesländern als „gefährdet“ eingestuft. Hauptursachen sind das Verschwinden offener Wiesenlandschaften, zu intensive Beweidung bzw. zu häufige Mahd; ganz besonders leidet die Art unter dem Einsatz von Pestiziden. Durch entsprechende Gegenmaßnahmen haben sich die Bestände mancherorts in den letzten Jahren ein wenig erholt.  

Safari Infos

Besonders häufig ist der Schwalbenschwanz im Seewinkel leider nicht mehr. Trotzdem gelingt es uns im Sommer und speziell in offenen weitläufigen Gebieten wie z. B. rund um die Lange Lacke immer wieder, Exemplare zu sehen. Speziell „Große“ und „Kleine Entdeckertour“, „Familiensafari“ und „Walkingsafari“ bieten einen guten Rahmen für Sichtungen und Erklärungen zu diesem wunderschönen Insekt.

Aktuelle Termine finden Sie beim Safari-Wochenprogramm auf unserer Homepage.

Safari Gewinnspiel

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