Die Stockente - Anas platyrhynchos

Aktuelle Entdeckung
Aktuelle Entdeckung

Alles andere als gewöhnlich

Jeder kennt sie, die meisten bezeichnen sie einfach als „Wildente“ – dabei ist die Stockente nur einer von weit über 20 Vertretern aus der Familie der Entenvögel, die im Raum Neusiedler See wildlebend vorkommen. Durch ihre Häufigkeit und ihr oft wenig scheues Verhalten, sind Stockenten leicht zu beobachten und die Farbenpracht der Erpel im Prachtkleid ist immer wieder beeindruckend, aber vielleicht zu alltäglich, um beachtet zu werden.

Zitat: „Wäre ich nicht so häufig, dann wäre ich die schönste Ente Europas“.

Aussehen

Mit einer Körpergröße von 50-65 cm und einem Gewicht von 750 g bis hin zu über 1.500 g gehören die Stockenten zu den größten heimischen Entenarten, wobei die Erpel etwas größer und schwerer sind als die Enten. Das Gefieder der Männchen ist wohl jedem bekannt, besonders markant sind der gelbe Schnabel, der grüne Kopf und der auffällige weiße Halsring beim Männchen und die beiden gerollten Federn an der Schwanzspitze, die sogenannten Erpellocken. Diese wurden gerne als Hutzier verwendet. Das Weibchen ist mit seinem braun gefleckten Gefieder ungleich besser getarnt. Beide Geschlechter tragen an der Seite einen kräftig blau gefärbten, weiß eingerahmten Spiegel. Vom Hochsommer bis Frühherbst, wenn weder gebalzt noch gebrütet wird, verwandeln sich die adulten Männchen allerdings vom Gefieder fast zur Unkenntlichkeit. Man könnte meine, eine andere Art vor sich zu haben. Sie tragen ein sogenanntes „Schlichtkleid“, in welchem sie den Weibchen sehr ähnlich sind.

Vorkommen und Lebensraum

Stockenten findet man praktisch auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel – so auch in ganz Europa mit Ausnahme einiger weniger Gebiete im nördlichsten Norden. Sie stellen keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum, lediglich das Vorhandensein irgendeiner Art von Gewässer ist Voraussetzung. So sind sie nicht nur im Seewinkel an vielen Gewässern zu finden, sondern auch an kleinen Gewässern im Siedlungsgebiet und in den Städten.

Zugverhalten

Stockenten sind überwiegend Zugvögel, in warmen Gegenden gibt es auch nicht-ziehende Populationen. Im Seewinkel sind Stockenten ganzjährig anzutreffen, wobei es fast das ganze Jahr über zu einer Vermischung von heimischen und durchziehenden bzw. überwinternden oder übersommernden Exemplaren aus anderen Gegenden kommt. Anders gesagt: Bei weitem nicht jede Stockente, die man bei uns antrifft, ist auch ein tatsächlich hier heimisches Exemplar.

Nahrung

Was ihre Nahrung betrifft sind Stockenten nicht wählerisch und können als Allesfresser bezeichnet werden. Fressbares wird sowohl im Wasser als auch an Land gefunden. Typisch wie bei anderen Vertretern der sogenannten „Schwimmenten“ ist das Grundeln in der typischen „Köpfchen unter Wasser – Schwänzchen in die Höh“ – Position.

Brut und Aufzucht

Brut und Aufzucht der Jungen ist reine Frauensache, die Erpel kümmern sich nicht um den Nachwuchs. Es kommt zwar selten auch zu mehrjährigen Dauerehen, im Regelfall bleiben die Paare aber für nur eine Brut zusammen. Bei beiden Geschlechtern wird eheliche Treue nicht allzu großgeschrieben und es kommt immer wieder zu Fremdbegattungen. Die eigentliche Partnersuche findet im Spätherbst/Winter statt, wobei es zunächst zu einer Gemeinschaftsbalz der Erpel kommt, die im Laufe der Wochen in eine Paarbalz übergeht. Eiablage und Brutbeginn erfolgen je nach Witterung im Laufe des Frühlings. Rund 10 Eier werden 27-28 Tage bebrütet. Die Entenküken sind Nestflüchter und können bereits kurz nach dem Schlüpfen laufen und schwimmen. Sie werden von der Mutter lediglich beaufsichtigt, die Nahrung muss selbst gefunden werden. Nach rund 8 Wochen sind die Jungen flugfähig und bleiben danach noch weitere 8-9 Wochen beim Muttertier.

Übrigens leitet sich der Name der Stockente von ihrem bevorzugten Brutplatz ab. Gerne legen Stockenten ihre Nester an erhöhten Punkten an. Grade entlang von Gewässern, wo Weiden immer wieder geschnitten, fanden sich gern auf diesen Stümpfen die Nester der Stockenten.

Safari Infos

Es gibt kaum eine Safari, bei der wir nicht irgendwann auf Stockenten treffen. Die Safari „Forschermission zu den Wasservögeln“ bietet für Kinder die Gelegenheit spannend und interaktiv mehr über die Stockenten zu erfahren und auch andere für Gewässer typische Vogelarten zu entdecken, kennen zu lernen und zu bestimmen.

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