Die südrussische Tarantel

Lycosa singoriensis
Die südrussische Tarantel
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Die südrussische Tarantel

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker!

Bitte nicht erschrecken, ich bin nicht einmal ansatzweise so gefährlich wie ich aussehe. Zwar bin ich giftig, allerdings bei weitem nicht so stark wie manche meiner Verwandten – zudem bin ich nicht besonders beißfreudig, außerdem nachtaktiv, menschenscheu und sehr selten. Die Chance für eine zufällige Begegnung mit mir ist somit äußerst gering. Und glaubt mir: Ich beiße wirklich nur, wenn ich mich bedroht fühle und keinen anderen Ausweg mehr sehe. Und sogar davor warne ich noch mit erhobenen Vorderbeinen. Am liebsten aber ergreife ich die Flucht, wenn Menschen in der Nähe sind.  Mein Biss ist grundsätzlich nur für meine Beute gedacht.

Ich will Euch aber nicht länger auf die Folter spannen, lest mehr über mich und meine Artgenossen auf den folgenden Seiten.

Größe
  • Körperlänge Weibchen: bis 40 mm
  • Körperlänge Männchen: bis 27 mm
  • Beinspannweite: bis 70 mm
Gewicht

Das Gewicht der Südrussischen Tarantel beträgt 2,5 bis 7 Gramm.

Zum Vergleich:
Das Wintergoldhähnchen (Regulus regulus), der kleinste Vogel Europas, wiegt etwa 5 bis 7 Gramm; die Bienenelfe (Mellisuga helenae), der kleinste Vogel der Welt, erreicht nicht einmal 2 Gramm.

Rekord

Mit diesen Maßen gilt die Südrussische Tarantel als die zweitgrößte Spinne Europas. Übertroffen wird sie lediglich von der Schwarzen Vogelspinne (Chaetopelma olivaceum), die in Europa allerdings ausschließlich auf Zypern vorkommt.

Lebenserwartung

Weibchen bis 2 Jahre, Männchen bis 1 Jahr.

Aussehen

Die Südrussische Tarantel ist der größte europäische Vertreter aus der Familie der Wolfsspinnen sowie die größte in Kontinentaleuropa vorkommende Spinne überhaupt. Die Weibchen sind größer als die Männchen. Beine und Vorderkörper sind weitgehend grau bis graubraun, am Hinterkörper befinden sich dunkle Winkelflecken und helle Punktpaare. Farben und Muster stellen für ihren Lebensraum eine perfekte Tarnung dar.

Lebensraum

Südrussische Taranteln sind typische Steppenbewohner. Sie leben in 15 – 20 cm tiefen Wohnröhren mit einem Eingangsdurchmesser von 3 – 4 cm, in seltenen Fällen wurden Tiefen von bis zu 60 cm nachgewiesen. Die Röhren werden normalerweise nur nachts zur Jagd verlassen und bereits bei geringen Erschütterungen zur Flucht wieder aufgesucht.

Bevorzugter Lebensraum sind schwach bewachsene Areale mit sandigen oder leicht salzigen Böden. Gelegentlich kommen sie auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen vor. Im Wald hingegen ist diese Art nicht anzutreffen. Der Seewinkel mit seinen weitläufigen, extensiv beweideten Flächen und salzigen Lackenrändern ist daher ein geeigneter Lebensraum. Wird die Vegetation durch Nichtbeweidung oder Aussüßung zu dicht, kommt es zu einer Abwanderung.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Südrussischen Tarantel erstreckt sich zum großen Teil über die sogenannte Eurasische Steppe. Diese beginnt hier bei uns im östlichen Burgenland und erstreckt sich mit Unterbrechungen über das Schwarze Meer, das Kaspische Meer bis in die Mandschurei. Somit gehört der Seewinkel zur westlichsten Verbreitungsgrenze dieser Art. Man geht davon aus, dass die ersten Südrussischen Taranteln etwa im späten 19. Jahrhundert nach Mitteleuropa eingewandert sind.

Fortpflanzung

Paarungszeit ist im Spätsommer sowie im Frühherbst. Durch Pheromone angelockt, suchen die männlichen Spinnen die Unterschlupfe der Weibchen auf. Bevor es zur Paarung kommt, muss das Männchen einen Balztanz vorführen. Der eigentliche Geschlechtsakt kann bis zu 2 Stunden dauern und findet in der Wohnröhre des Weibchens statt. Während die Männchen im Herbst sterben, überwintern die befruchteten Weibchen in ihren Erdhöhlen. Im Mai beginnt das Weibchen mit der Herstellung eines Kokons, welches bis zu 300 Eier enthält. Die Jungtiere lassen sich bis zur ersten Häutung am Hinterkörper der Mutter tragen. Danach baut das Weibchen noch einen weiteren Kokon. Nach der Trennung von diesen Jungspinnen stirbt das Muttertier.

Haben die Jungtiere ihre Mutter verlassen, beginnen sie zu Wandern und eigene Wohnröhren anzulegen. In der Wachstumsphase kommt es zu mehreren Häutungen, die letzte davon im Frühherbst. Danach sind die Tiere geschlechtsreif.

Nahrung

Bevorzugte Nahrung sind Käfer, Heuschrecken und sogar kleine Wirbeltiere. Diese werden nicht wie bei vielen anderen Spinnenarten in einem Netz gefangen. Stattdessen lauern die Tiere in der Dämmerung oder nachts auf Beute, um diese aus einer versteckten Position aus zu überraschen und mit ihrem Biss bewegungsunfähig zu machen. Man bezeichnet Südrussische Taranteln daher als Lauerjäger.

Gift

Im Gegensatz zu den meisten anderen heimischen Spinnen ist die Südrussische Tarantel in der Lage, die menschliche Haut zu durchbeißen. Der Biss gilt als schmerzhaft aber für einen gesunden Menschen harmlos. Er wird gerne mit einem Stich einer Wespe verglichen. Typische Symptome sind Schwellungen und Rötungen an der Bissstelle. Ganz selten kommt es zu Müdigkeit oder Atemnot, beides verschwindet in der Regel aber rasch wieder.

Neuere Forschungen haben ergeben, dass bestimmte Bestandteile des Giftes antibakterielle sowie tumorwachstumshemmende Wirkungen haben, die vielleicht sogar einmal in der Medizin eingesetzt werden könnten. Folgen Sie zu diesem Thema dem entsprechenden Link im Abschnitt Multimedia.

Gefährdung

In Österreich ist die Südrussische Tarantel als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Gefährdungsursachen sind in erster Linie Lebensraumverlust durch Intensivierung der Landwirtschaft bzw. die Verbuschung von Flächen nach Aufgabe von Beweidung. Kommt es zur Aussüßung von salzigen Böden und somit in weiterer Folge zu einem dichteren Bewuchs, führt dies auf besiedelten Flächen ebenfalls zum Verschwinden der Südrussischen Tarantel. In sehr feuchten Jahren können auch Überschwemmungen zu Bestandseinbußen führen. Im östlichen Verbreitungsgebiet gilt der Bestand als ungefährdet.

Safari

Wir halten uns bei vielen unserer Safaris im Lebensraum der Südrussischen Tarantel auf. Aufgrund ihrer Lebensweise und ihres seltenen Vorkommens ist es aber äußerst unwahrscheinlich, auf ein Exemplar dieser Art zu treffen. Eventuell entdeckt man vielleicht den Eingang zu einer Wohnröhre.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie Videos mit besonderen Inhalten zur russischen Tarantel.

Allgemeine Infos:

Infos zum Gift:

Weibchen mit Jungtieren:

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Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 30. September 2022. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Südrussische Taranteln gehören zur Familie der*
Südrussische Taranteln sind*
Der Biss einer Südrussischen Tarantel ist vergleichbar mit einem*
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