Uferschnepfe - Limosa limosa

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Uferschnepfe

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker!

Darf ich mich vorstellen: Ich bin eine Uferschnepfe, ein typischer und charakteristischer Vogel für die Wiesen- und Lackenlandschaft des Seewinkels. Naturinteressierte, die in und um die Bewahrungszonen des Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel unterwegs sind, haben mich sicherlich schon mal gesehen oder auch gehört. Denn besonders zur Balz- und Paarungszeit sind wir äußerst ruffreudig und dank unserer lauten Stimme schon von weitem hörbar.

Mehr über mich und meine Artgenossen erfahren Sie auf den folgenden Seiten und wer weiß, vielleicht begegnen Sie mir ja mal auf einer Safari mit den Rangern der St. Martins Therme und Lodge. Die Chancen dafür stehen vor allem im Frühling sehr gut.

Ihre Uferschnepfe

  • Länge: 37 – 45 cm

  • Schnabellänge: 9 – 11 cm

  • Flügelspannweite: 63 – 75 cm

  • Gewicht: bis max. 500 g

  • Gelege: meist 4 Eier

  • Brutdauer: 21 – 24 Tage

  • Lebensdauer: Bis zu 18 Jahre

Aussehen

Die Uferschnepfe gehört zu den größten Watvögeln (auch „Limikolen“). Besonders auffallend sind die in Relation zur Körpergröße äußerst langen Beine sowie der ebenfalls sehr lange Schnabel. Dabei sind die Weibchen im Durchschnitt etwas größer und langschnäbeliger als die Männchen.

Im Prachtkleid ist das Gefieder der Männchen etwas kräftiger rostbraun als jenes der Weibchen, während im Schlichtkleid beide Geschlechter mehr oder weniger grau gefärbt sind. Besonders auffallend im Flug ist der markante weiße Flügelstreif.

Lebensraum & Verbreitung

Bevorzugter Lebensraum sind extensiv beweidete oder gemähte offene Feuchtwiesen mit flachen Gewässern in der Nähe.

Die Brutgebiete der Uferschnepfe reichen unzusammenhängend von Island über Kontinentaleuropa bis nach China und Ostsibirien. Der Raum Neusiedler See ist das einzige Brutgebiet in Österreich. Hier sind es im langjährigen Schnitt etwa 70 bis 150 Brutpaare jährlich. In sehr trockenen Perioden können es aber auch viel weniger sein, weshalb die Art in den vergangenen Jahren nur noch vereinzelt in der Region gebrütet hat. Den Winter verbringen die im Seewinkel heimischen Uferschnepfen vermutlich vorwiegend in Ostafrika. Es gibt Untersuchungen die darauf hindeuten, dass der Flug in den Süden in einem Nonstop-Flug von durchaus über 4.000 km zurückgelegt werden kann.

Nahrung

Das Nahrungsspektrum setzt sich in erster Linie aus Kleinkrebsen, Insekten und Würmern zusammen. Während des Zuges oder im Winterquartier wird auch auf pflanzliche Kost wie Körner oder Samen zurückgegriffen. Mit ihren langen Beinen und dem langen Schnabel ist die Uferschnepfe perfekt für die Nahrungssuche im für sie bauchtiefen Wasser angepasst. Die flachen Lacken des Seewinkels sind daher – sofern wasserführend – ein idealer Fressplatz.

Balz- und Brutverhalten

Nach der Rückkehr aus dem Winterquartier kommt es rasch zu spektakulären Balzflügen der Männchen. Dabei wird versucht, das Weibchen durch mehrmaliges, Auf- und Abfliegen, steilen Sturzflügen und Pendelflügen, begleitet von lauten Rufen, zu beeindrucken. Gleichzeitig werden durch dieses Verhalten auch die Reviere markiert. Bei den St. Martins Balzsafaris im Frühling stehen die Chancen nicht schlecht, dieses Verhalten vor Ort mit dem Fernglas zu beobachten.

Das Nest befindet sich am Boden, die Eier werden sowohl vom Weibchen als auch vom Männchen bebrütet. Die Küken sind Nestflüchter und werden von den Eltern zwar beaufsichtigt, müssen ihre Nahrung aber bereits selbstständig finden. Mit etwa 4 – 5 Wochen sind die Jungvögel flugfähig.

Gefährdung

Es sind im Wesentlichen 2 Faktoren, die den Bestand der Uferschnepfe gefährden. Zum einen die immer intensiver werdende Landwirtschaft und damit eingehend Lebensraumverlust (z. B. feuchter Wiesen und Lacken) und ungünstige Mähzeiten. Zum anderen aber auch der Klimawandel, welcher speziell im Seewinkel den Beständen stark zusetzt. Wenn die zur Nahrungssuche so wichtigen Lacken im Frühjahr zu früh austrocken, kann es in diesem Jahr zu beinahe kompletten Brutausfällen kommen.

Zwar halten sich Uferschnepfen nur relativ kurz, nämlich von etwa Mitte März bis Ende Juli im Seewinkel auf, gehören aber in dieser Zeit aufgrund ihres auffälligen Verhaltens und den relativ geringen Fluchtdistanzen zu den am besten und am einfachsten zu beobachtenden Vögeln. Zur Brutsaison sind sie vorwiegend an den Uferbereichen und Rändern der Lacken sowie am Vorgelände des Neusiedler Sees anzutreffen. Zur Mauser im Sommer sammeln sie sich oft in großen Gruppen. Durchziehende Trupps mit meist kurzer Aufenthaltsdauer kann man sogar bis in den Spätsommer hinein antreffen. Egal ob Brutvogel oder Durchzügler – zur Vermeidung von Störungen ist immer ein Respektabstand zwischen Beobachter und Vogel einzuhalten. Daher ist die Mitnahme eines Fernglases unbedingt empfehlenswert.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie Videos mit besonderen Inhalten zu der Uferschnepfe.

Uferschnepfe rufend

Einblick ins Nest der Uferschnepfe

Lebensraum St. Martins Therme & Lodge

Der St. Martins Foto-Hide an der renaturierten Pimetzlacke am Gelände der St. Martins Therme & Lodge bietet gute Möglichkeiten zum Beobachten und Fotografieren von Uferschepfen. Auf Augenhöhe mit den Vögeln selbst und versteckt hinter einer teilverspiegelten Scheibe, ist schon so manch tolles Foto einer Uferschnepfe entstanden.

Die flache Wasserfläche der renaturierten Lacke wird vor allem im Frühling und Frühsommer gerne von balzenden und nahrungssuchenden Uferschnepfen angenommen. In naher Zukunft hoffen wir natürlich auch auf eine erfolgreiche Brut in den angrenzenden mit Gräsern bewachsenen, flachen, überstauten Uferbereichen dieser Lacke!

Mit etwas Glück lassen sich Uferschnepfen aber auch bei einem Spaziergang am Entdeckerpfad beobachten. Abgesehen von Beobachtungen im Flug, nutzen sie vor allem in feuchten Jahren auch mal die Pflöcke der Weidezäune als Sitzwarte.

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 31. März 2021. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Wann ist im Seewinkel die beste Zeit, um Uferschnepfen zu beobachten?*
Wo verbringen die Seewinkler Uferschnepfen vermutlich den Winter?*
Wie viele Eier zählt ein Gelege der Uferschnepfe im Durchschnitt?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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