Vogelei

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker!

Ich bin es, das Vogelei. Das klingt erstmal etwas seltsam und vielleicht überraschend, aber diesmal geht es in unserem Newsletter nicht um eine typische Tier- oder Pflanzenart, sondern um das Geheimnis rund um mich, dem Vogelei! In diesem Newsletter kannst du viel über das Vogelei herausfinden, wer das größte und wer das kleinste Ei legt und was es eigentlich zu Ostern mit Eiern auf sich hat. Zu Ostern gehören bunte Eier dazu, ganz klar! Aber woher kommt eigentlich der Brauch, zum Osterfest Eier zu färben und zu verstecken und welche Symbolik steckt dahinter?

So, jetzt aber genug geredet! Das St. Martins Outdoor-Team hat alles Wissenswerte rund um mich in kompakter Form aufbereitet. Viel Spaß beim Lesen!

Alles Liebe, Ihr Vogelei

Wissenswertes

Es heißt „Kein Ei gleicht dem anderen.“ und das trifft auch wirklich zu. Die verschiedenen Merkmale der Vogeleier, die Form, die Größe, die Farbe und die Zeichnung führt zu einer derartigen Vielfalt, dass fast jedes Ei, der ca. 10 000 Vogelarten weltweit, individuell aussehen lässt. Dennoch ist es weltweit aber nicht möglich, wirklich jedes Ei mit Sicherheit zu identifizieren, sofern man nicht wenigstens den Fundort kennt. Aber auch die Beschaffenheit des Schnabels hat Auswirkungen auf die Eiform, oder umgekehrt? Die wohl zahlenmäßig meisten Eier legen übrigens Hühnervögel. Die Hühner gehören außerdem zu den Vogelarten, die bei Verlust des Geleges sogar mehrmals nachlegen können. In Österreich nimmt bei den Singvögeln die Blaumeise den Spitzenplatz mit ca. acht bis zwölf Eiern pro Gelege ein.

Begriffserklärung

Oviparie

Als ovipar bezeichnet man Tiere die Eier legen. Es handelt sich um eine Fortpflanzungsart, bei welcher befruchtete Eier gelegt werden. Dies kommt zustande indem eine innere Befruchtung nach der Begattung stattfindet. Das Ei schützt den heranwachsenden Embryo. Die harte Eischale, wie sie auch Vogeleier aufweisen, hat viele kleine Poren die dem Embryo mit Sauerstoff versorgen. Die Nahrung für den heranwachsenden Embryo ist im Dotter gespeichert. Mit der Zeit wächst der Embryo heran bis er schlussendlich die Eischale aufpickt und schlüpft.

Viviparie

Im Gegenzug dazu bezeichnet der Begriff Viviparie die Lebendgeburt. Bei dieser Fortpflanzungsweise findet die Entwicklung des Embryos im Mutterleib statt, ohne von einer Eihülle umgeben zu sein.

Welche Tiere legen Eier

Nicht nur Vögel, sondern auch viele andere Tiergruppen legen Eier, wie z.B. Fische, Insekten, Spinnen, Amphibien, Reptilien und sogar Säugetiere, wie das Schnabeltier oder der Ameisenigel. Die Menge der abgelegten Eier unterscheidet sich aber sehr stark. Wenn wir ab nun bei der Vogelwelt bleiben, dann können Entenvögel oder Hühnervögel sogar über 10 Eier pro Nest legen. Die meisten unserer heimischen Singvögel legen 4 bis 5 Eier, es gibt aber auch einzelne Vogelarten, wie z.B. die Großtrappe, die nur 2 Eier legen. Albatrosse, die selbstverständlich nicht heimisch sind, legen hingegen nur 1 Ei pro Gelege und Jahr. Wie viele Eier ein Vogel unter natürlichen Bedingungen legt, hängt unter anderem vom Nahrungsangebot ab, bzw. auch davon, wie aufwendig es ist, Nahrung aufzutreiben.

Färbung der Vogeleier

Vogeleier erhalten ihre Farbe vor allem durch zwei Pigmente. Das eine ist blau oder grünlichblau und färbt das ganze Ei gleichmäßig ein. Ein Beispiel dafür sind die leuchtend türkisen Eier der Singdrossel. Das andere Pigment ist rot über braun bis schwarz und überzieht das Ei normalerweise mit einer dünnen Schicht auf der Oberfläche, wie zum Beispiel das rötliche Ei des Wanderfalken. Durch das rötliche Pigment kann eine eigentlich weiße Schale gelb oder rotbraun und eine blaue Schale grün oder olivfarben erscheinen. Das Pigment ist auch für die Schalenzeichnung verantwortlich. Die Ausprägung der Zeichnung hängt u.A. von der Verweildauer im Eileiter ab. Die Eischale besteht aus mehreren Schichten. Pigmente können sich überlagern und so graue, purpurfarbene oder sogar blassviolette Schattierungen entstehen lassen. Bei vielen Vogelarten dient die Färbung der Eier der Tarnung zum Schutz vor möglichen Fressfeinden.

Eiergrößen

Logisch scheint, dass kleine Vögel kleine Eier legen, und große Vögel große Eier. Doch so genau stimmt das nicht. Wenn das Gewicht des Eis auf das Gewicht des Vogels bezogen wird, liegt dieser Wert meist zwischen 2% beim Strauß und 10% bei kleineren Vögeln. Eine Ausnahme stellt der Wappenvogel Neuseelands dar. Beim Kiwi (Apteryx sp.) kann das Gewicht des Eis bis zu 25% seines Körpergewichts betragen.

Aufbau des Eis am Beispiel des Hühnereis

Ein Ei besteht nicht nur aus Schale, Dotter und Eiklar, sondern hat mehrere Bestandteile. Die äußerste Schicht wird Oberhäutchen genannt. Damit keine Bakterien bei dem Luftaustausch durch die Poren in das Ei eindringen, befindet sich diese Schutzbarriere an der Außenseite der Schale. Diese wird zerstört, wenn ein Ei gewaschen und gerieben wird. Beim Waschen können die Poren einerseits verstopfen und das Ei kann dann nicht mehr Atmen, oder aber Bakterien können durch das Fehlen des Häutchens direkt ins Ei eindringen. Deshalb ist es verboten Eier zu waschen, bevor sie in den Handel kommen.

Die Eischale kann verschiedene Farben haben und kann natürlich zerbrechen. Braune Eier haben eine etwas festere Schale als weiße Eier. Die Eierschale besteht zu 90% aus Kalk, ist etwa 0,3-0,4 mm dick und macht rund 10% des Gesamtgewichts eines Eis aus. Die Schale schützt das Innere und schließt das Ei nicht luftdicht ab, sondern hat rund 10.000 Poren durch die Luft ausgetauscht wird.

Rund zwei Drittel des Ei-Inhalts entfallen auf das Eiklar, das in zähflüssiger und dünnflüssiger Form vorkommt. Umgangssprachlich wird das Eiklar oft fälschlich als Eiweiß bezeichnet. Obwohl Eiklar etwa 10% Eiweiß enthält, macht Wasser rund 90% aus. Das Eiklar sollte beim aufgeschlagenen Ei im zähflüssigen Teil gewölbt sein. Läuft das Eiklar breit auseinander, ist das Ei schon längere Zeit gelagert.

Auch der Dotter ist bei einem frischen Ei höher gewölbt, als bei einem älteren Ei. Zerreißt die Dottermembran beim Aufschlagen des Eies, ist das auch ein Zeichen für Überlagerung. Der Dotter macht rund ein Drittel des Ei-Inhalts aus. Er ist üblicherweise von hellgelb bis dunkelorange gefärbt. Die Färbung hängt vor allem vom Futter des Huhns ab. Mais und Grünfutter ergeben besonders dunkel und intensiv gefärbte Dotter. Auf den Geschmack hat die Farbe keinen Einfluss. Der Dotter wird durch die Hagelschnur in Position gehalten. Die Aufgabe der Hagelschnur ist das Fixieren des Eidotters in der Eimitte. Ansonsten könnte der Dotter gegen die Eischale schlagen und beschädigt werden.

Die Luftkammer dient als Luftreservoir für den Embryo, der gegen Ende der Brutzeit mit dem Schnabel die innere Schalenhaut durchstößt und beginnt, durch die Lunge zu atmen. Die Größe der Luftkammer ist ein wichtiges Merkmal für den Frischezustand von Eiern. Es verdunstet Wasser durch die Poren und dadurch vergrößert sich die Luftkammer. Der Frischezustand von Eiern hängt vom Alter sowie der Aufbewahrungsumgebung ab. Eier gehören in den Kühlschrank, denn niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit sind günstig. So können sich auch Salmonellen nicht gut vermehren.

Rekorde in der Eier-Welt

Der afrikanische Strauß (Struthio camelus) legt die größten Eier. Sie wiegen zwischen 1,2 – 1,9 kg, das entspricht in etwa 20 bis 25 Hühnereiern. Noch größere Eier legte einst der in Madagaskar lebende Elefantenvogel (Aepyornis maximus). Dieser Riesenvogel, welcher 450 kg schwer war und eine Größe von drei Metern erreichte, ist aber seit etwa 450 Jahren ausgestorben.

Das kleinste Ei legt die winzige Bienenelfe (Mellisuga helenae), auch Kubaelfe oder Hummelkolibri genannt. Diese Art ist in Kuba endemisch, das heißt sie kommt weltweit nur in einigen Regionen der Haupinsel Kubas vor. Der kleinste Vogel der Welt legt auch das kleinste Ei der Welt. Somit ist das Ei etwa so groß wie eine Erbse und wiegt maximal 0,4 g, welches in etwa einem 150zigstel eines Hühnereis entspricht.

Henne Ei Debatte

Was war zuerst da: die Henne oder das Ei? Diese Frage beschäftigt die Menschheit schon seit der Antike und wurde von vielen Wissenschaftern unterschiedlich beleuchtet. Für die Biologie ist diese Frage weit weniger spannend als man vermuten würde. In der Evolution laufen Prozesse immer graduell ab, das heißt, ob das Ei oder die Henne zuerst entstand, ist eine Definitionssache. Aber durch Mischung und Mutation der elterlichen Gene im Ei entwickelte sich ein Nachkomme mit neuen Merkmalen. Dieses Lebewesen war ein Vogel und wurde fortan als Huhn bezeichnet. Die neue Art ist nicht erst mit dem Schlüpfen des Kükens existent, sondern entsteht schon im Ei. Das heißt also, das Ei war zuerst da.

Ostern und Ostereier

Es gibt verschiedene Vermutungen, warum wir zu Ostern Eier bunt bemalen. Schon seit frühester Zeit wird dem Ei eine besondere Symbolkraft zugewiesen. Das Ei gilt seit jeher in vielen Kulturen als Symbol für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Es ist Symbol für das Leben an sich. Schon im alten Ägypten wurde das Ei als Ursprung der Welt verehrt. Bemalte Eier als Grabbeigabe sind auch aus der europäischen Antike bekannt. Die frühen Christen Mesopotamiens bemalten Eier rot, um an das Blut Christi zu erinnern. Dass die Eier verschieden gefärbt wurden, hatte aber auch praktische Gründe und es gibt einige Erklärungen dafür. Aufgrund der Fastenzeit durften ab Aschermittwoch bis Ostern neben Fleisch auch keine Eier gegessen werden. Da die Fastenzeit über sechs Wochen dauert, erfolgte die Haltbarmachung durch Hartkochen der Eier. Um jüngere Eier von älteren zu unterscheiden, färbte man sie unterschiedlich ein. Eier wurden zu Ostern aber auch gesegnet. Eine weitere Erklärung, dass Eier gefärbt wurden, ist, dass man somit gesegnete von ungesegneten Eiern unterscheiden konnte. Die gesegneten Eier wurden dann am Ostersonntag gegessen.

Der Brauch des Versteckens von Ostereiern hat angeblich einen heidnischen Ursprung. Denn um die Frühlingsgöttin zu ehren, wurden Eier verschenkt. Jedoch missfiel dieser Brauch der Kirche und verbot diese Tradition. Die Folge war, dass die Eier nun heimlich verschenkt, sprich versteckt wurden.

Wann und Wo?

Der Seewinkel ist ein Hotspot der Vogelwelt und somit ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, auch eine große Vielfalt an Eiern zu entdecken. Wohlgemerkt aber, ist es nicht erlaubt, sich den Nestern zu nähern und die Vögel bei der Brut zu stören und es darf auch keinesfalls ein Ei aus einem Nest genommen oder sogar entfernt werden! Oberstes Gebot ist immer auf den Wegen bleiben und die Gelege und Nester aus der Entfernung mit Spektiv oder Fernglas zu beobachten. Bei Stress, Störung und vor allem regelmäßiger und andauernder Störungen können die Eier auch auskühlen. Die Elternvögel verlassen das Gelege und so ist die Brut verloren.

Es kann aber immer sein, dass man Eischalen einfach am Spazierweg findet, wenn z.B. Eier von anderen Tieren aus Nestern entfernt und diese dann an anderer Stelle verzehrt wurden. Oder aber die Eischalen fallen nach dem Schlüpfen einfach aus dem Nest und landen unter dem Baum oder Strauch.

Vögel bei ihrer Bruttätigkeit zu beobachten, das ist im Seewinkel während der Frühlingszeit immer wieder möglich. So brüten Kiebitze, Säbelschnäbler, Flussregenpfeifer und auch Stelzenläufer an den Lackenrändern. Grade die Nester der Säbelschnäbler sind für die Beobachtung wohl am besten geeignet. Da Säbelschnäbler auf den ganz offenen Salzflächen brüten, sind sie leicht zu sehen. Stellt man in ausreichender Entfernung ein Säbelschnäblernest im Spektiv ein und wartet mit etwas Geduld, kann man oft auch einen Blick auf die gut getarnten Eier werfen, wenn sich die Vögel bei der Brut abwechseln oder sich strecken, aufstehen und die Eier wenden.

Entdeckt man ein Nest in einem Strauch oder Baum, das unbesetzt ist, kann man gelegentlich auch einen Blick auf die darin liegenden Vogeleier werfen – hier gilt aber auch sich wieder zurückziehen, nicht lange dort stehenbleiben und Eier bzw. Nest nicht entfernen!!

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie Videos mit besonderen Inhalten zum Vogelei.

Eier unterschiedlicher Hühnerrassen

St. Martins Therme & Lodge

Fasane, die wilden verwandten unserer Haushühner und deren Eier findet man des Öfteren am St. Martins Gelände. Wenn man so ein Nest entdeckt, bitte Abstand halten und von der Ferne aus beobachten. Auch weitere Arten und deren Gelege können bei uns entdeckt werden. Man sieht Ringeltaubennester am Gebäude, sowie Mehlschwalbennester an der Fassade und Rauchschwalbennester im Stall. Manche Stockenten brüten sogar in unseren Blumentöpfen und hi und da findet man Nester von Bachstelzen und Hausrotschwänzen auf den Strandliegen oder in Nischen von Dachgiebeln. Es gibt also genug zu beobachten - aber wie gesagt alles mit Abstand und Achtsamkeit!

Die St. Martins Therme & Lodge ist auch ein zertifizierter landwirtschaftlicher Biobetrieb. Wir halten verschiedene Hühnerrassen. Alte Hausstierrassen wie Sulmtaler, Deutsche Zwerglachshühner und Seidenhühner, wie auch Hybridhennen, welche regelmäßig Eier legen. Unsere Hühner leben auf unserem Bio Hof ein glückliches Freilandleben. Wir bieten die Eier unserer freilebenden Hühner auch als „Ei für Zwei“ für ein Frühstück zu Zweit ab Hof an.

Safari

Um die Vogelwelt anschaulicher zu erklären, gibt es bei uns eine ganz spezielle Safari, nämlich die „Tiergestützte Safari mit Professor Huhn“. Zu Beginn werden in unserem „Entdeckerstüberl“ verschiedene Fragen mithilfe unserer tierischer Kollegen, unseren Hühnern, beantwortet. Wer legt welches Ei? Welche Feder gehört zu wem? - und viele Fragen mehr werden beantwortet. Unsere Hühner bringen den kleinen Gästen spielerisch viel Neues bei und dann geht es auch wirklich nach draußen zum Beobachten und Entdecken der vielfältigen Vogelwelt im Seewinkel.

TIPP: Die Forschungsstation bietet in den Osterferien auch Spezialprogramme zum Thema Vogelei an. Der Osterspaziergang am Entdeckerpfad bietet für die ganze Familie spannende Entdeckungen rund um Ostern und das Vogelei. Wer weiß, vielleicht ist dabei sogar auch der Osterhase am Gelände zu entdecken?

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 30. April 2022. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Welcher Vogel legt das kleinste Ei?*
Welche Säugetierart legt Eier?*
Wie viel Prozent des Körpergewichts beträgt das Ei des in Neuseeland lebenden Kiwi?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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