Die grüne Wasseragame

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker,

Hallo, ich bin die grüne Wasseragame (Physignathus cocincinus). Ursprünglich komme ich aus Südostasien, wo ich Regenwaldgebiete in Wassernähe besiedle. Aber immer häufiger entdeckt man mich in großen Terrarien vieler Echsenliebhaber. Wie alle Reptilien stelle ich besondere Ansprüche an meine Haltung. Dafür werde ich sehr zutraulich, wenn man sich täglich mit mir beschäftigt.

Als Jungtier habe ich einen rundlichen, großen Kopf, was mich extrem süß macht. Als erwachsene Agame gefällt meine kräftige Statur und meine wunderschöne Färbung auf. Welche Farbe habe ich eigentlich? Überlegen Sie einmal. Genau, ich bin natürlich grün, wie es mein Name schon verrät.

Wollen Sie mehr über mich wissen?

Dann lesen Sie einfach weiter!


Ihre grüne Wasseragame
Physignathus cocincinus

Name

Die Grüne Wasseragame wird aufgrund ihres Aussehens auch als Grüner Wasserdrache bezeichnet. Im Englischen ist das Tier als Chinese Water Dragon, Asian Water Dragon oder Green Water Dragon zu bekannt.

Verwandschaft

Oft wird die grüne Wasseragame mit dem grünen Leguan verwechselt, der eine bekanntere Art ist. Trotz ihres ähnlichen Aussehens, sind sie aber nicht enger miteinander verwandt.

Grüne Wasseragamen gehören zu den Echsen der alten Welt (Afrika, Asien, Australien und Europa). Leguane und Chamäleons stammen aus der Neuen Welt.

Die Wasseragamen zählen zu der Familie der Agamidae. Die Familie umfasst ca. 35 Gattungen mit über 300 Arten. Die Gattung Wasseragame (Physignathus) umfasst die Grüne und die Australische Wasseragame (Physignathus lesueurii). Erstmalig beschrieb Cuvier 1829 die Art.

Aussehen

Diese beeindruckenden Echsen können bis zu 100 cm lang werden. Meist bleiben sie mit 65-75 cm aber wesentlich kleiner. Männchen wiegen um die 600 g, wobei Weibchen mit ca. 350 g deutlich leichter sind. Wasseragamen sind kräftig grün gefärbt, mit Querstreifen am Schwanz.

Die, bei männlichen Tieren, stark ausgeprägten Kämme, sind bei Weibchen und Jungtieren deutlich niedriger bzw. fehlen ganz. Ein Kamm besteht aus einer Hautfalte, auf der dreieckige Schuppen stehen. Ihre kräftigen Gliedmaßen ermöglichen die sichere Fortbewegung im Geäst.

Lebensweise

Im natürlichen Habitat lebt ein territoriales Männchen mit mehreren Weibchen zusammen.

Als typischer, tagaktiver Baumbewohner ist sie nicht auf offenen Flächen zu finden.

Die Tiere verweilen oft direkt an Gewässerufern oder auf Ästen über dem Wasser. So können sie bei Gefahr ins sichere Wasser springen. Sie sind sehr gute Schwimmer und Taucher.

Wenn Wasseragamen schlafen, dann auf kleinen Ästen, auf denen die Vibrationen ihrer Angreifer gespürt werden können. Zu den Fressfeinden zählen zum Beispiel Schlangen, Greifvögel, Raubtiere und der Mensch.

Als Lauerjäger fressen sie alles, was sie überwältigen können. Zu ihrer Nahrung zählen Insekten, Spinnen, Würmer, Fische, Krebstiere, kleine Säuger, Vögel und Reptilien. Je älter sie werden, desto mehr pflanzliche Kost wird aufgenommen.

Reptilien sind wechselwarme Tiere, die sich unter der Sonne aufwärmen. Wird es den Tieren zu heiß, verstecken sie sich tiefer im Wald. So können sie ihre Körpertemperatur regulieren.

Angaben zum Alter der Wasseragamen reichen von 6 bis 24 Jahren. Natürlich muss hier zwischen Tieren im Freiland und in Terrarienhaltung unterschieden werden.

Fortpflanzung

Männchen umwerben die Weibchen bis dieses ihre Paarungsbereitschaft anzeigt. Nach einem Paarungsbiss, folgt eine kurze Kopulation. Die 8-12 Eier werden im sandigen Uferbereich vergraben. Die Eier werden von der Sonne bzw. Wärme ausgebrütet. Die Intensität der Sonneneinstrahlung bzw. Wärme bedingt die Dauer der Entwicklung und den Zeitpunkt des Schlüpfens. Die Jungtiere Schlüpfen demzufolge nach ca. 60 bis 90 Tagen.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Ost/Süd-Ost Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos bis ins südliche China. Nach Taiwan wurde die Art eingeschleppt.

Lebensraum

Die Grüne Wasseragame lebt in monsungeprägten Regenwäldern nahe von Flüssen und anderen Gewässern. Durch Menschen fühlt Sie sich nicht gestört, daher kann man sie auch in der Nähe von Siedlungen antreffen.

Ihre grüne Färbung, ihre Querstreifen und das regungslose Sitzen ermöglicht den Tieren mit der Umgebung zu verschmelzen. Sie sind somit perfekt getarnt und für ihre Beute aber auch ihre Fressfeinde nahezu unsichtbar.

Gefährdung

Auf der Roten Liste der IUCN ist die Grüne Wasseragame als “gefährdet” eingestuft (2017).

Die größte Gefahr ist das Sammeln im natürlichen, leicht zugänglichen Habitat. Einerseits werden erwachsene Tiere und die Eier als Nahrung, andererseits Jungtiere als Haustiere verkauft.

Hinzu kommt der Lebensraumverlust aufgrund von Landwirtschaft, Straßenbau, Flussverbauung und Siedlungsbau.

Terrarienhaltung

Generell gilt, bevor Reptilien, von welcher Art auch immer, bei einem einziehen, sollte man sich über die besonderen Anforderungen an die Haltung informieren.

Wasseragamen benötigen viel Platz, ein Schwimmbecken, UV Licht, besondere Fütterung und noch vieles mehr!

Mindestmaße sind meist nicht ausreichend, wenn man bedenkt, dass die Grünen Wasseragamen territorial leben. Nähere Informationen zu den Mindestmaßen für die Haltung von Wasseragamen finden Sie hier

Aufgrund der sehr guten Tarnung mit der Umgebung ist eine Beobachtung im Freiland nur erschwert möglich.

Im natürlichen Habitat könnte eine Bootsfahrt mit Einheimischen organisiert werden. Zu beachten ist der respektvolle Umgang mit der Natur!

In Österreich kann man Wasseragamen in zoologische Einrichtungen und der Forschungsstation in St. Martins beobachten.

https://www.stmartins.at/de/forschungsstation-fuer-kids.html

www.reptilienzoo.at

https://www.haus-des-meeres.at/

Im Seewinkel kann man zwar keine Wasseragamen entdecken, aber dafür andere Verwandte Reptilien, wie z.B. die Zauneidechse (Lacerta agilis) oder die Pannonische Bergeidechse (Zootoca vivipara). Zauneidechsen lieben die trockenen Hutweidebereiche und Trockenrasen und sind mit etwas Glück auch dort zu sehen. Gerade in der Früh, wo die Eidechsen noch träge sind, lassen sie sich gut beobachten und fotografieren. Eidechsen sind im Übrigen auch wichtige Beute für Turmfalken. Vielleicht können Sie ja mal einen Turmfalken beobachten, der eine Eidechse schlägt.

Heimische Reptilien brauchen eine Ruhephase im Winter. Wird es kälter ziehen sie sich unter die Erde zurück und verfallen in Winterstarre. Diese Bedingungen lassen sich in einer dauerhaft besuchbaren und gleichmäßig beheizten Thermenlandschaft mit tropischen Temperaturen aber nicht erreichen. Aufgrund dessen ist eine Haltung von einheimische Reptilien um einiges aufwendiger als die Haltung von exotischen Reptilien, was ein Grund dafür ist, dass wir uns entschieden haben, diese tropischen Tiere zu halten.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie ein Video von Julia Kasprowski zur unserer Haus-Wasseragame Li.

St. Martins Therme & Lodge

Schon im Logo der Forschungsstation kann man eine Grüne Wasseragame entdecken.

Unser Tier Li kann in der Forschungsstation der St. Martins Therme & Lodge besucht werden. Sobald man in die Forschungsstation tritt, ist das geräumige Terrarium von Li zu sehen. Durch einen kleinen Tunnel und einer Kuppel können Kinder “ins” Terrarium klettern, um das imposante Männchen noch näher zu beobachten.

Bei verschiedenen Programmen in der Forschungsstation ist es möglich, die Agame hautnah zu erleben. Begleiten Sie uns bei einer Safari durch die Forschungsstation oder erfahren Sie alles Wissenswerte über Li und seine Freunde beim “Reptilien und Amphibien” Programm. Selbstverständlich können unsere Tiere auch exklusiv und ganz individuell, mit vorheriger Terminvereinbarung, von Ihnen kennen gelernt werden.

Weitere Infos zu den Programmen finden Sie hier

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 31. Juli 2022. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Welches Reptil kann man in der Forschungsstation der St. Martins Therme und Lodge beobachten?*
Wie wird die Grüne Wasseragame noch genannt?*
Die Grüne Wasseragame kommt aus?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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