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Ich bin eine von ca. 30 in Österreich heimischen Rosenarten und davon die mit Abstand häufigste Art. Im Grunde sind meine Blüten durchaus auffällig, wenn auch kleiner, und im Gegensatz zu den in den Gärten kultivierten Sorten ungefüllt. Noch bekannter als meine Blüten sind allerdings meine Früchte, die Hagebutten, die auch Einzug in unsere Küchen und Teekessel gehalten haben. Doch nicht nur als Getränk habe ich mir einen Ruf erarbeitet, von mir gibt es zahlreiche weitere Nutzungsarten. Erfahren Sie mehr über mich und meine Besonderheiten auf den folgenden Seiten.
Headerbild: Sakurai Midori, CC BY-SA 2.1 JP, via Wikimedia Commons
Bildnachweis: I, Luc Viatour, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Hundsrosen gibt es in verschiedenen Varietäten über fast ganz Europa verteilt, in Teilen Nordwest-Afrikas und des Nahen Ostens. In Nordamerika sind sie ebenfalls verbreitet, dort wurden sie allerdings eingeschleppt und verbreiteten sich als Neophyt. In Österreich ist sie mit mehreren Unterarten vertreten.
Bei Hundsrosen handelt es sich um sommergrüne Sträucher mit langen, oft überhängenden Ästen, die mit zahlreichen Stacheln bewehrt sind. Diese Stacheln sind Auswüchse der Außenhaut (Epidermis). Die Blätter sind unpaarig gefiedert. Die Blüten weiß bis rosa. Die Höhe kann bis zu 4 Meter betragen, die meisten Exemplare, die man im Seewinkel findet, sind 1 bis 2 Meter hoch. Auffällig sind die kräftig roten, Hagebutten genannten, Früchte, die sich ab September rot färben.
Bildnachweis: Júlio Reis (Tintazul), CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons
Sämtliche Rosenarten, also nicht nur die Hundsrosen, tragen Früchte, die als Hagebutten bezeichnet werden. Es handelt sich um sogenannte Sammelfrüchte, die viele kleine miteinander verwachsene Nüsschen enthalten. Speziell genutzt werden aber tatsächlich meist nur die Hagebutten der Hundsrose. Sie enthalten viel Vitamin C, sowie zahlreiche weitere Vitamine, Nährstoffe und haben einen sehr hohen Anteil an Ballaststoffen. Im Winter stellen Hagebutten eine auch eine wichtige Nahrung für Vögel dar.
Die bekannteste Nutzungsform ist natürlich der aus den Schalen der Früchte hergestellte Hagebuttentee. Allerdings sind Hagebutten noch wesentlich flexibler nutzbar. Man kann sie zu Marmelade, Schnaps oder Likör verarbeiten. In Schweden wird daraus z.B. auch eine spezielle Suppe bereitet.
Die Reifezeit der Hagebutten ist etwa von September bis in den November hinein. Je später Hagebutten geerntet werden, desto süßer schmecken sie. Nach dem ersten Frost wird die Konsistenz der Schale jedoch mehlig, sie bleibt aber weiterhin essbar. Hagebutten können ohneweiters auch roh genossen werden. Wichtig dabei ist die Entfernung der Nüsschen.
Bildnachweis: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Häufig entdecken wir bei unseren Safari-Touren im Spätsommer/Herbst auf den Zweigen kugelartige, haarige Gallen mit bis zu 7 cm Durchmesser. Diese Gallen entstehen aus den Knospen der Rosen, in welche von der winzig kleinen Gemeinen Rosengallwespe (Diplolepis rosae) Eier abgelegt wurden. Mit der Eiablage wird dabei von der Wespe eine Substanz in die Knospe injiziert, dass sich anstatt einer Blüte oder eines Seitentriebes eine Galle bildet. Im Inneren dieser Galle entwickeln sich dann, geschützt vor Fressfeinden, die Larven der Wespen, die sich im Herbst verpuppen, den Winter überdauern und im nächsten Jahr im Frühling als erwachsene Insekten aus der Galle schlüpfen.
Es ist fast unmöglich, im Seewinkel unterwegs zu sein, ohne irgendwo auf Hundsrosen zu treffen. Häufig werden die höchsten Bereiche der Sträucher als Ansitze oder Aussichtswarten von Vögeln wie z. B. Neuntöter, Raubwürger, Schwarzkehlchen, Grauammer oder sogar Turmfalken benutzt, die hier sitzend sehr gut beobachtet werden können, wenn man die Fluchtdistanzen respektiert.
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