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Ich bin es, der Kiebitz. Mit meinem schillernden Gefieder, der langen Federhaube auf dem Kopf und meinem akrobatischen Flug über Wiesen und Felder bin ich ein besonders auffälliger Frühlingsbote. Jetzt im Frühling bin ich kaum zu übersehen, wenn ich im Luftraum über Wiesen und Feldern spektakuläre Rollen und Sturzflüge zeige, um mein Revier zu verteidigen.
Früher war ich in vielen Feuchtwiesen und offenen Agrarlandschaften ein häufiger Vogel. Heute sind meine Bestände jedoch stark zurückgegangen. Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, wurde ich in Österreich zum Vogel des Jahres 2026 ernannt. Mein Schutz hilft nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Arten der offenen Landschaft.
Wenn du mich einmal selbst beobachten möchtest, hast du im Seewinkel besonders gute Chancen. Dort brüte ich noch auf Feuchtwiesen, Äckern und an den Rändern der Sodalacken. Auf einer Seewinkel-Safari mit den St. Martins Ranger:innen sind Sichtungen nahezu garantiert, zum Beispiel auf unserer Frühlingssafari.
Bis bald! dein Kiebitz
Headerbild: Leander Khil
Artikelbild: Leander Khil
Bildnachweis: Leander Khil
Bildnachweis: Luiz Lapa from Oeiras, Portugal via Wikimedia Commons
Der Kiebitz ist leicht zu erkennen. Sein schwärzliches Gefieder der Oberseite schimmert metallisch grün und violett, während Bauch und Flanken weiß sind. Besonders auffällig sind die schwarze Brust und die lange, aufgebogene Federhaube auf dem Kopf. Im Flug fallen die breiten, abgerundeten Flügel und der langsame, gaukelnde Flugstil auf.
Der Gesang des Männchens ist im Frühjahr zu hören und entspricht einem kratzigen „kirreck“.
Darüber hinaus ist der Balzruf der Männchen ein wirklich herausragendes Geräusch in unserer Natur
Der Name „Kiebitz“ ist lautmalerisch und geht auf seinen charakteristischen Ruf zurück. Auch in manch anderer europäischen Sprache haben sich Bezeichnungen etabliert, die den Klang seines Rufs nachahmen. So heißt der Kiebitz auf Englisch zwar „lapwing“, doch der ältere Name „peewit“ ahmt direkt den Ruf nach. Im Niederländischen wird er „kievit“ genannt.
Bildnachweis: Leander Khil
Im zeitigen Frühjahr kehren die Kiebitze aus ihren Winterquartieren zurück. Dann beginnt die Balzzeit: Die Männchen führen spektakuläre Flugmanöver vor und verteidigen ihr Revier lautstark gegen Eindringlinge.
Das Nest ist eine einfache Mulde am Boden, meist auf offenen Wiesen oder Äckern. Das Weibchen legt darin meist vier Eier, die durch ihre Tarnfarbe gut mit dem Boden verschmelzen. Beide Elternteile bewachen das Nest aufmerksam und versuchen, mögliche Feinde durch Attacken und Ablenkungsmanöver vom Gelege wegzulocken.
Nach dem Schlüpfen verlassen die Küken als Nestflüchter rasch das Nest. Sie können schon bald laufen und selbst Nahrung suchen. Ihre Eltern beschützen sie jedoch bis zum Flüggewerden vor Gefahren.
Im Spätsommer sammeln sich viele Kiebitze in größeren Schwärmen und ziehen schließlich in ihre Winterquartiere, die meist in West- und Südeuropa liegen. Einige bleiben jedoch auch in Mitteleuropa, wenn die Winter mild sind.
Der Kiebitz ernährt sich vor allem von kleinen wirbellosen Tieren. Dazu zählen Regenwürmer, Insekten, Käfer und deren Larven sowie Spinnen. Gerade Feuchtwiesen und schlammige Flächen sind für ihn besonders wichtig, da dort viele dieser Kleintiere vorkommen.
Bildnachweis: Leander Khil
Der Kiebitz kommt in großen Teilen Europas und Asiens vor. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa bis nach Ostasien. In Österreich brütet er vor allem in offenen Landschaften in Ostösterreich. Feuchtflächen und extensiv bewirtschaftete Agrarflächen werden besonders gerne besiedelt. Ein besonders wichtiges Gebiet ist der Seewinkel im Burgenland, wo noch vergleichsweise viele Brutpaare vorkommen. In den westlichen Landesteilen ist der Kiebitz nur noch ein sehr seltener Brutvogel oder schon vollständig verschwunden.
Trotz seiner weiten Verbreitung sind die Bestände des Kiebitzes in vielen Regionen stark zurückgegangen. Auch in Österreich zeigt sich seit Jahrzehnten ein deutlicher Rückgang. Gründe dafür sind vor allem:
Diese Veränderungen führen dazu, dass Nester zerstört werden oder Küken zu wenig Nahrung finden. Der Schutz von Feuchtwiesen, Brachen und extensiv genutzten Flächen hilft nicht nur dem Kiebitz, sondern auch vielen anderen Arten der offenen Landschaft. Deshalb gilt der Kiebitz als wichtige Leitart für eine vielfältige Kulturlandschaft.
Bildnachweis: Leander Khil
Um auf den dramatischen Rückgang vieler Arten der Agrarlandschaft aufmerksam zu machen, wurde der Kiebitz von BirdLife Österreich zum Vogel des Jahres 2026 ernannt. Diese Wahl soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig der Erhalt von Feuchtflächen, Wiesen und strukturreichen Äckern ist. Wenn diese Lebensräume geschützt und nachhaltig bewirtschaftet werden, profitieren davon nicht nur der Kiebitz, sondern viele weitere Tier- und Pflanzenarten.
Bildnachweis: Valuer Hardy, via Wikimedia Commons
Safaris: Auf Seewinkel-Safari im Frühling und Sommer sind Beobachtungen des Kiebitz fast immer gegeben. Besonders spektakulär präsentiert sich der Vogel des Jahres in den nächsten Wochen, während der Balz. Dann kann man Kiebitze beim Brüten beobachten und im Lauf des April und Mai schlüpfen die kleinen Küken.
St. Martins Therme & Lodge: Auf unserem Gelände kommt der Kiebitz ebenfalls vor. Er profitiert von der Beweidung mit Barockeseln, Ziegen und Schafen. Denn kurzrasige Flächen liebt er besonders! Wir hoffen, dass sich auch heuer wieder Brutpaare bei uns niederlassen werden. In den letzten Tagen waren auf der Eselweide schon balzende Männchen zu sehen.
Interaktive Inhalte
Ein Video vom brütenden Kiebitz.
Ein Video vom Balzflug der Kiebitze.
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