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wild lebende Nashörner gibt es hier bei uns im Seewinkel natürlich nicht, aber so etwas ähnliches:
Und zwar ist die Rede vom sogenannten Mondhornkäfer! Dieser besitzt nämlich ein charakteristisches Merkmal, welches man vom Nashorn kennt, aber Achtung – es besteht dabei auch Verwechslungsgefahr.
Nun will ich Euch aber nicht länger aufhalten. Lest einfach mehr Wissenswertes über mich und meine Artgenossen auf den folgenden Seiten.
Headerbild: Siga, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Bildnachweis: Jacek Proszyk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Die Käfer erreichen eine Körpergröße von 16 bis 24 Millimetern. Bei gutem Nahrungsangebot können die Käfer, vor allem Männchen, die noch nicht begattet haben, mehr als ein Jahr alt werden.
Siga, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Der Mondhornkäfer erreicht eine Körpergröße von 16 bis 24 Millimeter. Er ist glänzend-schwarz gefärbt und besitzt ein unförmiges Rückenschild. Die männlichen Tiere besitzen ein charakteristisches Horn, welches an das Horn eines Nashorns erinnert und dem Käfer seinen Namen verleiht.
Verwechslungsgefahr besteht dabei in erster Linie mit dem sehr ähnlich aussehenden Spanischen Mondhornkäfer (Copris hispanus), der sich nur in, auf den ersten Blick, eher nicht offensichtlichen Merkmalen von Copris lunaris unterscheidet. Weiters kann er aber auch noch ggf. mit dem Stierkopf-Dungkäfer (Onthophagus taurus) verwechselt werden oder mit dem Nashornkäfer, welcher gut doppelt so groß ist.
Der Mondhornkäfer ernährt sich vom Kot verschiedener Tiere. Primär ernährt er sich von Rindermist oder Kaninchenkot aber manchmal auch von Pferdekot.
Männchen und Weibchen betreiben Brutpflege. Das Männchen transportiert Kot von Rindern oder Kaninchen in die Brutkammer. Dort wird dieser dann vom Weibchen zu Kugeln, zu sogenannte Brutbirnen geformt auf welche dann ein Ei abgelegt wird. In einer Brutkammer werden 7 bis 8 Brutbirnen abgelegt. Das Weibchen überwacht über vier Monate die Entwicklung der Larven und Puppen bis zum Schlüpfen der Käfer und bessert regelmäßig die Brutbirnen aus, damit sie immer ihre glatte Oberfläche behalten und auch schimmelfrei bleiben.
Er bewohnt Halbtrocken- und Trockenrasen. Durch die charakteristischen Nutztiergesellschaften wird die Vielfalt von koprophagen Organismen, also Tieren, die Dung fressen, begünstigt. 1993 konnte ein Individuum von Copris lunaris im Seewinkel nachgewiesen werden.
Der Mondhornkäfer ist in ganz Kontinentaleuropa außer im Nordosten verbreitet.
Der Mondhornkäfer steht auf der Roten Liste der Bedrohten Arten und wird als stark gefährdet eingestuft und steht dementsprechend unter strengem Schutz.
Der Mondhornkäfer kann auf mit Rindern beweideten Flächen beobachtet werden, oder aber auch an Standorten mit hohen Kaninchenpopulation. Aufgrund seiner Seltenheit ist dies jedoch nicht einfach und man benötigt auch sehr viel Glück diesen Käfer zu entdecken.
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