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ich bin es, die Ringelnatter, eine von 6 in Österreich vorkommenden Schlangenarten. Ich gelte als harmlos, bin ungiftig und vor allem in der Nähe von Gewässern, also auch des Neusiedler Sees und den Lacken des Seewinkels anzutreffen. Aber auch sonst gibt es über mich viel Interessantes zu erfahren.
Bis bald! deine Ringelnatter
Headerbild: Andreas Eichler, via Wikimedia Commons
Artikelbild: Andreas Eichler, via Wikimedia Commons
Bildnachweis: Isiwal, via Wikimedia Commons
Das Verbreitungsgebiet von Ringelnattern umfasst fast ganz Europa (ausgenommen Kreta, Malta und Balearen), NW-Afrika, und Vorderasien bis zum Baikalsee. Als in Österreich häufigste Schlangenart bewohnen Ringelnattern sowohl das Tiefland (z.B. Gebiet Neusiedler See) als auch das Gebirge bis 2000m.
Ringelnattern bewohnen im Prinzip dieselben Lebensräume wie Amphibien, ihre Hauptbeutetiere. So wechseln Ringelnattern im Jahresverlauf von wassernahen Auwäldern, Sümpfen und Schilfgebieten zu trockeneren Wäldern, Parks und Gärten.
Bildnachweis: Charles J. Sharp, via Wikimedia Commons
Die Schlange ist eine relativ große, kräftige Natter mit ovalem Kopf und runden Pupillen. Männchen erreichen ca. 60-80 cm, Weibchen 80-150 cm Körperlänge.
Die Oberseite ist graugrün bis graubraun, am Hinterkopf sitzen 2 gelbe oder gelborange Halbmondflecken mit anschließendem breitem schwarzem Fleck. Gelegentlich kommen auch komplett schwarze Exemplare vor. Die Schuppen der Ringelnatter sind deutlich gekielt, ein Merkmal sehr gut schwimmender Schlangen.
Die Ringelnatter ist eine bodenlebende, tag- und dämmerungsaktive, sehr gut schwimmende und tauchende Wassernatter- in sehr heißen Sommern auch nachts jagend; Sie ist relativ scheu und zu sehr schnellen Fluchtbewegungen fähig. Ringelnattern sind, wie alle Reptilien, wechselwarm, ihre Körpertemperatur steigt und sinkt mit der Außentemperatur. Gerne wärmt sich die Ringelnatter auf asphaltierten Flächen (Straßen, Radwege …) auf, und damit so ihren Körper schneller auf Betriebstemperatur bringen kann. Leider enden diese „Sonnenbäder“ in vielen Fällen tödlich.
Amphibien wie Kröten (v.a. Erdkröten), Frösche und Molche, weiters Fische, Reptilien wie z.B. Eidechsen und Kleinsäuger
Bildnachweis: Georg Wilhelm, via Wikimedia Commons
Paarungen erfolgen ab April, mitunter große Paarungsgemeinschaften aus über 50 Tieren bei denen viele Männchen um wenige Weibchen buhlen. Zwischen Juni und August Ablage von 30-50 Eiern pro Gelege in verrottendes organisches Material, wie Laubhaufen, Komposthaufen, Misthaufen; es wurden auch schon Nachbarschaftsgelege von insgesamt bis zu 3000 Eiern gefunden. Bei günstigen Temperaturen (28-30 Grad Celsius) dauert die Entwicklung ca. 4 Wochen, bei ungünstigen Verhältnissen schlüpfen Jungschlangen erst nach ca. 10 Wochen. Ringelnattern beginnen Ende September mit der Suche nach frostfreien, meist unterirdischen Quartieren für die Überwinterung.
Bildnachweis: Darius Bauzys, via Wikimedia Commons
Werden Ringelnattern belästigt oder gefangen, beißen sie in der Regel nicht, sondern sie entleeren eine stinkende Flüssigkeit aus der Kloake. Bei großer Gefahr, z.B. durch Fressfeinde, setzen sie auch den so genannten Totstell-Reflex ein, bei dem sie wie ein totes Tier völlig erschlaffen und die Zunge aus dem Maul hängen lassen. Das kann dazu führen, dass der Fressfeind das Interesse verliert und die Schlange sich danach schnell aus dem Staub machen kann.
Bildnachweis: Bouke ten Cate, via Wikimedia Commons
In der warmen Jahreszeit begegnet uns die Ringelnatter gelegentlich bei Spaziergängen. Durch ihre Scheu ist sie aber oft bereits verschwunden bevor man sie bemerkt und so sieht man meist nur noch wie Schwanzspitze im Dickicht verschwindet. Manchmal findet man auch ein sog. „Natternhemd“, die abgestreifte Haut der Schlange. Bei der Wassererlebnis-Safari können Sie mehr über die Ringelnatter und andere im Wasser lebende Tiere erfahren und diese Schlange eventuell auch beim Schwimmen beobachten.
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