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Die Zwerg-Schwertlilie

Die Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila)

Die Zwerg-Schwertlilie
© Manuel Böck

Steckbrief

Verbreitung

Die Zwerg-Schwertlilie ist eine typische Pflanze der pannonischen Region. Sie besiedelt lückige Trockenrasenflächen über Fels, Steinen oder Sand. Ihr westlichstes Vorkommen liegt in Niederösterreich. Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom östlichen Niederösterreich über die Slowakei, Ungarn dem Balkan bis nach Südrussland. In Österreich beschränkt sich das Vorkommen auf Wien, Niederösterreich und das Burgenland. So selten die Schwertlilie auch zu finden ist, an geeigneten Standorten kann sie auch großflächige Bestände bilden.

Lebensweise

Als Rhizom-Geophyt liegen die Überdauerungsknospen der Zwerg-Schwertlilie unter der Erde. Die Speicherorgane der Schwertlilien sind verdickte unterirdische Kriechsprosse (Rhizome), an denen die Überdauerungsknospen liegen. Aus diesen treiben im Frühling schwertförmige Blätter und auffällige Blüten. Die Blütezeit erstreckt sich über wenige Wochen von Ende März bis Ende April.

Aussehen

Die Zwerg-Schwertlilie besitzt verdickte unterirdische Kriechsprosse (Rhizome). Ihre Blätter sind graugrün und schwertförmig und überragen den Blütenstand. Ihre Stengel sind nur bis zu 5 cm lang. Auf ihnen sitzt eine bis zu 9 cm lange Blüte. Sie ist die kleinste heimische Schwertlilie, besitzt aber im Verhältnis zum Blütenstiel eine auffallend große Blüte, die in Bodennähe blüht.

Gefährdung

Auch wenn sie an geeigneten Standorten großflächige Bestände bilden kann, ist die Zwerg-Schwertlilie stark gefährdet. Ihre Lebensräume gehen zurück. Vor allem fehlende Beweidung und das Zuwachsen der Flächen verdrängen diese lichtliebende Art. Ohne gezieltes Management zur Erhaltung der Lebensräume, wie z.B. extensive Beweidung und Entfernung von Gehölzen würde sie von den Standorten verschwinden.

Besonderheiten

Zwerg-Schwertlilien sind Nektartäuschblumen. Die Blütenfarbe der Zwerg-Schwertlilie variiert von blau, violett, gelb, cremegelb bis weiß. Diese auffällig bunten Blüten sind nicht zu übersehen und locken schon von Weitem Insekten an. Die Insekten klettern, in der Hoffnung Nektar zu finden, in die Blüte, gehen aber auf der Suche leer aus und besuchen die nächste Blüte. Die unterschiedlichen Blütenfarben dienen dazu, die Insekten bei der Stange zu halten. Hätten alle Blüten dieselbe Farbe, würden Insekten schnell lernen, dass es nichts zu holen gibt. So aber versuchen sie es bei einer andersfarbigen Blüte erneut und tragen somit vermehrt zur Bestäubung bei.

 

Die Zwerg-Schwertlilie
© Manuel Böck
Das St. Martins Rangerteam

Safari Status

Je nach Wetter ab Ende März bis Ende April findet man die Zwerg-Schwertlilie gelegentlich auf Steppen, Trockenrasen und an Lackenrändern. Mit Sicherheit auch auf einer frühlingshaften Seewinkel - Safari...

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