Die Großtrappe
Der Spur folgen

Die Großtrappe

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Liebe Entdeckerin, Lieber Entdecker,

vielleicht haben Sie ja schon einmal etwas von mir gehört. Ich bin ziemlich groß, zähle zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Erde und lebe auch in Niederösterreich und dem Burgenland. Mein Name ist Großtrappe und ich bin, trotz meiner Größe, gar nicht so leicht zu entdecken. Damit das für Sie ein wenig einfacher wird, haben wir viel Interessantes und auch Überraschendes über mich zusammengetragen. Viel Vergnügen bei der Lektüre.

Herzlichen Dank an die Experten von https://www.grosstrappe.at für die Bereitstellung von Bildmaterial und Informationen.

Bildnachweis: © Franz Josef Kovacs
Header-Bildnachweis: © Franz Josef Kovacs

  • Größe: bis zu 1 m
  • Flügelspannweite: bis 240 cm
  • Gewicht von Hähnen: bis 15 kg
  • Gewicht von Weibchen: bedeutend kleiner und leichter (bis 5,5 kg)
  • Nest: einfache Bodenmulde
  • Eier: meistens 2, selten 3
  • Brutdauer: 25 – 27 Tage, Jungvögel sind nach 5 Wochen flügge,
  • Alter: 20 Jahre und älter; Hähne erreichen die Geschlechtsreife mit 5 – 6 Jahren!

Trappen haben einen massigen Körper und kräftige Beine. Bei den Hähnen sind Rücken und Schwanzfedern rotbraun und schwarz gebändert, die Brust ist rostbraun, die Körperunterseite deutlich weiß. Der Kopf und Hals sind blaugrau. Ältere Hähne bekommen neben dem Unterschnabel einen Federbart.
Hennen haben entsprechend ihrem geringeren Gewicht einen zarteren Körperbau und einen schlankeren Hals. Die Gefiederfärbung ist weniger kräftig, bzw. ins grau gehend.

Bildnachweis: © Franz Josef Kovacs

Bildnachweis: © Franz Josef Kovacs

Bildnachweis: © Franz Josef Kovacs

Großtrappen fressen Pflanzliches wie Kräuter, Samen, Körner, Früchte und Zwiebel. Wichtige Nahrung in der Kulturlandschaft sind die Blätter von Raps, Luzerne, Klee, Erbsen und diversen anderen Ackerkräutern. Zur Nahrung gehören aber auch Insekten und Kleinsäuger. Für die Küken in den ersten beiden Lebenswochen ist tierische Nahrung, vor allem Heuschrecken, besonders wichtig. In dieser Zeit werden sie von der Mutter gefüttert.
Die tierischen Proteine sind vor allem für das rasche Wachstum der Trappen notwendig und wichtig. Trappen wiegen beim Schlüpfen ca. 90g, im Herbst haben sie dann nahezu die vollständige Größe erreicht.

Forschungsergebnisse aus Spanien zeigen, dass Großtrappen zur Bekämpfung von Parasiten und Würmern im Darm bestimmte Insekten und Wildpflanzen fressen. Ölkäfer enthalten z.B. das hochgiftige Cantharidin, Klatschmohn und Natternkopf sehr wirksame Alkaloide. Die Aufnahme dieser Stoffe kann die Übertragung von Krankheiten innerhalb von Trappenpopulationen verhindern.

Die Vögel leben mit Ausnahme der Fortpflanzungszeit ganzjährig nach Geschlechtern getrennt auf offenen weiten Flächen und ihre Fluchtdistanz bei Störung ist außerordentlich groß. Großtrappen sind weitgehend stumm.

Bildnachweis: © Franz Josef Kovacs

Die Balz findet im Frühjahr meistens auf traditionellen, oft schon Jahrzehnte langen benützten Arealen statt. Sie ist außergewöhnlich. Die rivalisierenden Hähne stülpen das braune Flügelgefieder um und die weißen Ellenbogenfedern und Flügelunterseiten kommen nach oben. Zusätzlich wird der Kehlsack aufgeblasen und der Federbart abgespreizt.

Die normalerweise gut getarnten Hähne werden zu weiß leuchtenden Federbällen und sind für die Hennen weithin sichtbar. Bei den polygamen Großtrappen sind an der Balz mehrere, u.a. auch „schaulustige“ Junghähne beteiligt, die Hennen paaren sich mit mehreren Hähnen. Die Brutplätze der Hennen werden oft ein Leben lang immer wieder benützt. Hennen sind bei Brutbeginn sehr störungsanfällig.

Großtrappen leben auf Steppen- und Heidegebieten von Westeuropa und Nordwest-Afrika bis Zentral- und Ostasien. Der Weltbestand umfasst annähernd 36.000 Individuen. Die größte Population mit mehr als der Hälfte der Vögel befindet sich in Spanien und die Bestandzahlen sind weltweit rückläufig, die Art gilt weltweit als gefährdet. Großtrappen erlitten in den letzten 11 Jahren einen Rückgang um ca. 30%. Die Mitteleuropäischen Populationen verzeichnen im Gegensatz dazu einen Zuwachs von 11%. Durch umfangreiches Schutzmanagement in Form des Projekts „LIFE Great Bustard (LIFE NAT/AT/000834)“ (www.grosstrappe.at) in Österreich, der Slowakei und Ungarn hat sich auch die hier lebende Westpannonische Trappen-Population erholt und ist in den vergangenen 20 Jahren von unter 300 auf über 600 Tiere angewachsen ( + 7% ). Eine Ursache dieser erfreulichen Entwicklung war z.B. das Verlegen von ca. 150 km Hochspannungsleitungen unter die Erdoberfläche in Niederösterreich und im Burgenland.

Großtrappen lassen sich am besten in der Balzzeit im Frühjahr im Waasen, bzw. Hansag, einem östlichen Teilgebiet des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel, beobachten. Spezielle Aussichtstürme bieten dazu eine gute Möglichkeit, weit in die Landschaft hinein nach den Großtrappen zu schauen. Ein Gebiet für gute Herbst- und Winterbeobachtungen befindet sich auf der Parndorfer Platte bei Zurndorf. Dort gibt es ebenfalls Aussichtstürme um die Trappen zu sehen.

Da sich der Trappen-Balzplatz doch ein wenig abseits der gängigen Nationalpark-Region befindet, führen wir seit vielen Jahren im Frühjahr eigene Großtrappen-Safaris durch. Der Schwerpunkt bei dieser Tour liegt natürlich auf diese Art aber mit etwas Glück kann man z.B. auch See- und Kaiseradler, Sumpfohreule, Wiesenweihe, Großer Brachvogel oder Braunkehlchen in diesem Gebiet beobachten.

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

Teilnahmebedingungen:
Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 30. April 2024. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Die größte Population der Großtrappe befindet sich in?*
Wie viele Eier legt ein Großtrappenweibchen normalerweise?*
Wie schwer sind Großtrappen nach dem Schlüpfen?*

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