Der Bienenfresser - Merops apiaster

Aktuelle Entdeckung
Bienenfresser

Der Bienenfresser

Begeben Sie sich mit den St. Martins Rangern auf eine kleine Entdeckertour. Heute stellen wir Ihnen den Bienenfresser vor, den Sie mit ein bisschen Glück auch in Ihrer näheren Umgebung, vielleicht sogar vor Ihrer Haustüre, beobachten können. Informieren Sie sich, testen Sie ihr Wissen und gewinnen Sie mit etwas Glück Aufenthalte in der St. Martins Therme & Lodge.

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker,

Ich bin es, der Bienenfresser. Ich bin wohl einer der farbenprächtigsten Vertreter der heimischen Vogelwelt. Wer mich zum ersten Mal sieht, denkt wohl, ich bin aus einem Zoo entflohen. Und weil ich so schön und farbenprächtig bin, kommen viele Menschen auch regelmäßig zu meinen Brutkolonien, um mich und meine Artgenossen zu bewundern. Und weil wir immer an dieselben geeigneten Plätze kommen, machen wir es Euch natürlich auch sehr leicht, uns zu finden.

Wie mein Name sagt, esse ich gerne Bienen. Aber mein Speiseplan ist in Wahrheit deutlich vielfältiger. Großinsektenfresser wäre wohl der viel passendere Name für mich. Und da Insekten bei trockenem warmen Wetter verstärkt aktiv sind, taugen auch mir trockene warme Gegenden.

So wie Ihr, bin auch ich Gast im Seewinkel und suche hier das warme Wetter und die artenreiche Natur. Genauer gesagt bin ich nur während der warmen Sommermonate von Mai bis September im Lande und ziehe hier meine Jungen auf.

Pünktlich zur Wiederöffnung der St. Martins Therme & Lodge habe auch ich meine Quartiere vollständig wieder bezogen. Meine „Zimmer“, oder besser gesagt Brutröhren, muss ich allerdings selber graben – da geht’s Euch besser – Ihr können einfach ein frisch gereinigtes Zimmer in der St. Martins Therme & Lodge beziehen und müsst nicht erst Wände aufstellen, verputzen und einrichten.

Glauben sie noch immer nicht, dass es mich wirklich in Österreich gibt? Dann empfehle ich Ihnen eine Bienenfresser-Safari mit den Rangern der St. Martins Therme & Lodge. Informieren Sie sich, testen Sie ihr Wissen über uns bei einem kniffeligen Quiz, bei dem Sie mit etwas Glück einen Aufenthalt in der St. Martins Therme & Lodge gewinnen können.

Liebe Grüße,

Ihr Bienenfresser (Merops apiaster)

 

Ein Bunter Exot in Mitteleuropa

Der Bienenfresser wirkt in all seiner Buntheit so, als wäre er gerade aus einer Voliere entflogen und gehöre nicht hierher. Tatsächlich ist die Familie der Bienenfresser vor allem rund um die Tropen Afrikas und Asiens verbreitet. Der heimische Bienenfresser ist an seinem langen Schnabel, der in einen dunklen Streifen mündet, welcher das rote Auge umrandet erkenntlich. Die Kehle ist gelb und scharf zum türkisen Bauch abgegrenzt. Am Rücken dominieren Braun- und Gelbtöne. Doch nicht nur die Farben begeistern, sondern auch die spitzen Flügel und die verlängerten zentralen Steuerfedern sind spannende Merkmale.

Bienenfresser-Verwandschaft im Seewinkel

 

 

Artname: Merops apiaster
Familie: Meropidae (Bienenfresser und Spinte)
Ordnung: Coraciiformes (Rackenvögel)

Weitere Vertreter der Rackenvögel im Seewinkel:

Eisvogel (Alcedo atthis): Im Seewinkel nur Durchzügler und Wintergast, kein Brutvogel.

Blauracke (Coracius garrulus): Sehr seltener Gast im Sommerhalbjahr, ehemaliger Brutvogel.

Verbreitung

Der Bienenfresser besiedelt ein großes Brutgebiet während des Sommers, das sich von Europa bis nach China erstreckt. Den Winter verbringt in Afrika, in einem Gebiet, das sich von der Sahel-Zone bis zum Kap der Guten Hoffnung erstreckt. In Europa kommt der Bienenfresser in sommerwarmen Gebieten vor, er meidet dabei das nasse Nordwesteuropa, im Osten zieht sich das Brutgebiet aber bis ins Baltikum. In Österreich liegt der Verbreitungsschwerpunkt in den warmen Niederungen um die Ostalpen. Auch wenn der Lebensraum passen würde, hat der Bienenfresser spezielle Ansprüche an das Brutbiotop. Er braucht steile Wände aus Löss oder Schotter in die er seine Brutröhren graben kann.

Ernährung

Der Bienenfresser ernährt sich ausschließlich von Fluginsekten, die er akrobatisch in der Luft fängt. Neben den Bienen, stehen auch Hummeln, Wespen, große Käfer, Schmetterlinge, Fliegen, Bremsen, Heuschrecken und Libellen auf dem Speiseplan. Giftige Insekten mit einem Stachel werden gegen einen Ast geschlagen, bis der Stachel abfällt und erst dann verzehrt. Größere Insekten werden ebenfalls an einen Ast geschlagen, um sie vor dem Schlucken zu betäuben. Da die harten Chitin-Panzer vieler Insekten nicht verdaut werden können, produziert der Bienenfresser Speiballen. Ganz ähnlich wie bei den Eulen geben diese Überreste Aufschluss über das Nahrungsspektrum. Die Insekten werden entweder im Flug gefangen oder bei der Ansitzjagd erbeutet. Dabei sitzt der Vogel an einem erhöhten Punkt. Fliegt ein Insekt zu Nahe vorbei, dann schlägt er blitzschnell zu.

Fortpflanzung & Nestbau

Bienenfresser brüten meist in Kolonien. Das heißt mehrere Bienenfresser-Röhren werden in eine Steilwand dicht nebeneinander gegraben. Die Röhre mündet nach etwa 1,5 m in eine geräumigere Brutkammer. Der Gang zur Brutkammer hat etwa 7 cm Durchmesser, das ist gerade so groß, das der Bienenfresser hineinschlüpfen kann und größere Fressfeinde abgehalten werden. Das Weibchen legt etwa 6 weiße, runde Eier. Nach 21 Tagen schlüpfen die nackten Jungvögel. Weitere 23 Tagen dauert es, bis die Jungen groß genug sind und das Nest verlassen. Aber auch außerhalb des Nests werden sie weiter gefüttert. Nach der Brutzeit sammeln sich Bienenfresser in großen Gruppen und bereiten sich auf den Wegzug im September vor.

Bienenfresser
Höhlen als Wohnung für andere Vögel

Da der Bienenfresser jeden Frühling eine neue Höhle gräbt, entstehen sehr viele Höhlen die in den Folgejahren von anderen Tieren genutzt werden. Feldsperlinge und Stare tragen nur etwas mehr Nistmaterial in die Höhle ein, Dohlen hingegen graben die Höhlen weiter aus und der Steinkauz sitzt manchmal in großen Nischen, die vom Wasser ausgewaschen wurden. Somit ermöglicht der Bienenfresser einer Vielzahl von Vogelarten einen Brutplatz. In der Wissenschaft nennt man das Ecosystem Service (Ökosystemdienstleistung).

Richtig Beobachten

Wann & Wo

Die ersten Bienenfresser kommen Ende April im Seewinkel an, das Brutgeschehen startet aber erst so richtig Mitte Mai. Der beste Ort, Bienenfresser zu beobachten ist an ihren Nistwänden. Nach der Brutzeit Mitte Juli sammeln sich große Gruppen von Bienenfressern gerne in alten Bäumen. Bis in den September hinein lassen sich diese Gruppen, mit etwas Glück im gesamten Seewinkel beobachten, den sie auf der Suche nach Nahrung durchstreifen.

Tipp: auch wenn die Farben noch so prächtig und leuchtend sind, kommen die gegen den grellen Himmel nicht zur Geltung. Daher ist es wichtig, sich auch die Flugweise und Flügelform einzuprägen. Der Bienenfresser hat sehr spitze Flügel und die Flugweise erinnert an eine große Schwalbe, allerdings gibt es immer wieder längere Gleitphasen.  Doch am leichtesten entdeckt man Bienenfresser, wenn man die Rufe gut kennt: Ein wohlklingendes „prüt prüt“.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie eine Auswahl an weiterführenden Informationen zum Bienenfresser. Filme, Audiodateien, Weblinks, etc.

Kurzfilm Bienenfresser

Bienenfresser beim Füttern der Jungen

Bienenfresser beim Trinken

Bienenfresser Gesang

Lebensraum St. Martins Therme & Lodge

Das Gelände der St. Martins Therme & Lodge ist derzeit leider noch kein Brutplatz für den Bienenfresser. Was nicht ist, kann aber noch werden. Die vorhandenen Dämme wären durchaus dafür geeignet und werden von den St. Martins Rangern auch dahingehend adaptiert. Mit etwas Glück siedeln sich die Vögel vielleicht auch am Gelände der St. Martins Lodge an.

Bienenfresser sind am Gelände der St. Martins Therme & Lodge derzeit nur Durchzügler. Grade im Mai kann man den charakteristischen Ruf auch während eines Spaziergangs am Entdeckerpfad, oder einfach nur während eines Besuches beim St. Martins Stall wahrnehmen. Im Herbst sind Bienenfresser in großen Gruppen im gesamten Seewinkel unterwegs. Vor allem bei starkem Wind und während kälterer Phasen halten sich die Vögel gerne in windgeschützten Bereichen auf. So ist es möglich um das St. Martins Bootshaus in den dort abgestorbenen Bäumen während der Herbstzeit regelmäßig Bienenfresser zu beobachten.

Ein besonderes Safari-Highlight ist die Bienenfresser-Safari. Sie führt an die Brutkolonie der Bienenfresser. Unsere Gäste haben dabei die Möglichkeit das Brutgeschehen der Bienenfresser ganz entspannt aus nächster Nähe zu beobachten und zu fotografieren.

In dieser bunten Familie kommt nur der Bienenfresser bei uns als Brutvogel vor. Ein Verwandter aus dem Osten, der Blauwangenspint (Merops persicus), wurde bisher nur einmal in Österreich gesichtet: Ein einzelner Vogel übernachtete Ende Mai 2016 am St. Andräer Zicksee, ganz in der Nähe des Bootshauses der St. Martins Therme.

Testen Sie Ihr Wissen!

Wenn Sie alle Fragen richtig beantworten können, haben Sie die Möglichkeit an unserem Gewinnspiel teilzunehmen.

Die Gewinne

1 Preis: Aufenthalt für 3 Tage/2 Nächte für 2 Personen

2 Preis: Relax Tagesurlaub für 2 Personen

3 Preis: Thermensafari Kombiticket für 2 Personen

Da unserer Resort derzeit geschlossen hat, kann dieser Gewinn erst nach Wiedereröffnung ausgespielt werden. Bis dahin erwartet Sie jede Woche eine neue Entdeckung mit einem neuen Quiz. Mit jeder Teilnahme an einer der Quiz-Runden, steigern Sie somit Ihre Chance auf einen Gewinn! 

Welcher dieser Vögel nutzt gerne aufgelassene Bruthöhlen der Bienenfresser?*
Welche Farbe haben die Augen der Bienenfresser?*
Welcher verwandte Art wurde einmalig in der Nähe der St. Martins Therme & Lodge beobachtet?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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