Die Hausziege - Capra aegagrus hircus

Aktuelle Entdeckung
Aktuelle Entdeckung

Ein hilfreiches Haustier

Die Ziege gilt gemeinsam mit dem Schaf als ältestes domestiziertes Nutztier des Menschen. Sie stammt ursprünglich von der Bezoarziege ab. Diese Wildziege wurde nach aktuellen archäologischen Funden um das 11. Jahrhundert im vorderen Orient domestiziert.

Aussehen

Das Aussehen der Hausziege variiert sehr stark in Abhängigkeit von der Rasse. Es sind die verschiedensten Farbvarianten von Weiß, Braun, Schwarz in Mischung oder Einfarbigkeit bekannt. Auch die Größe und das Gewicht sind sehr variabel und reichen von 50 cm bis 100 cm und 30 kg bis 120 kg bei einem erwachsenen Tier. Ziege gelten als Hornträger (Bovidae) wobei auch genetisch hornlose Tiere vorkommen können. Sie weisen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf. Ziegenböcke sind durch ihre längeren und breiteren Hörner erkennbar, auch sind sie größer und schwerer als Weibchen (Geißen) und tragen meist längere Bärte.

Nahrung

Die Hausziege ist ein reiner Pflanzenfresser und konzentriert sich bei ihrer Nahrungssuche besonders auf Blätter, Knospen und Rinde. Auch Kräuter finden auf ihrem Speiseplan Platz. Als Wiederkäuer verfügen sie über ein sehr effektives Verdauungssystem und gelten als besonders genügsam, was ihnen auch die Bezeichnung „Kuh des kleinen Mannes“ eingebracht hat.

Verbreitung & Nutzung

Ziegen sind heute auf der ganzen Welt mit Ausnahme der extrem kalten Regionen als Nutztier verbreitet. Sie wurden sogar auf Inseln ausgesetzt um vorbeifahrenden Schiffen als Proviant zu dienen. Verwilderte Hausziegen können noch immer zum Beispiel in Australien in großer Anzahl angetroffen werden. Die Nutzung der Ziege war schon im antiken Rom von Bedeutung. Früher wurden sie sogar als Zug- und Lasttiere im unwegsamen Gelände eingesetzt. Heute konzentriert sich ihre Nutzung auf die Fleisch- und Milchproduktion. In einigen Ländern findet auch das Ziegenleder und das Ziegenhaar intensive Verwendung. Die Kaschmir- und die Angoraziege werden als die bedeutendsten Wollziegenrassen bezeichnet und vor allem in China und Südafrika gezüchtet. Bei uns haben Ziegen auch Relevanz im Naturschutz gefunden. Sie dienen als Landschaftspfleger um Verbuschung an Steilhängen oder die Ausbreitung nicht heimischer Pflanzen (Neophyten) einzudämmen.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit variiert bei den verschiedenen Ziegenrassen. Es gibt von der Saison unabhängige und saisonale (meist im Herbst) Brunstzyklen. Die Dauer der Tragzeit beträgt ungefähr 150 Tage. Meist bekommen Geißen 1 bis 3 Junge, Zwillingsgeburten sind dabei häufig. Kurz nach der Geburt stehen die Zicklein bereits auf und versuchen der Mutter zu folgen. Die Jungen werden meist 5 bis 6 Monate von der Geiß gesäugt. Der Ziegenbock selbst ist bei der Aufzucht der Jungen nicht beteiligt.

Lebensweise

Ziegen sind Paarhufer (Artiodactyla) und somit perfekt an das Leben im Gelände und an felsige Hänge angepasst. Sie leben im Herdenverband jedoch nach Geschlechtern getrennt. Die Geißengruppe mit ihren Jungen wird von den Ziegenböcken nur zu Paarungszeit aufgesucht. Ältere Böcke führen außerhalb der Paarungszeit oft ein Einzelgänger Dasein. Als tagaktive Tiere verbringen Ziegen den Großteil des Tages mit der Nahrungsaufnahme.

Die Ziegen von St. Martins

Der St. Martins Stall ist seit dem Frühjahr ein offiziell zertifizierter landwirtschaftlicher Betrieb für tiergestützte Intervention (TGI). TGI beschreibt den bewussten und gezielten Einsatz von Tieren in der Pädagogik und/oder Therapie. In St. Martins werden sie für tiergestütztes Arbeiten mit Kindern und Erwachsenen eingesetzt. Neben Esel, Schaf und Huhn kommen auch Ziegen bei den unterschiedlichen ökopädagogischen und tiergestützten Programmen zum Einsatz. Zurzeit umfasst die Ziegenherde von St. Martins 22 Tiere, zusammengesetzt aus verschiedenen Rassen, Geschlechtern und Alter. Unsere Ziegen werden zudem auch als Landschaftspfleger auf den hauseigenen Wiesenflächen um St. Martins eingesetzt.

Safari Infos

Unsere Ziegen können Sie beim Stall vor der Lodge bzw. bei einem Spaziergang am St. Martins-Gelände beobachten. Wollen Sie unsere Ziegen auch persönlich kennen lernen, dann können Sie dies bei einem unserer tiergestützten Programme tun. Aktuell im Rahmen des Packages „Tiere als Lehrmeister“. Dabei bekommen Sie einen Einblick in die Mensch-Tier Kommunikation und ins Tiertraining, kombiniert mit Naturerlebnis und Entspannung!

Safari Gewinnspiel

Melden Sie sich jetzt zu unserem Newsletter an und lernen Sie jeden Monat ein neues Natur-Highlight aus dem Seewinkel kennen. Neben abenteuerlichen Entdeckungen von unseren St. Martins Rangern, haben Sie  jeden Monat die Möglichkeit an unserem Safari-Gewinnspiel teilzunehmen. Zu gewinnen gibt es jeweils eine exklusive Safari für zwei Personen durch den Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel.

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