Der Thymian

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Thymian

Der Gewürz-Thymian

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker,

Mein Name ist Gewürz-Thymian (Thymus vulgaris), man sagt aber auch Echter Thymian, oder Garten-Thymian zu mir. Ich bin eine sehr bekannte Gewürz-, Aroma- und Heilpflanzen. Wohl weniger bekannt ist, dass es nicht nur mich, also den einen Thymian gibt. Stellen Sie sich vor, von den sogenannten Thymianen, gibt es rund 210 verschiedene Arten, wovon in Europa ca. 66 wachsen. Abhängig von unseren Standorten unterscheiden wir Thymian-Arten uns ein wenig im Aussehen und auch in der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe.

Über die Herleitung des Namens Thymian gibt es unter anderem folgende Theorie. Es soll sich vom griechischen bzw. lateinischen „thymiama“ ableiten, was Räuchern, bzw. Rauch- und Brandopfer darbringen bedeutet. Und tatsächlich bin ich auch heute immer noch Zutat von so manchem Räucherwerk.

Thymiane zählen zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae). Wobei das wichtigste Erkennungsmerkmal aller Lippenblütler die röhrenförmige Blütenkrone mit meist deutlichen Ober- und Unterlippe ist.  Wir Lippenblütler sind auch bekannt für unseren hohen Gehalt an ätherischen Ölen und werden gerne als Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen hochgeschätzt. Stark aromatische Vertreter meiner Familie, mit denen vermutlich jeder schon mal zu tun hatte, sind neben mir z.B. die Gattungen Salbei, Lavendel, Minze, Melisse, Basilikum, Oregano und Rosmarin.

Ursprünglich bin ich, als der Gewürz-Thymian, in den Ländern ums Mittelmeer heimisch und bevorzuge warme und sonnige Standorte mit durchlässigem Boden. Ich bin ein kleiner Halbstrauch, kann aber durchaus unter natürlichen Verhältnissen, wenn ich nicht geschnitten werde, bis zu 50 cm hoch werden.

In meiner Hauptblütezeit, die von Juni bis September reicht, kann ich viel Nektar produzieren und bin deshalb eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten wie Wildbienen, Honigbienen und Schmetterlinge. In den Ländern des Mittelmeerraumes kann deshalb sogar sortenreiner Thymian-Honig geerntet werden. Im Seewinkel kommt wildwachsend allerdings nur mein Verwandter, der Steppen-Thymian (Thymus kosteleckyanus) vor.

Mein Anwendungsspektrum ist sehr breit gefächert und ich sollte weder in der Küche noch in der Hausapotheke fehlen. Auf den nächsten Seiten erfahren Sie noch mehr über mein Aussehen, die Wirkung meiner Öle, wie ich kultiviert und wozu ich verwendet werde.

Herzliche Grüße,

Ihr Gewürz-Thymian (Thymus vulgaris)

Gewürz-Thymian:

Botanischer Name: Thymus vulgaris

Gattung: Thymian

Pflanzenfamilie: Lippenblütler

Weitere Namen: Echter Thymian, Garten-Thymian, Kuttelkraut

Aussaat / Pflanzzeit: April - Juni

Blütezeit: Mai - Oktober

Erntezeit: Mai - Oktober

Standort: sonnig, sandige und eher karge Böden, wenig Dünger

Verwendung als Heilkraut: Bronchitis, Erkältung, Husten, Magen und Darm-Beschwerden, Hautunreinheiten

Verwendung als Gewürzkraut: Fleischgerichte, Kräuterbutter, mediterrane Gerichte, Salate, Tomatengerichte

Aussehen

Der Gewürz-Thymian ist ein 15 - 40 cm hoher verholzter Halbstrauch mit einem buschigen, stark verzweigten Wuchs. Der immergrüne Zwergstrauch bleibt vom Wuchs her niedrig. Seine vierkantigen Stängel wachsen bogig aufsteigend bis aufrecht und sind in der unteren Hälfte stark verzweigt. Ältere Stängel verholzen stark. Die elliptischen Laubblätter sind gegenständig angeordnet. Die Ränder der Laubblätter sind stark umgerollt und unterseits weiß filzig, somit wirkt die Oberseite saftig dunkelgrün und die Unterseite gräulich. Bei genauerer Betrachtung mit einer starken Lupe sieht man die feinen Härchen auf den Blattunterseiten, die den Filz bilden. Seine Blätter verströmen einen kräftigen, aromatischen Geruch, der typisch für dieses Heilkraut ist. Die Blätter weisen zahlreiche kleine, runde Einschlüsse (Öldrüsen) auf, welche die geschmackstragenden und medizinisch wirksamen ätherischen Öle enthalten. Der Duft der Pflanze ist äußerst aromatisch, vor allem, wenn durch Zerreiben der Blätter die ätherischen Öle dabei freigesetzt werden.

Zur Blütezeit von Mai bis Oktober entwickelt der Thymian kleine blassrosa bis hellviolette trichterartige Blüten. Die Blütenstände bestehen zu meist aus zwei Knäueln, die auch als Scheinquirlen bezeichnet werden. Die Thymianblüten zeigen die für die Familie bekannte Lippenform und bestehen aus fünf Kronblättern sowie vier Staubblättern. Für die Bestäubung ist der Thymian auf Insekten angewiesen. Vorrangig dabei sind Wildbienen, Honigbienen, Hummeln aber auch Schmetterlinge bei denen der Thymian als Futterpflanze sehr beliebt ist.

Vorkommen und Standort

Der Echte Thymian liebt sonnige und warme Hanglagen. Trockene, nährstoffarme und kalkhaltige Böden werden bevorzugt besiedelt. Seine Heimat ist der Mittelmeerraum. Im Pannonischen Gebiet kommt der Gewürz-Thymian wildwachsend nicht vor, wird aber an vielen Stellen, wie Haus- und Klostergärten kultiviert, bzw. kommerziell als Gewürzpflanze in Gartenbaubetrieben angepflanzt und vermarktet.

Wildwachsende Thymian-Arten des Burgenlandes:

  • Steppen-Quendel (Thymus kosteleckyanus)
  • Österreich-Quendel (Thymus odoratissimus)
  • Kriech-Quendel (Thymus praecox subsp. praecox)
  • Gewöhnlicher Arznei-Quendel oder Wiesen-Quendel (Thymus pulegioides subsp. pulegioides)
  • Sand-Quendel (Thymus serpyllum)

 

Der Steppen-Thymian (Thymus kosteleckyanus)

Die Bestimmung von Thymian-Arten ist nicht einfach. Gelegentlich kommen auch Kreuzungen (Hybriden) vor. Die genauen Verwandtschaftsbeziehungen erschließen sich oft erst durch genetische Untersuchungen. Der Steppen-Thymian (Thymus kosteleckyanus), früher auch bekannt als „Pannonien – Quendel“ oder Pannonischer Thymian (Thymus pannonicus) erhielt seinen neuen Namen zu Ehren des böhmischen Arztes und Botanikers Vincenz Franz Kostelecky, der sich umfassend mit Heilpflanzen befasste.

Der Steppen-Thymian ist niederwüchsiger als der Gewürz-Thymian und wächst mit seinen am Boden anliegenden Kriechsprossen mehr so wie ein Bodendecker. Er ist auch stärker behaart, sein Duft ist aber nicht weniger aromatisch. In Österreich kommt der Steppenthymian in den Bundesländern Burgenland, Wien und Niederösterreich vor, ist dabei aber auf das wärmegetönte pannonische Gebiet beschränkt. Seine Vorkommen beschränken sich auf Halbtrocken- und Trockenrasen. Der Steppenthymian ist kleinwüchsiger wird meist nur bis zu 20 cm hoch.

Aussaat

Gewürz-Thymian kann entweder durch Samen vermehrt oder auch Stecklinge vermehrt werden. Möchte man rasch Thymian ernten, empfiehlt sich aber der Kauf eines bereits größeren Thymianstöckls im Topf, das direkt eingepflanzt werden kann, oder auch im Topf auf dem Fensterbrett mit genügend Lichteinfall gehalten werden kann. Er gedeiht vorzüglich auf sonnigen, trockenen und kalkarmen Standorten. Im Garten bieten sich Plätze wie Steingärten und Kräuterspirale an, wo man ihn gerne mit anderen Sonne liebenden Arten in sandigen, nährstoffarmen Böden vergesellschaften kann. Thymian ist ein Lichtkeimer, es ist daher ausreichend ihn nur etwa zwei Zentimeter tief in die angefeuchtete Erde zu drücken. Nach etwa zehn Tagen bis drei Wochen keimen die kleinen Thymianpflanzen. Er ist zwar winterhart, aber sollten die Temperaturen weit unter null Grad fallen, kann man ihn mit ein paar Tannenzweige oder etwas Stroh schützen. Während längerer Trockenperioden ist es vom Vorteil ihn hin und wieder zu bewässern.

Heilwirkung und Gewürzkraut

Als medizinische Arzneipflanze werden verschiedene Thymian-Arten eingesetzt. Am häufigsten findet der Gewürz-Thymian (Thymus vulgaris) Anwendung. Auf Grund seiner wichtigen Bedeutung in der Medizin wurde er im Jahr 2006 zur Arzneimittelpflanze des Jahres gewählt. In der Medizin schreibt man aber auch den wilden Thymian-Arten (Quendeln) ähnliche, aber schwächere Wirkungen zu, wie wir sie auch vom Gewürz-Thymian kennen.

Folgende Wirkungen sind vom Echten Thymian oder Gewürz-Thymian bekannt:

  • antibakteriell
  • teilweise antiviral
  • pilzhemmend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • schleimlösend
  • auswurffördernd
  • fiebersenkend
  • schmerzlindernd
  • appetitanregend
  • verdauungsfördernd
  • wirkt Arterienverkalkung entgegen
  • immunstimulierend

 

Thymian zählt zu den wertvollsten Arzneipflanzen bei dem Einsatz gegen Erkältungs- und Atemwegskrankheiten. Dabei wirkt er schleimlösend (zum besseren Abhusten), auswurffördernd und krampflindernd (z.B. bei Keuchhusten oder Asthma). Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Thymian Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden.

Darüber hinaus wird Thymian auch bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Hier wirken die Bitterstoffe und ätherischen Öle. Sie sind verdauungsfördernd und regen die Produktion von Verdauungssäften an und helfen gegen Blähungen und Sodbrennen. Daher erleichtert Thymian als Gewürz auch die Verdauung schwerer, fettreicher Speisen.

Den Weg in die Küche hat er schon sehr früh gefunden und wird gern zum Würzen und Garnieren verwendet. Sein Geschmack ist einzigartig in der Welt der Kräuter und lässt sich nicht mit anderen Kräutern vergleichen. Auch in der Küche der St. Martins Therme wird Thymian wegen seiner positiven Eigenschaften und wegen seines unverkennbaren Geschmacks gern verwendet. Thymian schmeckt pikant, leicht pfeffrig und zugleich lieblich, manchmal sogar leicht süß.

Die ätherischen Öle, Bitterstoffe und Flavonoide im Thymian weisen eine immunstimulierende Wirkung auf bzw. unterstützen das Immunsystem im Kampf gegen unerwünschte Eindringlinge. Der medizinisch bedeutsamste Inhaltsstoff des Thymians heißt Thymol, ein Bestandteil des ätherischen Öls im Thymian. Es hat unter anderem die Eigenschaft, festsitzenden Schleim, z.B. bei Bronchitis, aufzulösen. Aufgrund des hohen Gehaltes an ätherischen Ölen wirkt Thymianöl desinfizierend und wird auch in Mundwässern und Gurgellösungen eingesetzt. Daher lässt sich Thymian ganz hervorragend bei Mandelentzündung einsetzen und natürlich auch bei anderen Entzündungen im Mund z.B. am Zahnfleisch- und an der Mundschleimhaut.

Ebenso, wie Thymian bei Infektionen in den Atemwegen helfen kann, findet er auch Verwendung und Anwendung in anderen Körpergeweben. Zum Beispiel bei Blasenentzündungen. Die antiseptische Wirkung schwemmt die Bakterien mit dem Wasser aus dem Körper.

Frauen schätzen seine krampflösende Wirkung. Daher findet der Thymian auch Verwendung bei Menstruationsbeschwerden. Er wirkt menstruationsfördernd und zyklusregulierend und regt den Eisprung an. Da er auch östrogenartige Substanzen enthält, kann Thymian auch eine hilfreiche Pflanze bei Beschwerden während der Wechseljahre sein.

Um abends leichter Schlaf zu finden und die Nacht durchschlafen zu können werden dem Öl des Thymians eine beruhigende und entspannende Wirkung auf das Nervensystem nachgesagt. Oft findet der Thymian daher in Kräuterkissen seine Verwendung. 

Für äußerlich Anwendungen gegen Hautprobleme bietet es sich an in Thymian-Aufgüssen zu baden, Kompressen auf zu legen oder das ätherische Öl verdünnt oder unverdünnt einzusetzen. Thymian hilft auch gegen schlecht heilende und entzündete Wunden, Ekzeme und gegen unreine Haut, Pickel und Furunkel.

Als Tee, Sirup, Frischpflanzensaft, Tinkturen, ätherischem Öl, Badezusatz oder bereits in fertigen Produkten wie z.B Hustensäfte, Dragees findet man Thymian in der Apotheke.

Richtig Beobachten

Wann & Wo

Wie gesagt, der Gewürz-Thymian ist im Burgenland nicht heimisch. Folglich ist er nur in menschlicher Kultur zu finden. Die Suche nach dem wilden Verwandten des Gewürz-Thymians, dem Steppen-Thymian, ist aber im Seewinkel gar nicht schwer. Es reicht ein Spaziergang durch die Seewinkler Steppenlandschaft und man kann ihn schnell auch am Wegesrand entdecken. Gerade an den trockenen Standorten, wo es erlaubt ist, die Wiesenflächen zu betreten, ist er kaum zu übersehen. Oft erreicht die Nase schon ein würziger Duft, allein wenn man durch die Landschaft geht, oder selbst mit dem Rad fährt. Das Betreten oder Berühren der Thymian-Pflanze setzt dabei ätherische Öle frei. Besonders ausgeprägt ist der Geruch bei trockenem, heißen und sonnigen Wetter. Aber bitte verlassen Sie die erlaubten Bereiche nicht und pflücken Sie keinen Thymian ab! Im Nationalpark gilt ein strenges Wegegebot, damit dir Tiere und Pflanzen ungestört leben, bzw. wachsen können. Auch ist es nicht erlaubt, in den Nationalparkbereichen Pflanzen abzupflücken bzw. zu sammeln. Nutzen Sie diese Gelegenheit, den Steppen-Thymian olfaktorisch zu genießen bitte nur in den erlaubten Bereichen!!

Markante Eigenschaften

Wozu dient eigentlich der starke Geruch des Thymians? Wozu riechen Pflanzen überhaupt, bzw. warum wird dieser Aufwand betrieben, solche Substanzen überhaupt im Pflanzenkörper herzustellen?

Starke Gerüche dienen z.B. als Fraßschutz. Sie werden meist dann freigesetzt, wenn die Pflanze durch das Anknabbern verletzt wird. Der Ausstoß der Wolke aus ätherischen Ölen soll dann die Fressfeinde abhalten. Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe dienen aber nicht nur als Fraßschutz gegen große Pflanzenfresser. Viele wirken auch antibakteriell bzw. hemmen das Wachstum von Pilzen. Somit sind sie Bestandteil des Immunsystems der Pflanzen. Dass das mit der Abwehr gegen das Gefressen werden nicht bei allen funktioniert, sehen wir an uns Menschen. Wir nutzen den Thymian nämlich als klassisches Gewürzkraut. Für uns Menschen veredelt er die unterschiedlichsten Speisen im Geschmack.

Thymiane sind wahre Überlebenskünstler. Ihre Blätter sind so gebaut, dass über sie kaum Wasser verdunstet. Dafür sorgt eine verdickte Zellwand, aber auch die Position der Spaltöffnungen, die an der Blattunterseite sitzen und durch den Haarfilz geschützt sind. So wird die Verdunstung auf ein Minimum reduziert.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie eine Auswahl an weiterführenden Informationen zum Thymian. Filme, Audiodateien, Weblinks, etc.

 

Pflanzen Sie ein Insektenbuffet mit Thymian

Tipps zum Thymian ernten

Thymian vermehren mit Stecklingen

Lebensraum um St. Martins

Der Gewürz-Thymian ist selbstverständlicher Bestandteil des St. Martins Kräutergartens. Dort können unsere Gäste den Gewürz-Thymian in einem eigenen beschrifteten Beet bewundern. Der Gewürz-Thymian des Kräutergartens wird auch in der regionalen Küche der St. Martins Lodge verwendet und kommt frisch geerntet regelmäßig auf den Tisch.

Der wild vorkommende Steppen-Thymian ist auf dem Gelände der St. Martins Therme & Loge allerdings noch gar nicht wirklich zu entdecken. Da das gesamte Gelände ein ehemaliges Schotterabbaugebiet war, ist es dem Zwergstrauch noch nicht wirklich gelungen das Gebiet wieder zu besiedeln. Das Gelände wird aber durch gezielte Managementmaßnahmen des St. Martins Ranger Teams sukzessive renaturiert und wir hoffen, dass mit der extensiven Beweidung durch Schafe, Ziegen und Eseln wieder eine artenreiche Seewinkler Hutweide entsteht. Einige Arten, wie z.B. der Österreich-Salbei und der Österreich-Lein haben sich sehr zu unsere Freude bereits wieder angesiedelt.

Thymian als Nahrungspflanze für Insekten

Thymiane sind nicht nur sehr wichtige Nahrungspflanzen für Wildbienen, Honigbienen, Hummeln und erwachsene Schmetterlinge. Es gibt auch eine Schmetterlingsart, das Thymian-Widderchen, deren Raupen sich ausschließlich von Thymianen ernähren! Im Juni bis August ist das Thymian-Widderchen auch auf den Seewinkler Hutweiden und Steppen gut zu beobachten. Auffallend ist die schwarz-rote Farbe des Schmetterlings. Im Gegensatz zu anderen Widderchen-Arten besitzt das Thymian-Widderchen drei deutliche breite rote Längsstreifen an den ansonsten schwarzen Vorderflügeln. Die erwachsenen Schmetterlinge laben sich gerne an Witwenblumen und der Gelben Skabiose und sitzen dabei auch oft zu mehrt an einem Blütenstand. Wer Schmetterlinge schützen will, muss sowohl Nahrung für die Raupen, als auch für die erwachsenen Schmetterlinge bieten. So fressen die Raupen des Thymian-Widderchens die Blätter verschiedener Thymian-Arten, während die erwachsenen Schmetterlinge sich mit ihrem Saugrüssel vom Nektar unterschiedlichster Blüten ernähren.

Geschichtliches

Der Gewürz-Thymian hat seit jeher einen besonderen Stellenwert unter den Heilpflanzen. So wurde er bereits vor langer Zeit von den Ägyptern bei der Einbalsamierung ihrer Toten verwendet. Bei den alten Griechen galt der Thymian als wichtiges Räucherkraut, das den Geist anregen soll. Angeblich badeten römische Legionäre vor einer Schlacht in Thymian Aufgüssen, um sich zu stärken. Die Franzosen übernahmen das Wissen im Mittelalter. Hier diente der Thymian vor allem als Küchenkraut wegen seines kräftigen aromatischen Geschmackes. Doch auch im Mittelalter hat der Thymian seine Bedeutung für Mut und Kraft behalten. Die Damen steckten ihren auserwählten Rittern vor dem Kampf Thymian Zweige an. Darüber hinaus wurde er verbrannt um die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern. Denn schon damals erahnte man die keimabwehrende Wirkung des Thymians. Auch belegen Schriften, die Ärzte in der Antike verfasst haben, dass der Thymian bei zahlreichen Erkrankungen wie etwa Bronchitis als pflanzliche Arznei genutzt wurde. Auch Hildegard von Bingen und Albertus Magnus empfahlen den Thymian als wertvolle Heilpflanze.

St. Martins Kräutergarten

Auch in St. Martins wird in der Küche viel Wert auf natürliche, heimische und regionale Produkte gelegt. Da darf natürlich ein eigener Kräutergarten nicht fehlen. Gegenüber vom Eingang zur St. Martins Lodge, zwischen Kreisverkehr und Stall liegt der Kräutergarten von St. Martins. Natürlich ist hier auch der Echte Thymian angepflanzt. Hier wachsen auch noch viele weitere Küchen- und Würzkräuter aber z.B. auch Salat. Neben Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Oregano, Estragon, Salbei, echtem Kerbel, Majoran, Liebstöckel, Rosmarin, Krausepetersilie, Lavendel und Zitronenmelisse sind auch Blutampfer, Ananas-Salbei, Koriander, Zitronengras, Zitronenverbene, Fenchel und sogar Rucola in den Beeten zu finden, welche durchaus direkt von hier den Weg in die Küche finden.

Abgesehen vom Kräuterbeet, dass auch kulinarische Dienste leistet, haben sich die St. Martins Ranger auch etwas ganz Besonderes zum Entdecken einfallen lassen. Draußen vor dem Eingang zur Lodge findet man links unseren Entdeckertisch. Hier wurden einige Pflanzen, die für unser Gelände charakteristisch sind, in Töpfe gepflanzt und können von unseren Gästen bestaunt werden. Die kleine Ausstellung wird laufend ergänzt, aber auch an die jeweiligen Jahreszeiten angepasst. Neben unseren charakteristischen Pflanzen findet man unter anderem auch Bilder von Tieren, die am St. Martins Gelände leben und die bei einem Spaziergang um den St. Martins Entdeckerpfad entdeckt werden können. Besuchen Sie während Ihres nächsten Aufenthalts unseren Entdeckertisch und finden Sie heraus was wir noch alles angepflanzt haben.

Testen Sie Ihr Wissen!

Wenn Sie alle Fragen richtig beantworten können, haben Sie die Möglichkeit an unserem Gewinnspiel teilzunehmen.

Die Gewinne

1 Preis: Aufenthalt für 3 Tage/2 Nächte für 2 Personen

2 Preis: Relax Tagesurlaub für 2 Personen

3 Preis: Thermensafari Kombiticket für 2 Personen

Da unserer Resort derzeit geschlossen hat, kann dieser Gewinn erst nach Wiedereröffnung ausgespielt werden. Bis dahin erwartet Sie jede Woche eine neue Entdeckung mit einem neuen Quiz. Mit jeder Teilnahme an einer der Quiz-Runden, steigern Sie somit Ihre Chance auf einen Gewinn! 

Welche Standorte bevorzugt Thymian?*
Wo wächst am Gelände der St. Martins Therme & Lodge Thymian?*
Welche Farbe haben die Blüten der Thymiane vorwiegend?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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