Hauswasserbüffel - Bubalus arnee f. bubalis

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Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker!

Darf ich mich vorstellen, ich bin‘s der Hauswasserbüffel! Heuer ist ja mein Jahr, drum melde ich mich auch einmal bei Ihnen. Nach dem chinesischen Kalender, genau genommen seit dem 12. Februar 2021, befinden wir uns nämlich im Jahr des Wasserbüffels. Und das bleiben wir auch bis zum zweiten Neumond nach der kommenden Wintersonnwende am 31.01.2022. In China steht der Büffel übrigens für Sanftheit - Niu´, und genau das beschreibt uns Wasserbüffel wirklich sehr sehr gut, wir sind nämlich tatsächlich ruhige und sanftmütige Wesen. Meine Vorfahren stammen ursprünglich aus Asien, aber wer könnte hier im Seewinkel besser das Feeling der weiten Savannen Afrikas vermitteln, als wir. Wenn wir majestätisch über die schier endlosen Puszta-Flächen des Seevorgeländes und durch den ausgedehnten Schilfgürtel im Südteil des Neusiedler Sees streifen, da stellt sich bei vielen, die uns sehen, „Afrikafeeling pur“ ein.

Ihr Hauswasserbüffel (Bubalus arnee f. bubalis)

  • Klasse: Mammalia (Säugetiere)
  • Ordnung: Artiodactyla (Paarhufer)
  • Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
  • Familie Hornträger (Bovidae)
  • Unterfamilie: Echte Rinder (Bovinae)
  • Tribus: Rinder i. e. S. (Bovini)
  • Gattung: Bubalus (Asiatischer Wasserbüffel)
  • Art: arnee f. bubalis (Hauswasserbüffel)
Merkmale

Wasserbüffel sind mit ihrem tonnenförmigen Körper und den kräftigen, kurzen Beinen perfekt an ihren Lebensraum angepasst. Genau diese Körperform hilft ihnen bei der Fortbewegung in sumpfigen Gebieten mit schlammigen Untergrund. Charakteristisch ist auch der lange mit einer Endquaste bestückte Schwanz. Auffällig sind auch die mächtigen, oft nach innen gedrehten Hörner, wobei beide Geschlechter Hörner tragen. Die Hörner der Männchen sind aber massiver ausgeprägt. Wasserbüffel erreichen in freier Wildbahn ein Alter von bis zu 25 Jahren.

Domestizierte Wasserbüffel erreichen meist ein Maximalgewicht von rund 250 - 500 kg, die wild lebenden Wasserbüffel können mit 800 - 1200 kg aber deutlich schwerer werden. Die maximale Körperlänge erreicht 2,4 - 3 m, die Schulterhöhe 1,5 -1,9 m, wobei auch hier die domestizierten Formen deutlich kleiner sind. Die Fellfarben erstrecken sich von grau über braun bis schwarz. Bei Hausbüffeln sind selten auch Kombinationen mit Weiß möglich.

Lebensweise & Fortpflanzung

Der Wasserbüffel ist Pflanzenfresser und bevorzugt Gräser und Pflanzen der Ufervegetation wie auch die jungen noch weichen Triebe des Schilfrohrs.

Die Tragezeit beträgt durchschnittlich 300 - 340 Tage. Nur alle zwei Jahre trägt eine Kuh ein Junges aus. Das etwa 40 kg schwere Junge wird ein halbes Jahr gesäugt. Erst mit ca. drei Jahren ist ein Wasserbüffel Jungtier selbst geschlechtsreif. Das ist auch der Zeitpunkt an dem die jungen Männchen aus der Herde vertrieben werden, die jungen Weibchen dürfen in der Herde bleiben. Nur während der Paarungszeit werden Männchen, in der ansonsten von weiblichen Tieren gebildeten Herde, geduldet und schließen sich dieser an. Das Signal dafür geben Geruchsstoffe, die von den Weibchen nur dann abgegeben werden, wenn die empfängnisbereit sind. Nach den erfolgten Paarungen verlassen die Männchen wieder die weiblichen Herden. Das Leittier einer Herde ist immer eine dominante erfahrene Kuh.

Wasserbüffel sind perfekt für ein Leben am Wasser ausgestattet. Um sich vor lästigen Insekten zu schützen, genießen Büffel ein regelmäßiges Bad im Schlamm. Danach bedeckt die Haut eine dichte Schlammschicht und blutsaugende Insekten können diese nicht mehr durchdringen.

Verbreitung & Domestizierung

Die Stammform des Wasserbüffels, der Arni, ist in Süd- und Südostasien beheimatet, wobei in Bhutan, Indien, Kambodscha, Myanmar, Nepal und Thailand noch wildlebende Herden anzutreffen sind. Bei diesen Herden ist es allerdings nicht wirklich klar, ob es sich tatsächlich um reine Wildformen handelt, oder diese Tiere Nachkommen ursprünglich domestizierter Tiere oder Kreuzungen sind.
Wann genau der Wasserbüffel domestiziert wurde ist nicht ganz eindeutig nachvollziehbar. Die Domestikation begann vermutlich 3000 Jahre v. Chr. in China, Pakistan und dem Irak, somit haben der Wasserbüffel und der Mensch bereits eine 5000 Jahre lange gemeinsame Geschichte. Ihr durchwegs friedliches, ruhiges und ausgeglichenes Wesen macht sie zu einem verlässlichen Partner bei der Arbeit am Feld oder als Lasttier vor einem Karren. Ein Arbeiten auf Reisfeldern ist ohne die Hilfe von Wasserbüffeln oft undenkbar. Weltweit ist der Wasserbüffel daher immer noch ein wichtiges Arbeitstier. Aktuell wird er aber durch den Einsatz von Maschinen immer mehr zurückgedrängt. Die Zahl der weltweit domestizierten Wasserbüffel dürfte derzeit ungefähr bei 150 Millionen liegen.

Den Weg nach Europa fanden die Wasserbüffel im 6. Jahrhundert n. Chr. Ihr Weg führte dabei über Griechenland und Bulgarien bis nach Mittel- und Südeuropa. Die im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel gehaltenen Tiere zählen zur Rasse der Westungarischen Wasserbüffel. Wasserbüffel werden heute in Europa nur noch in Rumänien, Bulgarien und Italien in großem Stil genutzt. In Ungarn, ebenfalls einem Land mit traditioneller Büffelhaltung, mit ehemals über 100.000 Tieren, werden lediglich nur noch wenige Tiere zur Landschaftspflege eingesetzt. In Österreich, so wie auch in anderen europäischen Ländern kommt ihnen eben auch genau diese Aufgabe zu.

Nutzung

Wasserbüffel liefern Milch und Fleisch, werden aber auch als Arbeitstiere eingesetzt. Die Büffelmilch mit ihrem hohen Fettgehalt – dieser liegt bei sieben bis acht Prozent, also der doppelten Menge als der Gehalt der Kuhmilch, ist die perfekte Basis für die Herstellung des berühmten italienischen Büffelmozzarellas. Die Milch liefernden Rassen werden auch als „Milchbüffel“ bezeichnet.

Jene Büffel, die als Arbeits- und/oder Fleischtiere eingesetzt werden, werden oft als „Sumpfbüffel“ bezeichnet. Sie sind wichtige Arbeitskräfte, vor allem beim Bestellen der Reisfelder im südostasiatischen Raum, wo sie zum Pflügen der Felder eingesetzt werden. Auch in Europa war der Büffel Arbeitstier und wurde sowohl zur Bearbeitung der Ackerflächen als auch als Zugtier eingesetzt – eine Nutzung, die aber immer mehr durch Maschinen ersetzt wird.

Die Aufgabe der Wasserbüffel in Mitteleuropa beschränkt sich heute meist auf die landschaftspflegende Tätigkeit der Beweidung. In vielen Ländern werden dabei kleinere Herden von Wasserbüffeln lokal zur Pflege von Feuchtlebensräumen eingesetzt, um die Verschilfung der Flächen zu verhindern. Da die Wasserbüffel auch gerne in das tiefere Wasser hineingehen und durch den Schlamm waten, zerstören sie auch die unterirdischen hohlen Kriechsprosse des Schilfes, was auch zum Absterben einzelner Bereiche des Schilfs führt.

Im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel werden sowohl in der österreichischen Bewahrungszone Sandeck-Neudegg als auch im ungarischen Teil des Nationalparks, in der Mekszikopuszta Wasserbüffelherden gehalten. Sie leisten somit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt von Brutplätzen für zahlreiche Vogelarten wie z.B. Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel.

Symbolik

Wohin man auch schaut, der Büffel ist eng mit den Mythen und Sagen der Menschen verknüpft, was auch seine allgemeine wichtige Bedeutung für den Menschen zeigt. In der chinesischen Astrologie ist der Büffel eines der zwölf Sternzeichen. Im Indischen ist er der mächtige Dämon Mahishasura, in Nepal ist das Dashain-Fest zu Ehren des Büffels ein staatlicher Feiertag und im Hinduismus ist er Yama, der Herr der Unterwelt bzw. dessen Reittier.

Wasserbüffel lassen auf unseren Safaris immer wieder ein wahres Afrika-Feeling aufkommen. Im österreichischen Teil des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel werden in der Bewahrungszone Sandeck-Neudegg zwischen Apetlon und Illmitz ca. 80 Tiere gehalten. Mit etwas Glück sind die imposanten Riesen vom Hochstand aus auch mitten im Schilf zu entdecken. Die sehr heißen Tage in den Sommermonaten verbringen Wasserbüffel gern im Wasser oder in Schlammlöchern, was die Beobachtung nicht so leicht macht. In den Morgen- und Abendstunden ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, die Büffel zu entdecken. Sehr zu empfehlen ist dabei im Sommer ein Individuelles Naturerlebnis in der Zeit der Dämmerung. Einfacher gestaltet sich die Beobachtung in den kalten Monaten, wenn die Wasserbüffel in ihre Winterkoppel kommen. Aber deren Anblick im Sommer in der offenen Landschaft, wenn die imposanten Tiere über die Steppe und durch den Schilfgürtel streifen, ist natürlich weitaus beeindruckender.

Interaktive Inhalte

Hier finden Sie Videos mit besonderen Inhalten zum Hauswasserbüffel.

Ein Ausflug nach Schönbrunn

Wasserbüffel in Ungarn am Plattensee

Pflügen in den Reisfeldern

Wasserbüffel reinigt seine Nase

Lebensraum St. Martins Therme & Lodge

Am Gelände der St. Martins Therme & Lodge werden keine Wasserbüffel gehalten. Hier übernehmen andere Weidetiere die Landschaftspflegearbeit. Mit den weißen Barockeseln und Zackelschafen sind aber auch zwei für die Region typische alte Haustierrassen vertreten. Unsere Weidetiere können Sie im Rahmen unserer tiergestützten Programme kennen lernen.

Testen Sie Ihr Wissen!

Entdecken Sie jeden Monat eine neue Art und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Seewinkel-Safari-Gutschein für zwei Personen.

Viel Glück bei der Teilnahme und Entdeckergrüße,
Ihr Naturerlebnis-Team der St. Martins Therme & Lodge

 

Teilnahmebedingungen: Das aktuelle Gewinnspiel läuft bis 30. Juni 2021. Die Ermittlung des Gewinners für einen Safari-Gutschein für zwei Personen erfolgt unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/die Gewinner/in wird per E-Mail verständigt. Die Barablöse des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Wie lange trägt eine Wasserbüffelkuh ihr Junges aus?*
Wie hoch wird der Bestand der weltweit lebenden Wasserbüffel geschätzt?*
Welche Eigenschaft wir dem Büffel in der chinesischen Astrologie zugeschrieben?*
St. Martins Therme & Lodge, Im Seewinkel 1, A-7132 Frauenkirchen,   +43 2172-20500
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