Die Schneeammer
Der Spur folgen

Schneeammer

Liebe Entdeckerin, Lieber Entdecker,

für uns lohnt sich im Winter ein Ausflug in den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel, denn wir Schneeammern sind nur zu dieser Zeit als seltener Wintergast in tiefen Lagen, v. a. im Nordosten in Österreich anzutreffen. Wir sind helle Vögel mit einem niedlichen Gesicht, die am weitesten nördlich an Land brüten und Flecken in der Tundra bewohnen, die nicht von Eis bedeckt sind.

Lies doch weiter und erfahre mehr über uns Schneeammern!

 

Bildnachweis: Ian Kirk from Broadstone, Dorset, UK, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Header-Bildnachweis: Stephan Sprinz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Facts

Länge: 15,5 – 18 cm

Flügelspannweite: 32 – 38 cm

Gewicht: 26 – 40 g

Lebenserwartung: bis zu 9 Jahre

Aussehen

Die hellen großen Schneeammern sind auch in ihrem schlichten Winterfederkleid noch auffallend hell und stechen mit ihrem gelben Schnabel mit kleiner schwarzen Spitze hervor. Der Scheitel und der Nacken sind warmbraun, genauso wie ihr großer Wangenfleck. Im Schlichtkleid präsentiert sie sich im gelblichbraunen, schmutzig wirkenden Gefieder und die Unterseite der Schneeammer ist überwiegend weiß. Nur die Brustseiten und Flanken sind braun.

Die männlichen wie auch die weiblichen Schneeammern im Prachtkleid sind in Österreich nie zu sehen. Im Prachtkleid sind die Männchen weiß und haben einen schwarzen Flügelmantel. Die Weibchen im Brutkleid haben einen graubraunen Kopf und einen braun gemusterten Mantel.

Bildnachweis: Cephas, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Bildnachweis: Snow Bunting (Plectrophenax nivalis), Sothers Field by Mike Pennington, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Stimme

Der kurze, klare und rasch in seiner Tonhöhe wechselnde Gesang der Schneeammer ist bei uns in Österreich nicht zu hören, sondern nur in ihren nördlichen Brutgebieten. In der Gruppe stoßen sie trillernde Rufe wie „pr-r-r-r“, oder „pjiu“ aus.

 

Audiodatein zur Schneeammer:

Nahrung

Schneeammern ernähren sich im Sommer bevorzugt von Insekten und Spinnen. Im Winter sind sie dagegen auf Sämereien spezialisiert die sie am Boden finden.

Fortpflanzung

Die Schneeammern brüten einmal im Jahr in der Zeit von Juni und Juli. Sie führen eine monogame Saisonehe und legen das Nest gut gegen Witterung und Sicht geschützt am Boden in Felsspalten, Nischen und meist zwischen oder unter Steinen an. Dieses wird aus Gräsern, Moos und Flechten gebaut und mit Federn und Haaren ausgekleidet. Das Weibchen legt 4 bis 6 Eier und diese werden 12 bis 14 Tage lang vom Weibchen alleine bebrütet. Das Männchen versorgt in dieser Zeit das Weibchen. In der Nestlingszeit füttern beide die Jungen.

Verbreitung

Die Schneeammern sind Vögel die zirkumpolar in der Arktis verbreitet sind, den Winter verbringen sie in gemäßigten Breiten. Die größten Brutvorkommen dieses Vogels in Europa befinden sich in Grönland, Norwegen und Island. Das südlichste Brutvorkommen ist in Schottland.

Je nach Wetter bzw. Nahrungsverfügbarkeit gelten die Schneeammern als Langstrecken, Kurzstrecken- oder Teilzieher. Ein kleiner Teil davon zieht vor allem in kalten Wintern bis südlich der Alpen und zu uns.

Lebensraum

Die Schneeammer ist ein kleiner Singvogel der von allen Singvögeln am weitesten nördlich brütet.

Als Arktis-Spezialistin brütet sie in Tundragebieten der gesamten Nordhalbkugel, in Europa im äußersten Norden Skandinaviens und Russlands, in Teilen Schottlands und in Island.

Sie besiedelt karge Landschaften die spärlich bewachsen und gut überschaubar sind und bewohnt nördliche Gefilde. Dort ist sie Eis und Kälte gewohnt aber weicht im Winter trotzdem lieber in mildere Regionen aus und ist dann auch ein seltener Wintergast bei uns im Seewinkel.

Gefährdung

Die Schneeammer gilt weltweit als nicht gefährdet, da sie im geeigneten Habitat häufig ist und ein großes Verbreitungsgebiet hat.

Wo zu finden

Die Schneeammer ist in Österreich ein seltener Durchzügler und Wintergast aus der Tundra. Vor allem hier bei uns im Nordosten kann sie von November bis Februar in kleinen Trupps beobachtet werden. Dabei lohnt es sich auf kurzrasigen, vegetationsarmen Flächen wie Lackenrändern, Äckern und Feldwegen Ausschau zu halten.

Interaktive Inhalte

(c) Marc Plomp, CC BY-SA 3.0 NL, via Wikimedia Commons

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