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ich bin es, der Gänsesäger. Vielleicht haben Sie mich schon einmal gesehen, vielleicht aber auch nicht. Ich bin ein Entenvogel, der auf Fischfang spezialisiert ist. In Österreich ist der Seewinkel kein Brutgebiet von mir, sondern ein Überwinterungsgebiet. Man findet mich oft auf den Schotterseen des Gebiets, wo ich im möglichst klaren Wasser nach Fischen Ausschau halte.
So, jetzt aber genug geredet! Das St. Martins Outdoor-Team hat viel Wissenswertes rund um mich in kompakter Form aufbereitet. Viel Spaß beim Lesen!
Alles Liebe, Ihr Gänsesäger
Headerbild: © Quartl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Bildnachweis: © Bengt Nyman, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Bildnachweis: © Tony Hisgett, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Der Gänsesäger ist ein vergleichsweise massiger Entenvogel mit langem Körper. Sein roter Schnabel ist schmal und spitz und am Ende hakenartig nach unten gebogen. Der Kopf des Männchens ist schwarz mit grünem Schimmer gefärbt. Der Hals ist weiß, und die Unterseite ist überwiegend weiß bis lachsrosa. Die Oberseite ist schwarz, der Hinterrücken und der Schwanz sind grau. Das Weibchen hat einen dunkelrotbraunen Kopf und ein weißes Kehlfeld. Das Gefieder ist ansonsten eher gräulich.
Bildnachweis: Quartl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die Brutzeit ist von Mitte April bis Anfang August und es wird nur einmal pro Jahr gebrütet. Gänsesäger führen eine monogame Saisonehe und sind Höhlenbrüter. Im Frühjahr suchen sich die Weibchen für den Nestbau geeignete Baumhöhlen, die sie mit Daunen auspolstern. Aber auch Felsspalten und Uferunterhöhlungen werden angenommen. Ideale Brutgebiete sind alte Baumbestände im Uferbereich an fischreichen Gewässern. Die Brutdauer beträgt zwischen 30 und 35 Tagen und die Jungen sind Nestflüchter. Schon einen Tag nach dem Schlupf klettern die Jungen, von ihrer Mutter angelockt, zum Flugloch und springen mit gespreizten Flügelstummeln und Füßen zum Boden hinab, wo sie die Mutter sogleich zum Aufzuchtgewässer führt. Die Jungvögel können sofort gut schwimmen und tauchen. Die Männchen beteiligen sich nicht an der Aufzucht.
Die Nahrung der Gänsesäger besteht vor allem aus kleineren Fischen von einer Länge bis zu 10 cm. Die Beute wird optisch lokalisiert, die maximale Tauchtiefe beträgt ca. 10 Meter. Mit ihrem Hakenschnabel und den Sägezähnen können sie die Fische gut festhalten. Ein Gänsesäger frisst täglich etwa 300 g Fisch.
Gänsesäger sind nicht besonders ruffreudige Vögel. Vom Männchen kennt man zwei verschiedene Balzrufe, die aber beide leise sind. Mit erhobenem Schnabel ruft es gelegentlich „auig-a“ und gibt außerdem ein hohes, quakendes und glockenartig klingendes „rüh-roh“ von sich. Das Weibchen antwortet auf die Balzrufe des Männchens mit einem kurzen „aik-aik“.
Der Gänsesäger ist je nach Lage des Brutgebiets sowohl Standvogel als auch ein Zugvogel, der im Winter in den Süden zieht. Vor allem die nordöstlichen Populationen ziehen im Winter oft größere Strecken nach Süden. Die Brutgebiete befinden sich grundsätzlich in Nordeuropa, Nordasien und Nordamerika. An den Flüssen am Alpennordrand und dementsprechend auch in Österreich gibt es einen Bestand von brütenden Gänsesägern.
Der weltweite Gesamtbestand des Gänsesägers ist derzeit nicht gefährdet. In Österreich zeigt die Art aktuell einen positiven Bestandstrend, gilt jedoch dennoch nach wie vor als gefährdet. Der Erhalt der verbliebenen freien Fließstrecken unserer Flüsse, Rücksichtnahme bei der Freizeitnutzung des Menschen und eine Akzeptanz durch die Fischerei sind eine Voraussetzung für eine weiterhin positive Entwicklung der Bestände.
Bildnachweis: © Gérard Meyer from Schlierbach, France, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Im Seewinkel bieten sich die besten Beobachtungsbedingungen im Spätherbst und vor allem im Winter, wenn Gänsesäger durchziehen oder überwintern.
Auf den für den Seewinkel typischen Sodalacken ist er so gut wie nie zu beobachten. Deutlich bessere Chancen hat man am Neusiedler See selbst und vor allem an den vom Menschen geschaffenen Schotterseen im Gebiet. Mit etwas Glück lässt sich dort in der kalten Jahreszeit der eine oder andere Gänsesäger bei der Fischjagd beobachten.
Sehr gute Chancen Gänsesäger zu beobachten, hat man vor allem bei einem winterlichen Birdwatching. Neben den Gänsesägern sind aber noch viele weitere Vogelarten zu entdecken, welche sich im Winter gut beobachten lassen. Denn nicht nur für den Gänsesäger stellt der Seewinkel ein wichtiges Überwinterungsgebiet dar.
Ein Video mit besonderem Inhalt zum Gänsesäger
Bildnachweis: © Richard Bartz, Munich aka Makro Freak, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons
Einer der zuverlässigsten Plätze im Seewinkel, um Gänsesäger zu beobachten, sind die zwei Schotterseen direkt neben der St. Martins Therme & Lodge. Hier finden sich jeden Winter einige Gänsesäger ein, die hier die kalte Jahreszeit auf den fischreichen Seen verbringen und im Frühjahr wieder in ihre Brutgebiete zurückkehren. Es lohnt sich also im Winter mal einen Blick auf die Seen zu werfen, es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Sichtung eines Gänsesägers gelingt.
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